Interview

Die Outbank-Chefin erklärt ihr Geschäftsmodell für gescheitert

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t3n.de: Um was geht es?

Wenn du als Outbank-Nutzer durchschnittlich sieben Konten angebunden hast, dann hast du ja quasi dein ganzes finanzielles Leben auf dem Smartphone. Wir wollen Nutzern in Zukunft nicht nur die letzte Überweisung zeigen, sondern auch Prognosen für die Zukunft anbieten, basierend auf Daten, die uns schon vorliegen. Unter anderem wollen wir Nutzern zum Beispiel beim Erreichen von Sparzielen helfen.

t3n.de: Kannst du ein Beispiel nennen?

Wenn ein Nutzer beispielsweise ein Auto kaufen will, wollen wir ihm entsprechende Features an die Hand geben. Das kann ein automatisierter Sparplan oder ein Kredit sein, den wir vermitteln. Dazu wollen wir künftig mit Partnern zusammenarbeiten.

t3n.de: Das klingt nach einem ähnlichen Ansatz, wie ihn beispielsweise auch N26 verfolgt. Ist das eure Konkurrenz?

Darauf werden wir oft angesprochen. N26 macht einen super Job und die Zahl der Kunden bestätigt das ja auch. Der Vergleich mit uns ist auch zumindest insofern naheliegend, dass wir wie N26 in Zukunft verstärkt mit Partnern aus der Finanzbranche zusammenarbeiten wollen. Allerdings reden wir bei N26 eben auch von einer richtigen Bank, wohingegen wir uns als Plattform verstehen, welche die Finanzdaten der Nutzer aggregiert und übersichtlich aufbereitet – nur eben mit Hilfe von Partnern.

t3n.de: Wie verdient ihr damit dann Geld?

Mit klassischen Affiliate-Provisionen. Öffnet beispielsweise ein Nutzer von Outbank die Webseite eines Partners über die App und entscheidet sich für das Produkt, erhalten wir als Dank für die Vermittlung eine Provision. Erst am Montag haben wir übrigens eine erste Kooperation mit dem Kreditvergleichsportal Smava gestartet.

t3n.de: Vielen Dank für das Gespräch!

Mehr zum Thema: Banking-Apps – Vom Aussterben bedroht?

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8 Kommentare
Kritiker
Kritiker

Das Abomodell funktioniert, jedoch nur bei Apps, die man täglich benutzt.

Eine Banking App ist etwas anders: Warum soll man dafür 65 Euro im Jahr zahlen, wenn man nur seinen Kontostand abfrägt und selten mal eine Überweisung macht? Das geht auch mit der offiziellen Banking App, wenn man zwei oder drei Konten hat, benutzt man halt zwei, drei Apps.

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HaliGali
HaliGali

Sehe da kein Modell bei dem Wettbewerb.. sogar meine Banking App liefert mir Prognosen etc. pp und wer mehr als eine Bank Privat besitzt sowie reglm. Zugriff/Buchungen/Belege auf diese Konten benötigt, hat andere Probleme.

Im Unternehmer/Selbständigen Umfeld kommt man eh nicht um Integration in ERP/Buchhaltung herum… da sehe ich auch keine Möglichkeit für einen Markteintritt… die Integration ist bei diesen Diensten/Services *umsonst*

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HaliGali
HaliGali

Da brauch ich auch keine Prognose, ob die Firma sich ein Auto leisten kann…

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Zumo
Zumo

Outbank hatte mit Version 2 (von mir gekauft und immer noch in Verwendung, bis auf Sparkassen, die nicht mehr funktionieren) eine wirklich gute App am Start, die verbessert und gepflegt hätte werden müssen. Aber man wirft eine komplette App weg, baut etwas vollkommen halbgares (das zugegebenermaßen langsam wieder besser wird) verscheucht damit ehemalige Kunden und wundert sich, dass mit der kostenlosen App kein Geld verdient wird, sofern nicht mehr als 10 Konten genutzt werden – dann kommt aber der absolut abenteuerliche Mondpreis von 65 Euro pro Jahr ins Spiel. Das ist dermaßen weit weg vom Markt, dass mich das Desaster keine Sekunde lang wundert.

Ein Abo-Modell für eine App ohne weitere Dienstleistung ist sowieso das neueste Unding – Software wird gekauft und fertig, nur eine permanente Dienstleistung kann mit Folgekosten bedacht werden. Das mag im oberen Business-Bereich funktionieren, nicht aber bei Apps für Endanwender. Und schon gleich gar nicht bei einer Banking-App, die von der Konkurrenz komplett in den Schatten gestellt wird. Alleine der Datenexport von Outbank ist alles andere als business-geeignet (z. B. fehlendes MT940).

Die Konkurrenz von MoneyMoney, oder Banking 4x zeigen hier deutlich, wie es richtig gemacht wird.

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MacMc
MacMc

Zugegeben, ich liebe die App und bin bereit dafür Geld zu zahlen. Ich bin seit Jahren „Kunde“.

Dass es so schlecht um die Bude steht, das wusste ich nicht.

Aber ich zahle doch nicht immer wieder von vorne und mit der Geduld, dass Funktionen wieder kommen, die schon mal da waren und für die ich bezahlt habe. Einfachste Dinge! Einfach weg, irgendwie irgendwann schlechter wieder da usw.

Dee Support ist gut. Die alte App auch. Aber ständig ein neuer Name, weniger Funktionen, unterschiedlich viel Geld pro App… Das kann doch nicht gehen.

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Martina von Useware

Banking Apps sollte über die Banken finanziert werden! Ich würde vermuten, dass Kooperationen mit Banken/Kreditgebern und dafür deutlich niedrigere Endkundenpreise eine viel bessere Idee sind.

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