Anzeige
Anzeige
News

Dieses schwarze Loch bricht alle Rekorde

Ein neu entdecktes supermassereiches schwarzes Loch setzt neue Marken und stellt bisherige Theorien zur Entstehung solcher Objekte auf den Prüfstand.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Das Bild zeigt den Galaxienhaufen Abell 2744 mit der weit entfernten Galaxie UHZ1, die nur 470 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden ist. Sie wurde vom Chandra-Röntgenobservatorium und dem James-Webb-Weltraumteleskop aufgenommen. (Quellen | Röntgen: NASA/CXC/SAO/Ákos Bogdán; Infrarot: NASA/ESA/CSA/STScI; Bildbearbeitung: NASA/CXC/SAO/L. Frattare und K. Arcand)

Nur in der Kooperation zweier Weltraumteleskope ist es gelungen, ein unglaublich massereiches und riesiges schwarzes Loch in einer kleinen Galaxie aufzuspüren, die nur 470 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden ist. Es ist das am weitesten entfernte schwarze Loch, das bisher gefunden wurde.

Anzeige
Anzeige

JWST weist Chandra auf entferntes Glimmen hin

Initial entdeckte das James-Webb-Space-Telescope (JWST) das schwache Licht einer frühen Galaxie mit der Bezeichnung UHZ1. Die Masse dieser Galaxie ist etwa 140 Millionen Mal so groß wie die Masse der Sonne.

JWST konnte die Galaxie nur anhand von Gravitationslinsen erahnen, weil die Gravitation des massiven Galaxienhaufens Abell 2744 im Vordergrund das Licht von UHZ1 verstärkte. In der Folge setzten die Forscher:innen das Weltraumteleskop Chandra ein, um UHZ1 zwei Wochen lang zu beobachten.

Anzeige
Anzeige

Das Chandra-Röntgenobservatorium und seine Oberstufe kurz nachdem das Weltraumteleskop am 23. Juli 1999 in die Erdumlaufbahn gebracht wurde. (Foto: Nasa)

Chandra entdeckte starke Röntgenstrahlen, die von einer Gasscheibe aus dem Gravitationsfeld eines supermassiven schwarzen Lochs im Kern der fernen Galaxie stammen mussten. Aufgrund der Helligkeit und Intensität der Röntgenstrahlen gehen Forscher:innen davon aus, dass das schwarze Loch eine Masse in der Größenordnung von zehn bis hundert Millionen Sonnenmassen aufweist.

Damit entspricht es ziemlich genau der Masse seiner Wirtsgalaxie, was sehr ungewöhnlich ist. In den meisten Galaxien beträgt die Masse des supermassiven schwarzen Lochs nur etwa ein Zehntel der Masse seiner Wirtsgalaxie.

Anzeige
Anzeige

Kollabierende Gaswolken erzeugen gigantische schwarzes Loch

Astrophysiker Priyamvada Natarajan von der Yale-Universität geht davon aus, dass dieses „übergroße schwarze Loch“ sich direkt aus dem Kollaps von Gaswolken gebildet haben muss. Dafür sprächen sowohl die Helligkeit wie auch die Energie der gemessenen Röntgenstrahlung.

Die andere Alternative wäre, dass das supermassive schwarze Loch durch die schnelle Verschmelzung von mehreren sternenschweren schwarzen Löchern entstanden sein könnte, die durch explodierende Sterne erzeugt wurden. Diese Theorie überzeugt den Astrophysiker indes nicht.

Anzeige
Anzeige

„Wir glauben, dass dies die erste Entdeckung eines übergroßen schwarzen Lochs ist und der beste bisher erhaltene Beweis dafür, dass sich einige schwarze Löcher aus massiven Gaswolken bilden“, schreibt Natarajan in einer Studie, die in The Astrophysical Letters veröffentlicht wurde. „Zum ersten Mal sehen wir eine kurze Phase, in der ein supermassives schwarzes Loch etwa so viel wiegt wie die Sterne in seiner Galaxie, bevor es zurückfällt.“

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige