Ratgeber

Warum Startups für die Produktion nicht auf Behindertenwerkstätten setzen sollten

(Grafik: Shutterstock)

Immer mehr Startups wollen mit ihren Produkten die Welt verbessern und setzen dabei auf Produktionen in Werkstätten für behinderte Menschen. Warum das keine gute Idee ist und was ihr stattdessen tun könnt.

Produkte von Startups prägen unser Leben und bewirken oft, dass wir ein gutes Gefühl bekommen. Denn die Produkte sind nachhaltig und ökologisch produziert oder fair gehandelt. Als neuen Trend gibt es seit einiger Zeit noch ein weiteres vermeintliches Qualitätsmerkmal in der Produktbeschreibung: „produziert in einer Behindertenwerkstatt“. Als Konsument*in gehe ich davon aus: Ich tue etwas Gutes – jetzt auch noch für „Menschen mit Behinderung“.

Die meisten Menschen, die das System der Werkstätten nicht genauer kennen, denken, dass es eine gute Sache ist, wenn Menschen mit Behinderung durch die Werkstätten eine Chance bekommen, am Arbeitsleben teilzuhaben. Schaut man aber genauer hin, entspricht die Realität der Werkstätten nicht der gut gemeinten Vorstellung vieler Startups und Konsument*innen.

  1. Beschäftigte in einer Werkstatt werden nicht fair bezahlt. Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt beschäftigt sind, erhalten keine faire Bezahlung. Der gesetzliche Mindestlohn gilt nicht für Werkstattbeschäftigte. Sie bekommen neben einer Grundsicherung nur zwischen 80 und 180 Euro Taschengeld pro Monat für ihre Arbeitsleistung.
  2. Werkstätten unterliegen dem Gebot der Wirtschaftlichkeit. Die Beschäftigten arbeiten oft sechs bis acht Stunden am Tag. Nicht selten haben sie den Druck, bestimmte Stückzahlen in einer gewissen Zeit zu erreichen. Es ist quasi Akkord- und Fließbandarbeit..
  3. Es gibt fast keinen Ausstieg aus der Werkstatt heraus. Der Weg rein ist leicht, der Weg raus sehr schwer. Obwohl es der gesetzliche Auftrag einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist, Menschen mit Behinderungen zu befähigen, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten, kommen die Werkstätten dem überhaupt nicht nach. Der Übergang von Menschen mit Behinderung aus der WfbM in den Arbeitsmarkt hinein beträgt seit Jahren unter einem Prozent.
  4. Menschen mit Behinderungen arbeiten in WfbMs in einer Sonderwelt. Menschen ohne Behinderung kommen in Werkstätten ausschließlich als Anleiter*innen und Vorgesetzte vor. Es besteht also immer ein Machtgefälle zwischen Menschen mit Behinderung und ohne. Häufig steckt hinter den Trägern einer WfbM ein großer Träger der Behindertenhilfe. Diese halten oft auch gleich Wohnheime für die Beschäftigten bereit. Das bedeutet, dass komplette Leben – Arbeit, Wohnen, Freizeit – der Menschen mit Behinderung findet in einer Einrichtung statt, die meistens noch außerhalb von Städten oder gut versteckt am Stadtrand liegt.

Werkstätten für behinderte Menschen widersprechen also in vielerlei Hinsicht den guten Vorsätzen vieler Startups. Doch es gibt Alternativen zu WfbMs für Arbeitgeber*innen, die wirklich Gutes bewirken können:

  1. Praktikable Aufgaben für Menschen mit Behinderung schaffen. In jedem Unternehmen gibt es Zuarbeitstätigkeiten in der Produktion, dem Versand oder der Logistik, die ein Mensch mit Lernschwierigkeiten mit etwas Anleitung gut bewältigen kann. Auch ein Empfang oder Telefondienst kann gut angelernt werden. Der Begriff „Lernbehinderung“ wird nämlich häufig missverstanden oder falsch interpretiert: Er bedeutet oft, dass eine Person andere Denkstrukturen und eine andere Herangehensweise hat. Dafür können Unternehmen Zugänge schaffen, Prozesse anpassen oder geeignetere Strukturen finden. Besonders agile Startups können sich dabei kreativer und flexibler zeigen als große Betriebe. Barrierefreiheit und Zugänglichkeit bedeutet demnach nicht nur, dass jemand mit einem Rollstuhl ins Unternehmen reinkommt, sondern es gibt viele kleine Möglichkeiten, einen Arbeitsplatz zugänglich zu gestalten.
  2. Die Umstellung und neue Herausforderungen müssen nicht allein bewältigt werden. Es gibt viele Organisationen, die arbeitsuchende Menschen mit Behinderung und Arbeitgeber*innen unterstützen. Dort gibt es kompetente Beratung, die sowohl beim Umgang mit Menschen mit Behinderung als auch bei der Beantragung von Fördergeldern unterstützt.
  3. Praktika als einen ersten Türöffner anbieten. So müssen sich Arbeitgeber*innen nicht gleich entscheiden und können gucken, ob das Unternehmen und der Mensch mit Behinderung zueinander passen. Wenn sie gut zusammenarbeiten können, aber noch bestimmte Soft Skills beim neuen Mitarbeiter*in oder Hardware im Unternehmen fehlen, dann kann man dafür Unterstützung beantragen.
  4. Übergange aus der WfbM realisieren. Wenn das Unternehmen schon mit einer Werkstatt zusammenarbeitet, kann gemeinsam geschaut werden, wie man für ein paar Personen den Übergang aus der Werkstatt ermöglichen könnte. Seit einiger Zeit gibt es für den Übergang aus der Werkstatt das Budget für Arbeit. Mit einem Budget für Arbeit können Menschen mit Behinderungen einen Lohnkostenzuschuss von bis zu 75 Prozent und entsprechende Unterstützungen erhalten.
  5. Kontakt zur Agentur für Arbeit aufnehmen. Dort gibt es den Arbeitgeber-Service. Wenn das Unternehmen Menschen mit Behinderung einstellen will, ist dies die Anlaufstelle, um Menschen mit Behinderungen zu rekrutieren und Fördergelder zu beantragen. Am besten sagt das Unternehmen gleich, in welchen Bereichen es sich vorstellen kann, einen Menschen mit Behinderung zu beschäftigen.
  6. Geduld ist die Mutter der Inklusion. Menschen mit Behinderung sind auch nur Menschen. Es heißt also nicht, dass gleich bei der ersten Person, die für eine Stelle infrage kommt, die Chemie dann auch stimmt. Für alle ist dieser Weg ein ungewohnter. Also nicht gleich frustriert sein, wenn etwas nicht klappt. Die Amtsmühlen mahlen langsam, aber es lohnt sich für die gute Sache gemeinsam durchzuhalten.

Um zum Abschluss Deichkind zu zitieren: „Denken Sie groß!“ Von Inklusion können alle profitieren – nicht nur Menschen mit Behinderung!

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9 Kommentare
Holm Hansen
Holm Hansen

Tolle Tipps, jedoch leider teilweise an der gelebten Wirklichkeit vorbei – denn die Gewinne durch die unfair bezahlten Werkstätten-Sklaven sind ungleich höher als „müsste“ man Menschen bezahlen, die doch tatsächlich für ihren Lebensunterhalt aufkommen müssen.

Da beißt sich die Katze in den Schwanz – StartUp’s fehlt oftmals das notwendige Geld, um fair (oder wenigstens Mindestlohn) zu zahlen. Andererseits lockt auch der sehr viel höhere Gewinn ohne andere Probleme an der „Backe“ zu haben. Gerade in Berlin gibt es viele Unternehmen, die sich nach mehr als 5 Jahren noch „StartUp“ nennen, eigentlich längst etabliert sind und dennoch ihre beschäftigten Mitarbeiter nicht am Wachstum und Erfolg teilhaben lassen. Hier siegt auch mal wieder Gier vor Moral, denn die Leute haben ja nur für den Erfolg gearbeitet, den die „Gründer“ dann abschöpfen.

Dann geht das Gejammer und die „fehlenden Fachkräfte“ wieder los, wobei da eigentlich nur ein weiteres Wort fehlt um den Kern der Sache zu treffen – billige.
Fehlende billige Fachkräfte – also Leute, die es irgendwie anders schaffen, den Lebenshaltungskosten in Deutschland zu entgehen.

Also weiter Augen zu und mehr tolle Tipps…

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Anne Gersdorff

Der Weg ist lang, doch wir hoffen wenigstens ein bisschen Bewusstsein geschaffen zu haben.

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Nico
Nico

Ich habe bei „Konsument*innen“ aufgehört mit lesen und t3n aus meinen Favoriten entfernt.

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Michael Ziegert

Tja, liebe t3n-Redaktion, an diesem Beitrag sind leider weder Form noch Inhalt stimmig.

Zur Form:
Wenn ein Beitrag nicht von der Redaktion oder beauftragten Journalist*innen stammt, dann nützt es nichts, sie als „Ratgeber“ zu deklarieren – es bleiben Meinungsartikel. Und diese sollten dann auch so benannt werden, insbesondere wenn schon eine der Autorinnen sich als „Aktivistin“ bezeichnet.

Genau aus diesem Grund schreibe ich gleich mal am Anfang, wo ich stehe: Ich bin Inhaber des Versandhauses ENTIA.DE. Wir vertreiben über 1200 verschiedene Produkte von über 100 sozialen Werkstätten in Deutschland – vorwiegend Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM).
Meine Position dürfte also klar sein: Ich habe eine andere Meinung als die Autorinnen – und werde dies gerne begründen.
Was den „Ratgeber“-Teil angeht: Ich habe mehrfach erfolgreich Internet-Startups gegründet, bin also in der Lage, der eigentlichen Zielgruppe (den Startuper*innen) Empfehlungen zu geben.

Zum Inhalt:

Vorab: Eine halbe Wahrheit ist bekanntlich schlimmer als eine Lüge. Viele Aussagen sind gar nicht per se falsch, zeigen die Fakten aber in einem falschen Licht. Und das macht es eigentlich noch schlimmer.

1. Was eine „faire Bezahlung“ ist, lässt sich diskutieren. Fakt ist, das die Werkstätten nicht alleine Wirtschaftsunternhmen sind, sondern zuallerst der (Wieder-)Eingliederung von Menschen in den ersten Arbeitsmarkt. Im Fordergrund steht es also, Menschen zu befähigen.
Die Werkstätten werden ausschließlich von gemeinnützigen Organisationen betrieben, arbeiten also nicht profitorientiert.

2. Den Begriff „Akkord“ zu verwenden, ist reine Polemik. Die Menschen in den Werkstätten stehen eben nicht unter Leistungsdruck. Im Gegenteil: Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen kommen nicht selten mit einem Burnout vom Ersten Arbeitsmarkt. Diese würden also bei Druck häufig sofort wieder „aussteigen“.
Menschen mit anderen Beeinträchtigungen sind ebenso nur mit positver Motivation zur Arbeit zu bewegen, nicht mit Druck.
In diesem Sinne sind Werkstätten und das dortige Arbeitsklima häufig Vorbilder für den Allgemeinen Arbeitsmarkt.

3. Dass die Werkstätten Menschen mit Assistenzbedarf auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt bringen, ist ihr erster und wichtigster Auftrag. Es ist also eher zu hinterfragen, ob es an den Werkstätten liegt, dass der Prozentsatz des Wechsels aus den Werkstätten heraus so niedrig ist. Viel häufiger liegt es sicherlich daran, dass viele der Klient*innen in Werkstätten dort eine gute, angemessene Arbeit haben, die an anderer Stelle so nicht zu leisten ist – nämlich durch die Untersützung von Fachleuten wie Sozialarbeitern, Ergotherapeuten etc. Aber auch, dass die viele Unternehmen heute nicht mehr ihre gesellschaftliche Verantwortung sehen.
Sicherlich ist es auch ein Beleg dafür, dass das „Budget für Arbeit“ noch nicht ausgereift ist, sondern als Sparmodell anzusehen ist.

4. „Menschen ohne Behinderung kommen in Werkstätten ausschließlich als Anleiter*innen und Vorgesetzte vor.“ Das ist (bewusst?) falsch. Beispielsweise gibt es Vertretungen wie den Werkstattrat.

Auf den zweiten Teil des Beitrags will ich gar nicht mehr eingehen – da werden ausschließlich Tips gegeben, die allgemein gut gemeint sind, aber Startup-Gründer*innen überhaupt nicht helfen – null komma null. Sie seien aber durchaus allen Unternehmen ans Herz gelegt, die sich etabliert haben (also auch wirtschaftlich).

Deshalb hier meine Empfehlungen an Startup-Gründer*innen:

Macht Euch klar, was Ihr wollt (gilt natürlich eigentlich immer)

Ich hatte in meinem Unternehmen schon zahllose Gründer*innen am Telefon, die sich Kontakte zu Werkstätten mit Behinderung wünschten. Dabei zeigten sich häufig genug Denkfehler.

1. Die Arbeit in Werkstätten ist nicht billig.
Wenn Ihr Menschen in den Werkstätten beschäftigen wollte, dann macht es nicht, um Geld zu sparen. Das wird nicht funktionieren. In den Werkstätten wird vieles von Hand gemacht (und zwar absichtlich), dabei gibt es aber kaum Skaleneffekte. Das millionste Produkte ist kaum billiger zu produzieren als das zehnte (mal vom Materialeinsatz abgesehen, der zumeist von zweitrangiger Bedeutung ist).

2. Die Werkstätten sind nicht flexibel.
Ihr wollt mal eben eine Klein-Serie produzieren? Dazu sind die Werkstätten nicht geeignet, weil häufig genug die einzelnen Arbeitsschritte sehr genau und individuell ausgearbeitet werden müssen. Das ist ein hoher Aufwand, der sich nur für größere Stückzahlen lohnt.

3. Die Werkstätten nehmen Euch keine Arbeit ab.
Ihr müsst genau wissen, wie das Produkt aussehen soll. Es ist nicht Aufgabe der Werkstätten, Euch in fachlicher Sicht zu beraten.

4. Die Werkstätten nehmen Euch nicht das Risiko ab.
Der Aufwand in den Werkstätten muss von Anfang an fair entlohnt werden. Wenn Ihr nicht restlos von Eurem Produkt überzeugt seid und bereit seid, dafür ein unternehmerisches Risiko (also auch finanziell) auf Euch zu nehmen, dann solltet Ihr erst gar kein Startup gründen.

Wenn Ihr jetzt immer noch denkt, dass es eine gute Idee ist, mit WfbM zusammen zu arbeiten, dann freue ich mich. Und empfehle das folgende Vorgehen: Sucht auf rehadat-wfbm.de eine Werkstatt mit der gewünschten Kompetenz in Eurer Region. Ruft an, fahrt hin. Schaut in die Werkstatt hinein, sprecht mit den Menschen. Ihr werdet unwahrscheinlich viele positive Menschen finden, die gerne bereit sind, etwas mit Euch zusammen auf Augenhöhe zu unternehmen.
Dann (und nur dann) seid Ihr auch in der Lage, jeglicher Polemik die Stirn zu bieten.

Sind die sozialen Werkstätten ein Allheilmittel auf dem Weg zur vollständigen Inklusion? Sicher nicht.
Alternativen zu schaffen ist gut und richtig – kann aber nicht mit Schwarz-Weiß-Malerei beginnen, in dem man die WfbM verteufelt.
Die sozialen Werkstätten sind großartige Unternehmungen mit tollen Menschen, die zu unterstützen absolut sinnvoll ist.

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Uwe
Uwe

Die Kritik ist in einigen Punkten berechtigt:

Es ist tatsächlich Akkord. Ich bin Unternehmensberater und habe auch Führungskräfte von NGOs und NPOs trainiert, darunter auch das Management von WfbMs. Mein Sohn arbeitet selbst in einer Werkstatt (100% Handicap).

Es gibt Tage (Einzelfälle), da wird auch in unzulässiger Weise Druck auf die Beschäftigten ausgeübt um Produktionsziele zu erreichen. Natürlich gehe ich dagegen vor.

Darüber hinaus ist die Bezahlung, wie angesprochen tatsächlich so niedrig und der Leistung nicht angemessen. Hierzu gibt es leider schon einige Gerichtsurteile, die das Verhältnis von Assistenzkosten und Arbeitsleistung als zulässige Verrechnungsmethode für die Entlohnung rechtfertigen. Ergänzt wird das um das Einkommen aus Grundsicherung, mit dem dazu gehörigen entwürdigenden Verfahren der Antragsstellung mit Bedürftigkeitsprüfung, beinahe jährlichen Widersprüchen und Auseinandersetzungen u.a. um Wohnungskosten, Einschränkungen der freien Wahl der Wohnung und des Ortes u.v.m.

Das ist eindeutig verfassungswidrig und steht im Widerspruch zur UN-Konvention für Behinderte.

Es trifft auch zu, dass das Budget für Arbeit 75 % der Kosten für die Eingliederung übernimmt. Doch genau so real sind auch die Zukunftsaussichten der deutschen Industriearbeitsplätze und den damit verbundenen zusätzlich erhöhten Schwierigkeiten qualifizierte Arbeitskräfte für den nächsten Automatisierungs- und Digitalisierungsschritt zu finden. Da passen Menschen mit besonderem Anforderungsprofil an die Arbeitsplatzgestaltung überhaupt nicht mehr hinein.

Dadurch dürfte zukünftig die Definition von „Menschen mit Behinderung“ für einen deutlich größeren Teil der Bevölkerung zukünftig zutreffen. KI und WfbM vertragen sich noch nicht!

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Anne Gersdorff

Vielen Dank für das Feedback und den ausführlichen Kommentar. Sehr gern würden wir mit Ihnen in einen tieferen Austausch gehen und uns mit Ihnen über unsere gegenseitigen Argumente und Erfahrungen verständigen. Wenn Sie daran Interesse haben, schreiben Sie uns gern an jobinklusive@sozialhelden.de
Viele Grüße Anne Gersdorff von JOBinklusive

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Bennet Jäger
Bennet Jäger

BEhindertenwerkstätten sind eine hervorragende Möglichkeit, um Behinderten eine gute Arbeit zu ermöglichen. Mal ehrlich, die meisten von ihnen würden keinen Arbeitstag in einer normalen Firma durchstehen. Behinderte müssen for der harten Arbeitswelt abgeschirmt und geschützt werden.

Antworten
Anne Gersdorff

Das sehen wir anders, explizit wenn diese Aussage von Menschen ohne Behinderung stammt. Auch Menschen mit Behinderungen haben ein Recht zu scheitern.

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Sören Neubert
Sören Neubert

Ich finde es ist ein sehr reißerischer und einseitig (negativ) geschriebene Artikel.

Ich selber Arbeite in einer Werkstatt für BERUFLICHE Teilhabe und kann dem Artikel nur sehr bedingt zustimmen. Zumal es viel Polemik ist. Vor allem sehe ich das Problem in erster Linie auf dem ersten Arbeitsmarkt. Wir, als Werkstatt machen eine ganze Menge für unsere Beschäftigten und ich lade immer und gerne jeden (auch t3n) ein, sich unsere Werkstatt mal von „innen“ anzusehen, zu verstehen und zu differenzieren. Denn nicht nur der Werkstattlohn ist ein Kriterium für und von Werkstatt! Denn Werkstatt ist für viele Beschäftigte vor allem auch soziales Umfeld, von dem sich die Gesellschaft und der erste Arbeitsmarkt in großen Teilen abgrenzt.

Viele Grüße
Sören Neubert

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