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Ratgeber

Best Practices im agilen Remote Testing – so funktioniert es!

(Foto: Shutterstock)

Jeder, der einmal ein Softwaretesting durchgeführt hat, kennt den Aufwand, der damit verbunden ist. Im folgenden Artikel zeigen wir dir kompakt die Best Practices, um Software agil und remote zu testen.

Heute ist es wieder soweit: Es steht das Testing eines Software-Prototypen bevor. Jeder, der sich schon einmal näher damit beschäftigt hat, weiß, mit welchem Aufwand das verbunden ist. Probanden müssen rekrutiert und eingeladen werden und man ist den ganzen Tag damit beschäftigt, die drei bis vier Sessions durchzuführen. Doch es gibt eine Alternative, mit der man sich einige Arbeit (er)sparen kann und die auch schnell und schlank durchzuführen ist: das agile Remote Testing.

Beim agilen Remote Testing schaltest du deine Probanden von beliebigen Orten virtuell zum Testing zu. Wenn Du die folgenden Tipps und Tricks beherzigst, kannst Du noch effizienter zu guten Ergebnissen kommen.

Zeit sparen: Rekrutierung der Probanden

Rekrutierungsagentur beauftragen

Die Rekrutierung für das Remote-Usability-Testing kann durch das Unternehmen selbst oder über einen externen Dienstleister erfolgen. Vor allem bei Consumer-Produkten macht es jedoch Sinn, einen externen Partner zu beauftragen. Du sparst dir nicht nur die Organisation, sondern bekommst in nur wenigen Stunden passende Testpersonen aus einem riesigen Pool aller Altersgruppen mit Lebensläufen und Interessen zur Verfügung gestellt. Kriterien der Probanden und Termine können vorab definiert werden. Zudem haben die meisten Probenden bereits Usability-Tests durchgeführt und kennen das Vorgehen und den Ablauf. Das spart dir Zeit beim Briefing.

Die Anzahl von fünf bis acht Probanden sollte für einen Usability-Test nicht überschritten werden. Laut Nielsen werden mit fünf Probanden schon 85 Prozent aller Usability-Probleme identifiziert.

Bei Ausfall Ersatz parat haben

Es kann immer passieren, dass ein Proband ausfällt. Daher solltest du vorab zwei bis drei Personen mehr aussuchen. Buchst du deine Probanden über eine Agentur, helfen dir die Steckbriefe bei der Auswahl und du hast Zugriff auf die E-Mail-Adresse oder, besser noch, die Telefonnummer. So kannst du bei Bedarf schnell für Ersatz sorgen. Da jeder Ausfall Zeit in Anspruch nimmt, solltest du genügend Puffer zwischen den Slots einplanen, um Stress zu vermeiden.

Gut vorbereitet: Aufbau und Setup

Testsetup aufbauen und prüfen

Nutze auf jeden Fall eine LAN-Verbindung anstelle von WLAN, um Verbindungsabbrüche zu vermeiden. Du rufst die Probanden mittels eines Online-Meeting-Tools (Skype, Gotomeeting, Teamviewer etc.) an. Mit einem Aufnahmetool (wie beispielsweise Quicktime) wird der gesamte Bildschirm aufgenommen. Dupliziere den Bildschirm, damit auf allen angeschlossenen Monitoren das gleiche zu sehen ist. Über eine Webcam wird der „Sichtkontakt“ zwischen dem Probanden und dir als Moderator hergestellt. Zur optimalen Gesprächsqualität und Tonaufnahme empfiehlt es sich, zusätzliche Lautsprecher und ein externes Mikrofon zu verwenden. Vergiss nicht, dass es sehr wichtig ist, dass du dich während der Moderation des Tests wohlfühlst. Richte den Raum daher vor der Session so ein, dass du alles Notwendige griffbereit hast und störende Dinge weggeräumt beziehungsweise unsichtbar für den Probenden sind.

Vorteil eines Beobachtungsraums

Auch wenn man bei Remote Tests nicht zwingend einen Beobachtungsraum benötigt, so bietet er doch Vorteile: Projektbeteiligte können den Test ungestört verfolgen und eine Live-Auswertung der Erkenntnisse in Form einer User-Journey-Map durchführen. Plane zur Konsolidierung der Ergebnisse ausreichend Zeit zwischen den Test-Sessions ein. Dadurch kannst du dir eine spätere, oft langwierigere Auswertung der Videos sparen.

Schematischer Aufbau eines Beobachtungsraums. (Grafik: Ergosign)

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