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Ratgeber

Speicher-Virtualisierung: Alles, was du über Software-defined Storage wissen musst

Software-defined Storage (SDS) steht in der IT-Branche hoch im Kurs. Wir stellen Konzepte und Technologien vor und erklären, wie Unternehmen von diesem innovativen Storage-Konzept profitieren können.

Die IT-Trends der vergangenen Jahre, vor allem die Verbreitung mobiler Geräte und der Siegeszug von Social Networks, SaaS-Diensten und Cloud Computing im Allgemeinen, haben zu einer regelrechten Datenexplosion geführt. Da gleichzeitig die digitale Transformation nahezu in jeden Unternehmensbereich Einzug hält, steigen die Anforderungen hinsichtlich Performance und Agilität der IT ständig an. Dies hat in den letzten Jahren die Aufgabe der Speichersysteme grundlegend verändert.

So werden heutzutage Daten in Unternehmen nicht mehr bloß zu Archivierungszwecken gesammelt. Der Wert der gespeicherten Geschäftsdaten definiert sich vielmehr darüber, welche Erkenntnisse Business-Entscheider daraus gewinnen können – Stichwort: Big Data und Analytics. Vor diesem Hintergrund gehört die permanente Speicherknappheit, und das insbesondere bei mittelständischen und großen Unternehmen, zu den zentralen IT-Herausforderungen der heutigen Zeit. Die Storage-Kapazität immer wieder durch zusätzliche Hardware zu erweitern, ist auf lange Sicht keine gute Lösung. Denn dies führt nicht nur zu immer höheren Hardware-Kosten, sondern erhöht gleichzeitig die Komplexität im IT-Management. Hier kommt Software-defined Storage ins Spiel.

Aufgaben eines SDS-Systems

Vereinfacht gesagt beschreibt der Begriff die Möglichkeit, die unterschiedlichen Datenträger und Speichersysteme im Unternehmen mit einer zentralen Software-Lösung verwalten zu können. Traditionell wird der Datenspeicher je nach eingesetzter Technologie getrennt voneinander gesteuert. So gibt es verschiedene Datenträger und -Systeme wie etwa NAS (Network Attached Storage), SAN (Storage Area Network), lokale Festplatten und andere Hardware. Auf diesen Datenträgern werden die unterschiedlichsten Daten mit entsprechenden Freigaben im Netzwerk gespeichert. Alle Datensysteme agieren unabhängig voneinander und unterliegen einer eigenen Verwaltung. Eine SDS-Lösung setzt sich über sämtliche Speichersysteme, die in der IT-Landschaft eingesetzt werden, und fasst sie zu einer virtuellen Speicherinfrastruktur zusammen. Diese lässt sich wiederum durch eine Management-Software frei aufteilen und Anwendern beziehungsweise Applikationen individuell, je nach Bedarf, zur Verfügung stellen. Der Clou: Die Datenspeicherung, ihre Merkmale und die Verwaltung werden von der zugrunde liegenden Hardware komplett abstrahiert.

Dabei kümmert sich das SDS-System nicht bloß um die reine Speicherung von Daten, sondern stellt gleichzeitig wertvolle Tools und Dienste für ein effizientes Speicher-Management bereit. Hierzu zählen unter anderem Deduplizierung, Richtlinien-Management, Provisioning, sowie verschiedene Schnittstellen, die die Integration der SDS-Software mit anderen Systemen im Unternehmensnetzwerk ermöglichen. Ferner stellen moderne SDS-Lösungen entscheidende Funktionen zur optimalen Skalierung der Speicher-Hardware bereit. Dabei spielt es keine Rolle, welche physischen Datenträger eingesetzt werden. Der Speicher wird zu einem konsolidierten Hardware-Pool zusammengefasst und das SDS-System steuert die Speicherung bei maximal möglicher Geschwindigkeit. Dank dieses Lösungsansatzes versetzen SDS-Produkte Unternehmen in die Lage, flexibel auf Storage-Engpässe und -Veränderungen reagieren zu können.

Flexibilität und Skalierbarkeit

Moderne SDS-Lösungen lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien aufteilen: Reines Software-SDS, das ohne dazugehörige Speicher-Hardware zur Verfügung gestellt wird, und herstellerspezifisches SDS. Zu den führenden Anbietern in der ersten Kategorie zählen zum Beispiel DataCore mit SAN Symphony, StarWind Software und Nexenta Systems.

(Bild: DataCore)

Ein zentraler Vorteil ist in diesem Fall die große Herstellerunabhängigkeit hinsichtlich der eingesetzten Hardware. So müssen Datenträger nicht unbedingt vom gleichen Hersteller bezogen werden. Um Kompatibilitätsfragen muss sich die IT also keine Sorgen machen. Bei herstellerspezifischen SDS-Produkten kombinieren Hardware-Hersteller wie Dell EMC oder IBM die SDS-Software mit ihren eigenen Speicher-Produkten.

(Bild: Dell EMC)

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