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Ratgeber

SEO im E-Commerce: Diese 10 Best Practices geben dir Tipps für dein Business

(Grafik: Shutterstock)

Das Auflisten hunderter verschiedener Produkte allein verschafft nicht viel organischen Traffic. Neben vielen Online-Marketing-Aspekten ist auch Suchmaschinenoptimierung ein wichtiger Faktor. 

Um die Umsätze mit einem Onlineshop stabil zu halten oder zu steigern, sind daher einige wichtige Punkte zu beachten. Wir zeigen Dir mit diesen zehn SEO-Praxistipps, wie du deinen Onlineshop von der Produktseite bis zur Kategorieseite optimieren kannst.

1. Was tun, wenn Produkte vergriffen sind?

Wenn Produkte in einem Onlineshop vergriffen sind, hat der Nutzer theoretisch keinen Mehrwert davon. Viele Shopbetreiber neigen deshalb dazu, die betreffende Seite zu deaktivieren, umzuleiten oder sogar zu löschen. Damit wäre jedoch wertvolles Potential verschenkt. Versuche deshalb die Besucher mit perfekten Alternativ-Angeboten zum Bleiben und zum Kaufen zu animieren:

  • Verweise auf neuere Modelle oder neuere Versionen des Produkts.
  • Liste ähnliche Produkte von anderen Marken auf.
  • Zeige Produkte aus der gleichen Kategorie, die hinsichtlich ihrer Preise und Qualität den vergriffenen Produkten entsprechen.
  • Zeige das gleiche Produkt in anderen Farben oder Größen.
  • Informiere Nutzer, wann das Produkt wieder erhältlich ist und biete an, sie darüber zu informieren.
  • Gib Rabatte, wenn das Produkt wieder verfügbar ist oder Rabatte auf Alternativen.
Hinweis auf esprit.de, dass der Kunde eine Nachricht über Verfügbarkeit eines Artikels erhält. (Screenshot: esprit.de)
Hinweis auf esprit.de, dass der Kunde eine Nachricht über Verfügbarkeit eines Artikels erhält. (Screenshot: esprit.de)

Mit alternativen Angeboten sorgst du dafür, dass Besucher bleiben und mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas Ähnliches kaufen. Zugleich belegen solche Anpassungen, dass du einen hohen Serviceanspruch hast.

2. Was macht man mit alten, ausgelaufenen Produktseiten?

In jedem Onlineshop gibt es Produkte, die ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr wieder in den Handel kommen. Dabei kann es sich um limitierte Produkte oder um gewöhnliche Auslaufprodukte handeln, die durch neue Serien ersetzt werden. Die schlechteste Lösung wäre es, die Seite mit dem ausgelaufenen Produkt einfach zu löschen. Eingehende Backlinks würden Fehler verursachen und Besucher über die organische Suche Fehlermeldungen wie 404-Seiten erhalten.

So kannst du vermeiden, dass deiner E-Commerce-Webseite Nachteile durch Webseiten mit ausgelaufenen Produkten entstehen:

  • 301-Weiterleitung auf die neue Produktseite setzen: Existiert eine Webseite mit einem neueren Produkt, kann die Webseite mit dem alten Produkt einfach per 301-redirect darauf weitergeleitet werden. Auf diese Weise wird die Linkkraft auf die neue Webseite übertragen. Nutzer werden ohne große Verzögerung direkt auf die neue URL umgeleitet.
  • 301-Weiterleitung auf die übergeordnete Kategorieseite setzen: Gibt es kein passendes neues Produkt, kann die alte URL per 301-redirect auf die übergeordnete Kategorie weitergeleitet werden. So besteht die Chance, dass der Nutzer etwas Ähnliches findet, das zu seiner Suche passt. Zum anderen wird hier ebenfalls die Linkkraft weitergegeben und die Kategorie damit gestärkt.
  • URL wiederverwenden: Bestand die alte URL aus einem sehr generischen Produktnamen, kann diese URL übernommen und stattdessen ein neues Produkt eingefügt werden, das lieferbar ist. Auf diese Weise bleiben Texte, Linkjuice und SEO-Relevanz erhalten.
Verweis auf eine neuere Produktversion bei amazon.de. (Screenshot: amazon.de)
Verweis auf eine neuere Produktversion bei amazon.de. (Screenshot: amazon.de)

3. Was sollte man bei saisonalen Produkten beachten?

Saisonale Produkte stellen Onlineshops häufig vor eine Herausforderung, da Produkt-URLs nur für eine bestimmte (Jahres-)Zeit relevant sind. Eine erfolgreiche Taktik könnte es sein, die übergeordnete Produktategorie zu stärken und von dort aus auf die saisonalen Produkte zu verlinken.

Tipps bei saisonalen Produkten:

  • Integriere Formulare zur Vorbestellung von Produkten.
  • Informiere im jeweiligen Produkttext, wann saisonale Produkte erhältlich sein werden.
  • Gib Nutzern die Möglichkeit, die Produktseite direkt in Sozialen Netzwerken zu teilen.
  • Verwende das Veröffentlichungsdatum oder -jahr in der URL. Wenn du weißt, dass im Folgejahr eine neue Version entsteht, kannst Du die alte URL per 301-redirect auf das neue Produkt weiterleiten.

4. SEO-Basics für neue Produktseiten

Idealerweise sollten neue Produkte möglichst schnell gute Rankings erzielen. Eine sinnvolle Webseitenstruktur sowie eine zielführende interne Verlinkung sind deshalb besonders wichtig. Sowohl Nutzer als auch Suchmaschinenbots sollen deine Produkte schnell und einfach finden können.

Vorgehensweise bei der Strukturierung:

  • Strukturierte interne Verlinkung: Verlinke Kategorien von deiner Startseite und verweise von den Kategorien direkt weiter auf die Produktunterseiten.
  • Präsentiere neue Produkte prominent auf der Startseite. So werden sie in der Regel schneller indexiert und können schneller ranken. Und sie fallen den Besuchern sofort ins Auge.

5. Was passiert mit Produktseiten, die wenig einzigartigen Content enthalten?

In Onlineshops sollte für jedes Produkt so einzigartige Texte wie möglich hinterlegt werden. Allerdings ist das bei Shops mit mehr als 1000 Produkten kein einfaches Unterfangen, das mit viel Zeit, Arbeit und Kosten verbunden ist. Manche Shops versuchen dem Problem mit der datenbankgesteuerten Ausgabe von Texten entgegenzuwirken. Allerdings besteht häufig die Gefahr von Verwendung von doppelten Inhalten (ergo: Duplicate Content).

Vorgehensweise für Produktseiten:

  • Ermittle die erfolgreichsten Produkte und die Produkte, die man am meisten verkaufen möchte (z.B. anhand von Verkaufszahlen oder Traffic). Optimiere diese Produkttexte zuerst und umfangreich mit einzigartigen, redaktionell erstellten Inhalten.
  • Anstelle einer Optimierung von allen Produkttexten sollte man zunächst die Produkthauptkategorie stärken. Dabei sollte die Erstellung des  relevanten Contents in Form von informativen Texten im Fokus liegen. Anschließend sollte gezielt auf einzelne Produkte verlinkt werden. Hilfreich ist dabei auch eine Breadcrumb-Navigation, die idealerweise von jedem Produkt zurück in seine Elternkategorie verlinkt.
  • Animiere Nutzer dazu, eigenen Content zu erstellen. Hierbei kann es sich um individuelle Fragen zu Produkten oder um Bewertungen handeln. Durch diesen “User generated Content” schaffst du eine höhere SEO-Relevanz und kannst zugleich Conversions steigern.
User generated Content auf einer Produktseite von otto.de. (Screenshot: otto.de)
User generated Content auf einer Produktseite von otto.de. (Screenshot: otto.de)

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3 Reaktionen
Timm

Danke für die Hinweise!
Wie erstellt ihr für eure Shops den Content? Ist eine Textagentur zu empfehlen, auch wenn es sich im Zweifel um durchaus hohe regelmäßige Kosten handelt?

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Umfangreich und sehr praktisch, Danke Irina!

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Andreas Cremer

Sehr hilfreiche Seo Shop Tipps, Dank an t3n

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