Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Bill Gates warnt vor gefährlicher Coronavirusvariante

Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates ist sich sicher, dass die Coronapandemie noch Überraschungen bereithalten könnte. So könne es durchaus zu einer Variante kommen, die übertragbarer und zugleich tödlicher sei, meint er.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Microsoft-Gründer Bill Gates. (Foto: Shutterstock/ Frederic Legrand - COMEO)

„Wir haben das Schlimmste vielleicht noch vor uns!“ Diese aufmunternde Bemerkung hat der in jüngster Zeit vor allem als Philanthrop bekannte Gates in einem Interview mit der Financial Times getätigt. Er sehe die Coronapandemie als noch lange nicht vorbei an, ließ er wissen.

Anzeige
Anzeige

Immerhin könne es noch eine Variante geben, die „noch übertragbarer und noch tödlicher“ sei. Dieses Risiko liege „weit über fünf Prozent“. Allerdings, so fügte er an, wolle er wegen dieser Prognose aber bitte nicht als „Stimme des Untergangs“ wahrgenommen werden. Immerhin sei das Eintreten eines 5-Prozent-Risikos nicht sehr wahrscheinlich.

„Wir laufen immer noch Gefahr, dass diese Pandemie eine Variante hervorbringt, die noch übertragbarer und noch tödlicher ist“. Bill Gates, Mai 2022

Bessere Impfstoffe müssen her – fordert Gates

Deshalb seien „dringend Impfstoffe mit längerer Wirkungsdauer erforderlich, die eine Infektion verhindern“ können. Bekanntlich leiden die derzeit verfügbaren Impfstoffe daran, dass sie nach relativ kurzer Zeit einer Auffrischung bedürfen und zudem keine sterile Immunität hervorrufen.

Anzeige
Anzeige

Geimpfte können selbst weiterhin erkranken und auch andere weiterhin anstecken. So ist der einzige realistische Schutz, den aktuelle Impfstoffe bieten, der vor einem schweren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19. Hier hofft Gates auf deutlich bessere Impfstoffe in der Zukunft.

Anzeige
Anzeige

Mit dieser und ähnlichen Fragestellungen hat sich Gates in seinem am 3. Mai 2022 erscheinenden Buch „How to Prevent the Next Pandemic“ (Wie wir die nächste Pandemie verhindern können) beschäftigt.

Darin beschreibt der Multimilliardär einen ganzen Strauß an Ideen, die letztlich in ihrer Gesamtheit dazu beitragen sollen, dass die Coronapandemie die letzte Pandemie gewesen sein soll, die die Menschheit auf diese Weise kalt erwischen konnte.

Anzeige
Anzeige

Schnelle Eingreiftruppe könnte Pandemien im Frühstadium stoppen – glaubt Gates

Als wichtigsten Schritt – noch deutlich vor der Verbesserung der Impfstoffe – sieht er dabei die Einrichtung einer internationalen Eingreiftruppe. Investitionen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr seien nötig, so Gates, um eine feuerwehrähnliche Gruppe von Einsatzkräften, das GERM-Team, zu etablieren.

GERM wäre ein rund 3.000-köpfiges Team von Einsatzkräften, dessen einzige Priorität die Pandemieprävention ist sein sollte. Zusammensetzen müsste sich das Team aus einer Reihe von Spezialisten verschiedenster Kompetenzbereiche – von Epidemiologen und Datenwissenschaftlern über Logistikexperten bis hin zu solchen mit Kommunikations- und Diplomatiekenntnissen, schlägt er vor.

Optimalerweise würde das Team so aufgestellt, dass es bei jedem Anzeichen eines Ausbruchs schnell reagieren und mit verschiedenen Ländern zusammenarbeiten kann, um deren lokale Gesundheitssysteme zu stärken. „Wir müssen wissen, wenn viele Menschen mit einer neuen Art von Husten auftauchen“, meint Gates.

Anzeige
Anzeige

Investitionen im Angesicht der Tragödie absolut vertretbar – rechnet Gates vor

Investitionen in diagnostische Geräte zum Erregernachweis seien ebenso erforderlich wie der Aufbau von Fabriken zur schnellen Herstellung von Impfstoffen. Dann allerdings hätte die Eingreiftruppe ihr Ziel nicht erreicht: „Wir wollen einen Ausbruch stoppen, bevor wir eine weltweite Impfkampagne durchführen müssen.“

„Es erscheint mir unvorstellbar, dass wir diese Tragödie sehen und nicht im Namen der Bürger der Welt diese Investitionen tätigen“, beschwerte sich Gates im Interview. Das moderne Leben sei auch nicht gerade hilfreich, fügte er hinzu:

„Jeder, der sich mit Infektionskrankheiten befasst, hat Angst vor vom Menschen übertragbaren Atemwegsviren. Je mehr Menschen reisen und je stärker die Interaktion zwischen wilden Arten und Menschen ist, desto größer ist das Risiko von zoonotischen, artenübergreifenden Krankheiten.“

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Ein Kommentar
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Danvie

Schuster bleib bei deinen Leisten.
Bill Gates hört sich an als ob er ein Arzt, Virologe oder Epidemieologe wäre und er wissen würde, was für die Menschheit das Beste wäre… das ist nicht gut.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige