Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Startups

Startups: 5 PR-Tipps für mehr Erfolg im Netz [Startup Camp Berlin 2014]

PR-Tricks für Startups. (Foto: © lculig – Fotolia.com)

Wie können Startups eine nachhaltige Sichtbarkeit im Netz erzeugen, ohne Journalisten und potentielle Kunden mit inhaltslosen und werbeverseuchten Pressemitteilungen zu vergraulen? Antworten gibt die Startup-PR-Agentur Mashup auf dem Berliner Startup Camp.

Mit einem Missverständnis aufgeräumt – Das ist PR!

Auf die Frage, was PR eigentlich ist, sucht Nora Feist gar nicht erst nach komplizierten Definitionen – lieber räumt sie mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf: „PR wird leider viel zu oft mit einem Marketinginstrument verwechselt“, sagt sie und wirkt fast schon ein bisschen geknickt. Viele Startups würden in PR-Agenturen nur ein Mittel zum Zweck sehen, um das eigene Produkt im Netz zu platzieren. „Genau das ist aber nicht die Aufgabe von PR-Arbeit, vielmehr wollen wir Journalisten und Medien eine gute Story anbieten“, sagt sie.

PR-Tricks für Startups gibt die Agentur Mashup Communications auf dem Startup Camp in Berlin. (Foto: Mashup/Webseite)
PR-Tricks für Startups gibt die Agentur Mashup Communications auf dem Startup Camp in Berlin. (Foto: Mashup)

Feist ist Geschäftsführerin von Mashup Communications, einer PR-Agentur aus Berlin, die sich auf die Betreuung von Startups spezialisiert hat. Junge Unternehmen können durch PR-Agenturen – die auf Netzwerke, branchenspezifisches Wissen und Medienkompetenz zurückgreifen können – nachhaltige Sichtbarkeit im Netz aufbauen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Julia Beyer bietet Feist auf dem Startup Camp in Berlin einen zweistündigen Workshop unter dem Titel „Everyone has a story to tell: PR-Essentials for Startups“ an. Wir waren für euch dabei.

Jedes Startup hat eine Geschichte – also sucht und erzählt sie!

Journalisten lieben sie, Leser und potentielle Kunden erst recht: Geschichten! Und genau darum geht es in der PR: „Journalisten und Leser wollen eine relevante und authentische Story erfahren und keine Lobeshymnen auf das eigene Startup“, sagt Feist und erklärt mit einer Prezi-Präsentation, worauf es für Startups im Rahmen des unternehmerischen Storytellings ankommt.

„Effektive PR-Arbeit für Startups dank Storytelling.“

Unternehmerisches Storytelling? Das klingt erst einmal komplex, schwierig und wenig konkret. Und: Nicht jedes Startup kann eine virale Story à la Tuft & Needle vorweisen. Das muss man aber auch gar nicht. Oft lässt sich die Neugier bei Journalisten schon mit kleinen Storys aus dem eigenen Unternehmensalltag wecken. Um eine interessante Geschichte finden und anschließend unter Umständen den Medien anbieten zu können, muss man sie aber erst mal suchen. „Eine Startup-Story kann sich an vielen Ecken finden“, erklärt Feist. Demzufolge kann eine Geschichte über die Gründer, das Unternehmen an sich oder spezifisch am Beispiel des eigenen Produkts erzählt werden. Ist die nicht interessant genug, kann man beispielsweise auch etwas zur unternehmerischen Vision oder zu einem besonders interessanten oder verrückten Mitarbeiter erzählen. Storytelling für Startups kann man sich am besten als einen Mix aus klassischer Pressemitteilung und Content-Marketing vorstellen.

Startups: 5 PR-Tipps für mehr Sichtbarkeit im Netz

Was aber müssen Startups beachten, wenn sie eine Geschichte gefunden haben und die jetzt Journalisten, Zeitungen und Bloggern anbieten wollen? Nora Feist und Julia Beyer geben Gründern fünf Essentials für eine gesunde und nachhaltige Pressearbeit mit auf dem Weg:

1. Relevante Medien und Journalisten auswählen: „Macht zuerst eure Hausaufgaben!“, appelliert Beyer an die Teilnehmer des Workshops. Das heißt: Bevor eine Story Journalisten angeboten wird, müssen sich Startups die Frage stellen, welche Medien für sie relevant sind. Das umfasst das Lesen potentieller Fachmagazine und Blogs sowie den Abgleich der Inhalte mit dem eigenen Produkt und der eigenen Zielgruppe.

2. Schreibt für Leser, nicht für Journalisten: „Schreibt nicht für Journalisten, sondern für eure Leser – denn die wollt ihr erreichen!“, sagt Beyer. Sie hat Recht: In vielen Fällen werden Pressemitteilungen oder Storys so aufgebohrt, dass sie für Journalisten zwar interessant sind, am potentiellen Kunden (dem Leser, den ich erreichen will) aber inhaltlich völlig vorbeigehen. Deshalb sollten Storys vorrangig immer auf den Leser zugeschnitten sein. Gute Journalisten erkennen das und werden ihre Meinung gegenüber dem Startup oder dem Produkt schnell zurückstellen.

3. Keep it simple: Leser und potentielle Kunden von einer Geschichte oder einem Produkt zu überzeugen, bedeutet auch, das mit möglichst wenigen und einfachen Worten zu tun. Das Startup-Geschäft ist hochdifferenziert. Nicht jedes Jungunternehmen bietet ein Produkt, dass so selbsterklärend ist wie eine ToDo-App oder eine Smartwatch. Deshalb ist es vor allem bei abstrakten Geschäftsmodellen wichtig, Medien und Lesern eine Geschichte so zu präsentieren, dass auch die eigene Oma sie versteht.

4. Geschichten exklusiv anbieten: Ein ganz einfacher Trick, mit dem man Journalisten die eigene Startup-Story ganz schnell schmackhaft machen kann: Exklusivität. Leider verschenken viele Startups diese Chance, indem sie ihre Inhalte wahllos über Presseverteiler oder per Massen-Mails durch die Medienlandschaft streuen. Ein unüberlegter Schnellschuss, mit dem Gründer ihrem Startup nachhaltig schaden. Beyer rät: „Sollte ein Journalist eure Story trotz Exklusivität nicht überzeugen, akzeptiert in jedem Fall das Nein.“ So hält man sich die Tür für einen späteren Versuch offen, ohne den Journalisten mit penetranten E-Mails oder Anrufen die Zeit zu stehlen.

5. Bietet hochwertiges Pressematerial: Online-Journalisten verstehen ihr Texthandwerk – doch mindestens genauso wichtig ist die Arbeit mit multimedialen Inhalten wie Fotos oder Videos – so gewinnt man auch Leser. Kein Wunder also, dass rund 85 Prozent der Journalisten hochwertiges Pressematerial schätzen, weil es ihnen mehr Möglichkeiten bei der Berichterstattung bietet. Beyer gibt deshalb den Tipp, hochauflösende und professionelle Produktbilder, Screenshots und Fotos beziehungsweise Videos zum Produkt, dem Gründerteam und dem Unternehmen mitzuliefern. Stichwort: Presskit!

Welche Erfahrungen habt ihr in eurer Pressearbeit gemacht? Fehlen Tipps, die ihr in eurem Alltag beherzigt?

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

3 Reaktionen
Daniel Hüfner

Hallo diesel, Hallo Christian,

habe die Headline mal angepasst. Danke für euer Feedback!

Christian

Die Zusammenstellung ist gut und richtig. Wobei die Umsetzung oft viel schwieriger ist. Denn vor allem den Blick des Lesers einnehmen, ist um vieles schwieriger als es hier aufgeschrieben ist.

Und die Titulierung "PR-Tricks" finde ich nicht passend. Das impliziert so etwas von Manipulation.

diesel

keine ahnung was daran tricks sein sollen. ganz normale pr-basics.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst