Kommentar

Vom Startup zum Scaleup: Endlich bekommen Jungunternehmen mehr Unterstützung

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Die Bundesregierung will Jungunternehmen finanziell unterstützen und auch der Bundesverband Deutsche Startups stellt sich neu auf. Zwei gute Zeichen, findet Gastautor Heinz-Paul Bonn.

Na, geht doch! Nach und nach werden die Details über den „Zukunftsfonds Deutschland“ bekannt, der im Bundeswirtschaftsministerium vorbereitet wird. Danach plant das Altmaier-Ministerium, rund zehn Milliarden Euro in die Hand zu nehmen, um innovationsfreudige Unternehmen zu unterstützen. Vor allem Startups sollen davon profitieren.

Dem Braindrain vorbeugen

Startups sind nach der strengen Definition des Bundesverbands Deutsche Startups wachstums- und innovationsorientierte Neugründungen der Digitalwirtschaft, die nicht älter als fünf Jahre sind. Danach treten Startups entweder auf der Stelle oder als sogenannte Scaleups in eine verschärfte Wachstumsphase ein, für die es deutlich größerer Finanzierungsrunden bedarf als in der Gründungsphase. Und hier besteht nach einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom entschieden Handlungsbedarf: Jeder vierte Jungunternehmer erwägt, ins Ausland abzuwandern, um bessere Finanzierungsbedingungen zu erzielen. Wird nicht gegengesteuert, droht ein gefährlicher Braindrain in Deutschland.

Das aber soll der Dachfonds jetzt leisten, der voraussichtlich von der KfW gemanagt werden wird. Um die Risiken für den Steuerzahler möglichst gering zu halten, werden Finanzspritzen für Neugründungen im sogenannten Wasserfallmodell über Investoren verteilt. Das hat weitere Vorteile, weil dadurch institutionelle Anleger wie zum Beispiel Versicherungen neue Beteiligungsmöglichkeiten erhalten.

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Neuausrichtung mit neuen Köpfen

Um Scaleups besser unterstützen zu können, richtet sich auch der Bundesverband Deutsche Startups neu aus. Nach sieben Jahren will Verbandsgründer Florian Nöll jetzt den Vorsitz der 2012 gegründeten Organisation an seinen Nachfolger übergeben: Christian Miele. Der Partner beim Risikokapitalgeber Eventures stellt sich an diesem Dienstag zur Wahl. Dazu musste freilich die Satzung des Verbands geändert werden – denn bislang war es ausschließlich Gründern vorbehalten, im Vorstand des Startup-Verbands zu sitzen. Allerdings trägt auch Miele als Initiator des Ticketvermarkters Todaytickets das Gründer-Gen in sich.

Unter seiner Ägide soll sich der Verband vor allem um die Themen Mitarbeiterbeteiligung und Zukunftsfonds kümmern und damit jene Finanzierungsprobleme beim Schopfe packen, die die Scaleups aus dem Land treiben könnten. Da kommen Altmaiers Dachfonds-Pläne gerade zur rechten Zeit.

Mit Christian Miele stellt sich eine Reihe gut vernetzter Investoren und Gründer zur Wahl: Ann-Kristin Achleitner von der Technischen Universität München School of Management, Oliver Samwer von Rocket Internet, David Hanf von Thermondo, Felix Jahn von McMakler, Hakan Koc von Auto1 und Valentin Stalf von N26 sollen bei der Neuausrichtung des Verbands helfen. Auf Linkedin hat Christian Miele schon für sein Team geworben: „Ein besseres Team werden wir nie wieder stellen können.“

Und Florian Nöll? Auch er richtet sich neu aus: Seit November ist er, wie er selbst sagt, „zum ersten Mal in einer Organisation tätig, die ich nicht selbst gegründet habe“. Bei PWC kümmert er sich künftig verstärkt um Startups und Scaleups. Auch dabei wird Altmaiers Zukunftsfonds für positive Effekte sorgen. So schließt sich der Gründerkreis.

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