Test

Nahrungspulver-Shakes oder: Flüssignahrung aus der Tüte – 12 Soylent-Alternativen aus Europa im Test

Seite 2 / 4

Der Test – Von „Funky Forest Fruit“ und Heißhungerattacken

Dazu kommt, dass Langzeit-Studien über die Auswirkungen solcher Drinks beispielsweise auf das Mikrobiom – vereinfacht gesagt also die Darmflora – noch ausstehen. Auch hier ist Matthias Riedl skeptisch: „Sicher ist: Jede Art, sich zu ernähren, verändert die Darmflora, wir wissen nur nicht, welche Folgen das langfristig hat. Ein Mensch wird mit dieser Art der Formula-Diät deshalb auch seine Damflora beeinflussen, nur mit welchen Folgen, das wissen wir nicht, denn da steht die Forschung noch ganz am Anfang. Und Forschung ist teuer, deshalb macht das kein Hersteller. Es wäre aber zu fordern, dass man solche Produkte nicht einfach auf den Markt bringt, da haben wir leider einen zu löchrigen Verbraucherschutz.“

Ich ignoriere diese Skepsis – und frage den Mediziner aus Hamburg aber zumindest noch, was er bei der Suche nach dem richtigen Drink empfehlen würde. Seine Antwort ist einfach: „Der Zuckeranteil sollte möglichst niedrig und überhaupt sollte möglichst wenig Süße enthalten sein. Dazu ist es wichtig, dass die Eiweiße aus Molkeeiweiß stammen, das ist teurer, aber besser für den Körper. Und: Die Vitamine sollten nicht zu hoch dosiert sein, für die meisten haben wir Menschen ohnehin einen ausreichenden Speicher.“ Zu diesem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, dass damit etliche der Produkte, die ich mir schicken lasse, eigentlich aus dem Rennen wären. Also lege ich los.

Woche 1: Nano

Wir starten unseren Test von Nahrungspulver-Shakes mit Nano. (Foto: t3n)

Wir starten unseren Test von Nahrungspulver-Shakes mit Nano. (Foto: t3n)

Die Kollegen sitzen im t3n-Playground und lassen sich ihre Chicken-Wraps schmecken, ich reiße eine kleine, weiße Tüte mit gelblichem Pulver auf und schütte sie in einen Shaker mit Wasser. Nach ein paar Sekunden, in denen ich mich fühle wie Tom Cruise in „Cocktail“, gibt es kein Zurück mehr.

„Nano does not advise anybody to live completely on Nano for long periods of time, food is also for enjoyment!“

Der erst Schluck schmeckt süß, ein bisschen nach der Vanillemilch, die es bei uns in der Schule am Kiosk gab, aber künstlicher. Die Konsistenz ist leicht mehlig, zwischen dem ziemlich fein gemahlenen Pulver finden sich kleinste Stückchen, die ich nicht wirklich identifizieren kann. Hat sich das Pulver bloß nicht richtig aufgelöst? Der Geschmack ist ziemlich neutral, ein bisschen schmeckt das Ganze nach Tapete, aber unangenehm ist es nicht. Höchstens langweilig.

Nach zehn Minuten beschwert sich mein Magen mit einem leichten Grummeln darüber, was ich ihm da vorgesetzt habe. Kurze Zeit später aber hat er sich wieder beruhigt und verdaut gemütlich vor sich hin. Immerhin drei Stunden ist er damit beschäftigt, dann habe ich das erste Mal wieder Appetit. Und tatsächlicher Hunger? Kommt nach rund fünf bis sechs Stunden wieder auf. Nicht so schlecht für 666 Kalorien.

Das Gute: Nano enthält nur 2,4 Gramm Zucker. Dafür aber hat der Hersteller ordentlich Sucralose reingehauen, einen künstlichen Süßstoff, der 600 Mal süßer ist als Zucker und den man nicht nur schmeckt, sondern der – obwohl er von der EU als „gefahrloses Produkt“ eingestuft worden ist – auch im Verdacht steht, die Darmflora zu beeinflussen und eine Vorstufe der Diabetes auslösen zu können. Als Proteinquelle setzt Nano auf Weizen und Erbsen, die Vitamine und Mineralien sind auf ein Drittel des Tagesbedarfs dosiert.

Übrigens: Es gibt vom selben Hersteller auch noch „Nano Veggie“, ein Pulver, das ein bisschen wie Tomatensuppe schmeckt und dessen Konsistenz recht angenehm ist – gar nicht so schlecht, wenn man ein bisschen Abwechslung haben will. Vor allem aber schmeckt die Veggie-Variante deutlich weniger künstlich und enthält spürbare Stückchen, dafür ist sie aber auch ganz leicht bitter.

BASIS-INFORMATIONEN
Name: Nano Hersteller: The future food is now!
Preis/Mahlzeit: ab 1,33 Euro* Land: Niederlande
Versand: kostenlos Mindestbestellwert: 33 Euro
Kalorien/Mahlzeit: 666 Liste der Inhaltsstoffe
Geschmacksrichtungen: Neutral
Bio: ✗ Vegetarisch: ✓ Vegan: ✓ Glutenfrei: ✓
BEWERTUNG
Geschmack: ✭✭✩✩✩ Geruch: ✭✭✭✭✩
Konsistenz: ✭✭✭✩✩ Sättigungseffekt: ✭✭✭✭✩
Qualität der Inhaltsstoffe: ✭✭✩✩✩ Gesamtwertung: ✭✭✭✩✩

Woche 2: Veetal

Der Hersteller von Veetal sitzt in Augsburg. (Foto: t3n)

Der Hersteller von Veetal sitzt in Augsburg. (Foto: t3n)

Nach der ersten Woche habe ich das Gefühl, dass die Flüssignahrung durchaus ein echter Mahlzeitenersatz sein kann. Ich fühle mich normal, habe noch keine Heißhungerattacke hinter mir und auch beim Sport fühle ich mich trotz Ernährungsumstellung fit und munter. Also ran an Produkt Nummer zwei: Veetal aus Augsburg.

Auch Veetal bezeichnet seine einzige Geschmacksrichtung als „neutral“, doch sie schmeckt radikal anders als Nano – fast schon ein bisschen schokoladig, dabei aber nicht zu süß. Die vegane Variante, die Veetal im Angebot hat, ist leider etwas mehliger und pappiger im Geschmack, aber alles in allem ist das nicht schlecht, was ich da in der Flasche habe. Zumindest geschmacklich. Doch auch inhaltlich ist Veetal durchaus in Ordnung, das Eiweiß stammt zum Teil aus Molke, zum Teil aus Bio-Hanfpulver, dazu kommen Chia-Samen, Gersten- und Weizengras-Pulver, Granatapfelsamen und andere gute Zutaten wie Ginseng oder Grünteeblätter. Doch auch Veetal enthält Sucralose – ein kleiner Wermutstropfen.

Bis zum Mittwoch halte ich es durch, neben den Kollegen am Tisch zu sitzen und mir ihre Pizzen, Salate und Nudeln anzugucken, am Donnerstag aber kann ich kein Veetal trinken. Nicht, weil es mir zum Hals raushängen würde, die Vorstellung, mir jetzt eine Flasche anzurühren, ist durchaus in Ordnung. Aber es gibt Pizza und Sekt, wir verabschieden unseren Kollegen Alex nach sechs Jahren t3n – das mit einem Shake aus der Tüte zu begehen, kann ich ihm nicht antun.

BASIS-INFORMATIONEN
Name: Veetal Hersteller: Dunko UG
Preis/Mahlzeit: ab 2,90 Euro* Land: Deutschland
Versand: kostenlos Mindestbestellwert: 35 Euro
Kalorien/Mahlzeit: 652 Liste der Inhaltsstoffe
Geschmacksrichtungen: Neutral
Bio: ✗ Vegetarisch: ✓ Vegan: ✗/✓** Glutenfrei: ✗
BEWERTUNG
Geschmack: ✭✭✭✩✩ Geruch: ✭✭✭✩✩
Konsistenz: ✭✭✭✭✩ Sättigungseffekt: ✭✭✭✭✩
Qualität der Inhaltsstoffe: ✭✭✭✭✩ Gesamtwertung: ✭✭✭✩✩

Woche 3: Huel

Huel, der einzige Anbieter aus Großbritannien. (Foto: Huel)

Huel, eine der getesteten Soylent-Alternativen, kommt aus Großbritannien. (Foto: Huel)

Woche drei. Von Augsburg geht es nach Großbritannien. Beim ersten Schluck Huel denke ich: „Das muss es sein, was Claudia Haessy beschrieben hat.“ Als hätte man mit einem feuchten Lappen übers staubige Regal gewischt. Das Pulver von der Insel löst sich zudem leider schlecht auf und schmeckt etwas wässrig – und nach Vanille. Das begeistert nicht gerade, erfüllt aber seinen Zweck. Und genau das begreife ich in Woche drei: Es geht bei den meisten dieser Produkte offensichtlich tatsächlich nicht um „lecker“, sondern um „praktisch“, um den Zweck. Diese Shakes sollen satt machen und eine bestimmte Anzahl an Inhaltsstoffen liefern. Doch warum sind die Zutatenlisten dann teilweise voll von seltsamen Dingen?

Auch Huel beispielsweise enthält Sucralose – das Zeug muss einfach billig sein – und Proteine aus Erbsen. Dazu kommt noch Vanille-Aroma, und das schmeckt man leider. Auf Dauer ist der Geschmack auch hier sehr pappig, schon am Mittwoch freue ich mich drauf, dass nächste Woche wieder ein anderes Produkt dran ist. Und: Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich nicht ein paar der Aroma-Packs mit bestellt habe, die Huel anbietet. Wobei: Wenn schon das Vanille-Aroma so künstlich schmeckt, wie wird dann erst Toffee, Rhabarber-Vanille oder Ananas-Kokosnuss schmecken?

BASIS-INFORMATIONEN
Name: Huel Hersteller: Bodyhack Limited
Preis/Mahlzeit: ab 1,88 Euro* Land: Großbritannien
Versand: 6,47 Euro Mindestbestellwert: 58,27 Euro
Kalorien/Mahlzeit: 500 Liste der Inhaltsstoffe
Geschmacksrichtungen: Natur, Vanille (Zusätzlich bietet Huel Aroma-Packs an, um dem Shake verschiedene Geschmacksrichtungen zu verleihen: Erdbeer, Toffee, Mokka, Rhabarber-Vanille, Ananas-Kokosnuss, Banane, Schokolade)
Bio: ✗ Vegetarisch: ✓ Vegan: ✓ Glutenfrei: ✗
BEWERTUNG
Geschmack: ✭✭✩✩✩ Geruch: ✭✭✩✩✩✩
Konsistenz: ✭✭✭✩✩ Sättigungseffekt: ✭✭✭✩✩
Qualität der Inhaltsstoffe: ✭✭✩✩✩ Gesamtwertung: ✭✭✩✩✩

Woche 4: Compleat

Compleat ist nur eins von vielen Produkten, die nu3 im Angebot hat. (Foto: t3n)

Compleat ist nur eins von vielen Produkten, die nu3 im Angebot hat. (Foto: t3n)

In Woche vier trinke ich ein Wortspiel: Compleat, da hat das Marketing ganze Arbeit geleistet. Die Drinks kommen von nu3 aus Berlin, einem Versand, der auch Abnehmprodukte wie Almased oder Formuline im Programm hat. „Intelligent Nutrition“ heißt es in der Unterzeile des Shops. Also wieder nichts mit Geschmack?

Zumindest gibt es auch Compleat nur in einer neutralen Sorte – und die schmeckt fast nach nichts. Dafür löst sich das Pulver gut auf, der Drink aber ist etwas schleimig und wässrig. Insgesamt ein fades „Erlebnis“. Dafür bin ich auch nach Woche vier erstaunt, wie satt diese Shakes insgesamt machen. Klar, rund 500 bis 650 Kalorien wollen auch erst mal verdaut werden, aber dass ich tatsächlich bis abends kaum Hunger habe, ist bemerkenswert.

Bemerkenswert sind auch die Preisunterschiede, die mir schon jetzt bei den verschiedenen Produkten auffallen. Compleat liegt bei 2,96 pro Mahlzeit, Nano gibt es sogar schon ab 1,33 Euro. Können bei solchen Preisen wirklich hochwertige Inhaltsstoffe in diesen Shakes sein?

Compleat ist zwar frei von Gelatine, Laktose, Hefe oder Süßungsmitteln, dafür aber voll von Stoffen, die ich nicht kenne. D-alpha-Tocopherylacetat zum Beispiel (natürliches Vitamin E) oder Pyridoxinhydrochlorid (Vitamin B6). Kryptische Namen für eigentlich sinnvolle Zutaten. Was ich nicht finde: Natur. Ich muss wieder an das Gespräch mit Matthias Riedl denken: „Die Wirkung von frischen Kräutern beispielsweise ist enorm, die haben Einfluss auf den Blutdruck, die Krebsentstehung, auf die Darmflora. Es gibt Tausende von sekundären Pflanzenstoffen, an die wir uns im Lauf der Geschichte gewöhnt haben, dazu eine Masse an Ballaststoffen. Bitterstoffe, mit denen sich Pflanzen vor Fressfeinden schützen, haben sich durch die enge Beziehung zwischen Mensch und Pflanze ebenfalls zu Gesundheitsförderern entwickelt. Männer zum Beispiel, die viele rote Beeren essen, haben seltener Potenzstörungen. Das alles zu reduzieren auf ein paar Grundsubstanzen, halte ich nicht für gut.“

BASIS-INFORMATIONEN
Name: Compleat Hersteller: nu3 GmbH
Preis/Mahlzeit: ab 2,96 Euro* Land: Deutschland
Versand: 3,90 Euro (kostenfrei ab 30 Euro) Mindestbestellwert: 29,99 Euro
Kalorien/Mahlzeit: 548 Liste der Inhaltsstoffe
Geschmacksrichtungen: Neutral
Bio: ✗ Vegetarisch: ✓ Vegan: ✗ Glutenfrei: ✓
BEWERTUNG
Geschmack: ✭✭✭✩✩ Geruch: ✭✭✩✩✩
Konsistenz: ✭✭✭✩✩ Sättigungseffekt: ✭✭✭✭✩
Qualität der Inhaltsstoffe: ✭✭✭✩✩ Gesamtwertung: ✭✭✭✩✩
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

31 Kommentare
ben_

Wow … äh … also … nur mal so aus reiner Neugier: Bin ich der einzige, dem das seltsam vorkommt? Ich meine … „Soylent Green IS People“. Das ist so als würde Google mit „Big Brother is watching you“ werben. Aber mal davon abgesehen …

„Ein fantastischer Plan.“ – echt jetzt, im Ernst? Ich finde ja das „Kochen“ eine der wichtigsten und zugleich unterschätztesten Tätigkeiten überhaupt ist. Sich selber aus guten Zutaten ein köstliches, sättigendes und vielleicht sogar gesundes Essen zu machen – das ist – meiner bescheidenen Meinung nach – nicht nur eine der ältesten Kulturtechniken überhaupt, sondern auch noch eine grosse Quelle der Freude und Ausgeglichenheit. Ich bin ziemlich enttäuscht, dass einem sowas nicht systematischer beigebracht wird, in der Schule z.B., es und es so einen niedrigen Stellenwert in der Gesellschaft hat.

Ich bin wild entschlossen meinen Kindern bevor sie das Haus verlassen ein breites Spekturm an Kochfähigkeiten beizubringen.

Antworten
ben_

Du kommst ja am Ende des Artikels erheiternder Weise auch zu einem ganz ähnlichen Urteil. Kochen rocks. Jamie Oliver for Primeminister! :D

Florian Blaschke

;) Ja, wobei ich ja durchaus auch Situationen sehe, in denen Kochen nicht geht oder in denen „gekochtes“ Essen die schlechtere Variante ist. Aber grundsätzlich: Vote for Jamie! ;*D

frank
frank

Wie so viele Reviews/Artikel über das Phänomen Soylent in letzter Zeit kommt auch dieser hier em Ende zu der „individuellen“ Einsicht, dass man ja „nicht auf Genuss verzichten“ möchte. Oder „kann“. Das liest sich dann wie jemand, der ein Auto ausprobiert und zwar begeistert ist, dass man damit viel schneller von A nach B kommt als mit einem Fahrrad, sich dabei ja aber -huch!- kaum bewegt, und „das wäre nichts für mich“, etc – das eigentliche Kern-Feature des Produkts wird da am Ende also wieder mit „ich wollte das ja eigentlich gar nicht“ weggebügelt. Anders: Pulvernahrung sorgt für Ernährung des Körpers. Nicht für Genuss in Form von Essen oder sozialem Kontext oder Kochen oder Einkaufen. Pulvernahrung ist genau *dafür* prima, um Ernährung von Essen zu TRENNEN. Dass sie das tut+kann ihr dann als kategorisch negativ anzurechnen, ist doch .. sonderbar!?

Niemand behauptet doch, dass die Shakes das gleiche wären wie „Essen“. Die sind Nahrung, es ist alles drin enthalten was der Körper zum Funktionieren braucht. Wenn ich Genuss brauche, Appetit spüre, kochen will, essen gehe, dergleichen, dann mach’ ich das mit traditionellen Lebensmitteln. Ich -beispielsweise- tu’ das auch gelegentlich, aber nicht (mehr) 3x/Tag in Verbindung mit derm Ernährungsaspekt, sondern getrennt davon, deutlich seltener, alle 1-2 Monate vielleicht mal, weil ich das so prima finde und nicht öfter/anders benötige oder möchte. Shakes für Ernährung, Essen für Genuss. Wer Genuss will, der isst eben Pizza. Wer sich ernähren möchte, macht sich Shakes.

Exkurs: ich ernähre mich seit rund 2 Jahren von diesem Zeug, praktisch exklusiv. Betonung auf *ernähre*. Die Shakes sorgen als Körper-Treibstoff dafür, dass der „Pflicht“-Teil abgedeckt ist. Ich vermische in meinem Kopp Ernährung nicht mehr mit Essen, der „Kür“: wenn ich Bock auf Essen habe, dann esse ich was – aber nicht, weil mein Körper es „braucht“ (wegen Nährstoffen oder Hunger), sondern weil ich es in diesem Moment einfach will. Ich würd’s aber nie dem Pulver als negativ anrechnen, dass es die Aspekte von „Essen“ nicht abdeckt, die es gar nicht abdecken möchte.

Niemand will irgendwem Kochen oder Einkaufen oder Zubereiten oder Aufbewahren oder Essengehen oder Nachdenkenüberessen wegnehmen. Jeder wie er mag. Sowieso, immer. Wenn „am Ende“ dann „Kochen und Essen aber doch mehr sind als Nahrungsaufnahme“, dann ist das eben genau dieser -kulturelle- Aspekt, dem sich eine Shake-Ernährung widmet: diese Dinge mal voneinander zu entkoppeln.

Antworten
Florian Blaschke

Versteh ich Dich richtig? Du kritisierst mich dafür, dass ich einen subjektiven Test als subjektiven Test aufgezogen habe?

Antworten
frank
frank

point taken, war etwas im übereifer beim kommentieren. wollte mich eigentlich nur auf’s fazit beziehen, den eigentlichen test fand ich durchaus gut. :) hat nur am ende getriggert, sorry ..

Florian Blaschke

Danke für die Antwort. ;)

Jakub Krejcik

Hi Florian, thanks for review. Just a correction, tested version was MARK 2 based on picture you provided in article. If you want to send for test our latest MARK 3, just let us know. All best. Jakub,CEO of MANA

Antworten
Florian Blaschke

Hey Jakub! Thanks for your comment. True, the picture shows MARK 2, but I’ve got a package of MARK 3 just in time, so the test was about MARK 3. ;)

Antworten
Reintoto

Klasse Bericht! Komisch, das ich erst nach dem Bericht erkannt habe, dass die Solents auf den normalgewichtigen, männlichen Schleckermäuler (immer süß) abgestimmt sind. Vielleicht gehöre ich einfach zur Zielgruppe. :)
Dennoch bin ich dazu übergegangen, meine Shakes in Eigenregie herzustellen. Und bin restlos begeistert. Über die Zeit hat sich ein 50/50-Verhältnis, von Soylent/’richtiger Mahlzeit‘ eingependelt. Denn zur Arbeit will ich wirklich nicht mehr Salate und Stullen mitnehmen müssen.
Meine Erfahrungen dazu versuche ich stehts in meinem Blog http://reintoto.blogspot.de/ aktuell zu halten.

Antworten
Florian Blaschke

Das scheinen einige Fans dieser Shakes inzwischen zu machen, im Netz schwirrten Dutzende von Rezepten rum, die versuchen sich dem Original oder dem perfekten individuellen Rezept anzunähern. Den Vorteil würde ich für mich darin sehen, dass ich entscheiden kann, was drin ist in meiner Mahlzeit. Aber an den Preis der (meisten) fertigen Shakes dürfte so eine Lösung nicht rankommen oder?

Antworten
Reintoto

Bei guter Zutatenauswahl ist das schon möglich. Wenn nicht sogar, günstiger. Ich komme mit meinem Rezept auf etwas weniger als 3€/Mahlzeit, wobei ich mir noch nicht die große Mühe gemacht habe, preisgünstig auszuwählen.
Schwierig ist es am Anfang schon, die passenden Zutaten zu finden. Geschweige denn, einen Preisvergleich durchzuführen. :)

Florian Blaschke

Das glaub ich. Aber cool mit dem Preis. Und? Schmeckt’s? ;)

bremerjung87
bremerjung87

Sehr geiler Artikel! Ich habe auch fast alle Varianten getestet und bin bei einer Mischung aus Joylent, Ambronite und Trinkkost gelandet, so dass ich ein bisschen Abwechslung habe. Vor allem ist es mir zu risikoreich, nur die völlig künstlichen Shakes zu trinken, daher habe ich mich auch für Trinkkost und Ambronite entschieden. Ich hoffe, dass durch den Bioansatz und durch das Zusammenmischen aus natürlichen Zutaten das Endergebnis gesünder ist als bei den Kunstshakes. Eben damit ich auch die von euch beschriebenen „sekundären Pflanzenstoffe“ abbekomme. Leider ist Ambro wirklich sehr teuer, so dass ich das nur sehr sporadisch verwenden kann (oder will). Deswegen bestehen die meisten Mahlzeiten aus Joylent und Trinkkost. Warum habt ihr das eigentlich nicht mal getestet – ist zur Zeit mein Favorit zum Frühstück und schmeckt für mich am frischesten, noch viel mehr als Ambronite – gibt es unter http://www.trinkkost.de. Möchte aber auch keine Werbung hier machen?! Stonershake mochte ich übrigens gar nicht. :-P

Und ihr habt recht, es müsste echt mehr weniger süße, sondern deftige Shakes geben. Das fehlt mir total. Sowas wie Hühnersuppe wäre schon was oder meinetwegen zur Not auch einfach Tomate-Basilikum!

Antworten
Florian Blaschke

Ist mir tatsächlich durchgerutscht, dabei haben wir sogar über FB und Twitter nach Tipps von Lesern gefragt. Aber danke für den Hinweis, ich guck mir die mal an. Taugt vielleicht für ein späteres Update!

Antworten
bremerjung87
bremerjung87

Das werden in der nächsten zeit bestimmt noch viel mehr Firmen werden, dann lohnt sich ein Update. :)

Nutzt du denn im Augenblick noch eines der Soylents oder hast du ganz damit aufgehört?

bremerjung87
bremerjung87

Ich hab Trinkkost hier gefunden: https://www.blendrunner.com

Finde es ganz gut, dass das eine deutsche Firma ist, mit einem für mich halbwegs einordnebaren Bio-Siegel. Und recht transparent wirkt. Bertrand ja auch, aber das ist mir dann zu nah dran an Joylent und ich suche ja Abwechslung. Mal sehen, wann ein Gemüseshake oder sowas kommt, der was günstiger als Ambro ist.

Florian Blaschke

@bremerjung87 Zumindest nicht täglich, aber von meinen Favoriten hab ich noch ein bisschen was zu Hause — und die nutze ich unterwegs oder bei Gelegenheit auch immer mal.

bremerjung87
bremerjung87

Ich finds echt super praktisch, egal, welcher Shake. :-)

Aufrechtgehn

Erst mal vielen Dank für den wirklich hilfreichen und spannenden Bericht, der mir in den letzen Woche viele Anregungen bei meiner eigenen Expedition durch die Welt der Flüssignahrung gegeben hat. Als berufstätiger, vegetarisch lebender, aber extrem kochfauler Single, der zudem am Arbeitsplatz keine Kantine hat und dessen arbeitsbedingte Essenszeiten völlig mit meinem Biorhythmus kollidieren, bestand meine Ernährung bislang hauptsächlich aus Schokoriegeln und einer schmalen Auswahl an fleischfreien Fertiggerichten. Gerade die Mittagspause war für mich bislang stets ein Horror und lief letzten Endes immer auf Mikrowellen-Pasta, Mikrowellen-Reis oder Kartoffeln aus dem Glas + Quark hinaus. Jeden verdammten Tag. Soylent ist für mich daher eine echte, langersehnte Befreiung!

Dachte ich jedenfalls. Leider sind meine bisherigen Erfahrungen eher betrüblich: die vorgestellten Bio-Varianten wie Stoner Shake enthalten alle Kokosmehl – leider das *eine* Nahrungsmittel, bei dem ich mir das Essen verlässlich stets ein zweites Mal durch den Kopf gehen lassen muss, und zwar schon bei der geringsten Menge. Scheiden also leider alle aus. Die herkömmlichen Varianten, die ich bislang testete, haben dafür alle einen unangenehmen Nachgeschmack, hervorgerufen durch die verwendeten Süßungsmittel und die künstlichen Aromen. Ganz, ganz schlimm übrigens bei Queal: nicht nur, dass die aktuell beworbene Saison-Sorte „Perfect Ananas“ auch Kokos enthält, was nirgends steht, und ich den Beutel nach dem Öffnen direkt wegschmeißen konnte – die von Dir gelobte Sorte Apfelkuchen schmeckt für mich wie ein muffiges Grüner-Apfel-Shampoo, völlig überaromatisiert und wirklich ungenießbar. Auch die Joylent-Varianten haben einen unangenehmen Nachgeschmack. Am wenigsten widerlich schmeckt Jake – aber auch da bleibt das künstliche Vanillin auf der Zunge, das sich mit der Beigabe von etwas Kakaopulver allenfalls notdürftig überdecken lässt. Dafür sättigt es am besten.

Jake ist auch das einzige in der Handhabung wirklich praktische Produkt, weil es im Eine-Portion-Beutel kommt. Beim Herumhantieren mit den schmalen Joylent-Tagesrations-Tütchen und dem überdimensionalen Meßbecher landete bei mir stets ein Viertel des Pulvers auf Hose, Schreibtisch und Fußboden. Ganz schlecht gemacht und das Gegenteil von einem Convenience-Produkt!

Den Lesertipp Trinkkost (danke!) hab ich natürlich gleich ausprobiert, und das überzeugt geschmacklich sehr und vermittelt am ehesten das Erlebnis von echtem Essen. Dafür ist der Sättigungseffekt nicht nur gleich null, sondern negativ: ich hatte hinterher stets deutlich mehr Hunger als vorher. Und bei 24 Euro für eine Tagesration ist es leider auf Dauer für mich unbezahlbar. Sehr schade!

Jetzt wühle ich mich gerade durch die Blendrunner-Empfehlungen und habe in meiner Verzweiflung schon Schmilk aus den USA bestellt – allerdings erst nach dem Absenden der Bestellung gesehen, dass da noch mal 60 US-$ Versandkosten draufkommen. Grr. Das kann’s also auch nicht sein.

Falls also jemand noch einen Tipp hat, wie ich an ein möglichst bezahlbares, am liebsten einzelportioniertes, unbedingt aber kokosnuss- und süßstofffreies Produkt komme, das ebenfalls auf künstliche Aromen verzichtet (und dafür gerne nach Tapetenkleister oder Blumenbeet schmecken darf, alles besser als diese Vanillinplempe), wäre ich echt dankbar. Ich will nämlich auch nicht wieder zurück zur Fertiggerichte-und-Schokoriegel-Diät.

Danke!

Antworten
frank
frank

bei fast allem stim’ ich dir zu, inklusive dem hungergefühl nach trinkkost (und betrand und praktisch allen anderen „deutschen versuchen“ leider). die geschmacklichen vorbehalte bei jake kann ich aer nicht ganz nachvollziehen (finde das zeug sehr, sehr lecker), trotzdem: versuch’ mal huel in der „unflavored, unsweetened“-variante. relativ herb, aber ähnlich jake, sättigt (mich) total, und ist „aufm papier“ inhaltlich/nährstoffmäßig offenbar auch nicht total doof. ich schwanke immer zwischen den beiden als „default“.

(schmilk & schmoylent fand ich, wie auch das originale soylent, ebenfalls ziemlich nah am optimum (für mich), leider wegen der auch von dir genannten versandkosten echt noch indiskutabel. würd’ ich in den usa leben, wäre schmoylent wohl mein pulver der wahl, allein schon wegen des wahnsinns-supports und der greifbarkeit & transparenz der macher.)

Antworten
Aufrechtgehn

Danke für die Antwort und den Tipp, aber Huel enthält leider auch Kokosnuss. :(

Jake war das erste, was ich probiert hatte, und wie gesagt geschmacklich noch das erträglichste, aber auch das hat diesen furchtbaren Süßstoff-Nachgeschmack. Und ich bin eh kein Freund von Vanille. Aber natürlich sind die Geschmäcker sehr verschieden. Weshalb ich ja so eine Lösung wie bei Huel – ungesüßt, geschmacksneutral – prinzipiell am besten finde und mich wundere, warum das nicht jeder zumindest als Variante anbietet.

Georg H.
Georg H.

Ich kann die Aussagen zu Huel absolut nicht nachvollziehen. Welche Version wurde hier getestet?

Geschmack, Geruch und Konsistenz von Huel 2.0 finde ich überzeugend. Einige Geschmacksrichtungen von Joylent haben bei mir und meinem Mitbewohner hingegen regelrecht Brechreiz ausgelöst.

Die biologische Wertigkeit von Soja gegenüber Erbsen ist zwar höher, aber da Soja deutlich mehr Phytoöstrogene enthält ist – zumindest für Männer – die Verwendung von Erbsenprotein statt Soja eher als Pluspunkt zu sehen. http://www.biokurs.de/skripten/soja1.htm

Mich würden die wissenschaftlich belegten Fakten für das im Artikel betriebene Sucralose Bashing interessieren.

Auch sehr erhellend: Huel vs Soylent: https://huel.com/pages/comparison-to-soylent

Antworten
jaluzi
jaluzi

Ja das stimmt, hier fehlen einige Informationen! Das mit dem Brechreiz kann ich nur bestätigen.
Ich persönlich finde den Trend zum selbst Kochen und genießen eigentlich viel spannender, als nur Shakes zu sich zu nehmen. Allerdings kann ich mir einen ausgeglichenen Nutzen schon vorstellen. An manchen Tagen habe ich kaum Zeit zu essen, da ist dann so ein Shake natürlich praktisch, auch da man viele Nährstoffe zu sich nimmt. Ich bin jetzt über meine Schwester auf die Vorteile von Granatäpfeln gekommen, da ich es aber irgendwie nicht schaffe die gut zu essen, ich bekomme immer nur die Hälfte aus der Frucht :) nehme ich im Winter regelmäßig Granatapfel Kapseln (von vitaminexpress.org/de/pomegranate-royal-granatapfel-kapseln) zu mir. Vor allem für mich als Vegetarier macht das Sinn.
Ich spiele allerdings auch schon wieder mit dem Gedanken aus gesundheitlichen Gründen hie und da Fleisch zu essen.
Nochmals zu den Shakes, ich fände auch saure Shakes sehr spannend. Wenn es nur süße gibt, fühlt man sich meiner Meinung nach auch sehr schnell übersättigt!

Antworten
Wolfgang
Wolfgang

Klasse Vergleich, vielen Dank.

Wegen zahlreicher Unverträglichkeiten habe ich keine Lust mehr, dauernd beim Einkaufen die Beipackzettel zu lesen und finde diese Idee mit den Vollwert-Shakes bestechend. Nur wird das ganze wieder von der Lifestyle-Industrie zu sehr vereinnahmt – handgepulte biodynamische Erbsen, sorgsam zu Pulver verarbeitet, für nur noch fünfzehn Euro pro Tagesportion.

Dummerweise sieht der Tagessatz für Ernährung bei vorzeitig verschlissenem Personal maximal 4,52 € vor. Für den ganzen Tag. Dieses zusammengemischte Industriepulver ist immer noch bei weitem zu teuer, vor allem wenn es lactosefrei, süßstoff- und zuckerarm sein muss. Ein Glück, dass Joylent vegan ziemlich viel in der Tüte hat und ich pro Tag keine ganze verbrauche.

Antworten
Shaddy
Shaddy

Schau mal bei https://diy.soylent.com vorbei. Dort haben inzwischen hunderte ihre eigenen Soylent – Alternativen veröffentlicht und da sind sich Rezepte mit Tageskosten von unter 3 Euro. Sind nicht alle überzeugend, aber ist doch einiges bei was sich mal auszuprobieren lohnen könnte.

Antworten
Wolfgang D.
Wolfgang D.

Diesen ganzen Pülverchen sind allesamt pures Gift, schon für den werdenden Diabetiker, wegen der extrem schnell verdaulichen Kohlenhydrate.

Mein HBA1c Wert ist innerhalb von zwei Monaten bei nur einer ersetzten Mahlzeit pro Tag völlig entgleist, mein Doc hat ziemlich entsetzt geschaut als ich ihm meinen „Ernährungsplan“ zeigte. Und ich darf noch ein paar Tabletten mehr einnehmen, um den Langzeitzuckerwert wieder herunter zu bekommen.

Und auch ihr werdet die Folgen der Fehlernährung mit diesem zusammengefegten Dreck früher oder später spüren, viel Spaß!

adrian.maleska
adrian.maleska

Ist schon irre, dass keiner der Hersteller Laktose auch nur auf der Webseite erwähnt. Dabei sollen doch 30% unserer Bevölkerung doch eine Laktoseintoleranz haben, mich eingeschlossen. Das wäre doch mal erwähnenswert, wenn die doch so ein Aufhebens rund um das Thema „Ach, unser Shakes sind ja so gesund!“ machen ;(

P.S. Euch ist ein Shake durch die Lappen gegangen: Jimmy Joy – auch Holländer.

Antworten
Matthias Hahn
Matthias Hahn

Laktose wird bei allen Herstellern erwähnt, i.d.R. auch explizit als Allergen aufgeführt und ist meistens auch in der FAQ Ecke der jeweiligen Seiten nocheinmal explizit zu finden. Und die veganen Shakes sind sowieso laktosefrei…
Und keine Sorge in D sind je nach Statistik auch nur 10-20% der Bevölkerung laktoseintollerant ;) Einem breiten Shakekonsum steht jetzt nichts mehr entgegen ;)

Antworten
David
David

Wow, Bertrand mit Saettigungseffekt 4/5? Wie sind dann erst welche mit noch weniger…
Denn ich habe das letztens ausprobiert und es hat sich so angefuehlt, als haette ich so gut wie nichts gegessen/getrunken.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung