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Movinga: Investoren pumpen 17 Millionen Euro in deutsches Krisen-Startup

Movinga-Chef Finn Hänsel (Mitte) erhält neues Kapital für sein Umzugs-Startup. (Foto: Movinga)

Entlassungen, Ermittlungen, Geldprobleme – für Movinga war 2016 ein schwieriges Jahr. Jetzt scheint sich die Plattform für Umzüge zu fangen: Sie erhält Millionen von alten und neuen Investoren.

Das Jahr von Movinga als „turbulent“  zu bezeichnen, wäre noch eine Untertreibung: Erst ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die beiden Gründer, dann verlassen sie das Unternehmen. Ein Investment von Google Ventures platzt, 150 Mitarbeiter müssen ihre Sachen packen, Märkte werden geschlossen. Die ständig neuen Meldungen hinterlassen Spuren im Image des ursprünglich gefeierten Startups.

Jetzt scheint sich Movinga wieder etwas zu fangen. Nachdem die Ermittlungen gegen die Gründer im August eingestellt wurden, vermeldet das Unternehmen nun eine weitere Finanzierungsrunde. 17 Millionen Euro erhält das Startup von bisherigen Investoren wie dem Rocket-Fonds Global Founders Capital und dem Frühphaseninvestor Earlybird. In dem Betrag enthalten ist auch eine Brückenfinanzierung von sechs Millionen Euro, die bereits im August bekannt wurde.

Movinga bezeichnet Finanzierung als „Entlastung“

Die neuen Beteiligten bei Movinga: 360t-Gründer Carlo Kölzer, Aurelius-Gründer Gert Pukert und dem designierten Pro-Sieben-Sat.1-Finanzchef Jan Kemper. Interessante Randnotiz: Der Investor Index Ventures, der die 25-Millionen-Euro-Runde im Januar anführte, wird dagegen nicht genannt. Auf Nachfrage bestätigte ein Sprecher, dass sich Index nicht an dem Finanzspritze beteiligt hat. Ob der Finanzier weiter Anteile an Movinga hält, bleibt unklar.

Die neue Finanzierung sei „eine Entlastung“, sagt Movinga-Geschäftsführer Finn Hänsel gegenüber Wiwo Gründer. Sie zeige, dass das Unternehmen Vertrauen zurückgewonnen habe. Die Aufräumarbeiten seien abgeschlossen, die Burnrate habe man halbiert. Das neu eingesammelte Geld soll nun die Plattform weiter verbessern, besonders in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich.

Für Movinga dürfte die Finanzierung gerade zur rechten Zeit kommen. Auch der Konkurrent Move24 hatte erst kürzlich einen zweistelligen Millionenbetrag eingesammelt. Im Kampf um die Vorherrschaft auf dem Umzugsmarkt dürften beide Unternehmen nun gut ausgestattet sein.

Auch interessant: Ermittlungen bei Movinga verhinderten Google-Investment

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