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Modifizierte „Super-Pflanze“ reinigt Luft 30 Mal besser als normale Pflanzen

Dass Pflanzen auch natürliche Luftreiniger sind, ist nichts Neues. Ein französisches Unternehmen hat nun eine „Super-Pflanze“ entwickelt, die dabei neue Standards setzen soll.

Von Christian Bernhard
2 Min.
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Die Pothos-Pflanze ist die Grundlage für die "Super-Pflanze" von Neoplants. (Bild: Shutterstock / Firn)

Luftreiniger haben in der Corona-Pandemie eine Renaissance erlebt. Sie übernehmen dabei das, was in der Natur Pflanzen erledigen.

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Ein französisches Unternehmen versucht, diesen Grundgedanken auf die nächste Stufe zu hieven: Neoplants hat eine künstliche Pflanze entwickelt, die nach eigenen Angaben so viel Schadstoffe aus der Luft einer Wohnung filtern kann wie 30 normale Pflanzen. Neo P1, so der Name, ist eine biotechnische Version der beliebten Zimmerpflanze Pothos.

Neo P1 soll auch gefährliche Stoffe neutralisieren

Vier Jahre lang hat das Unternehmen an Neo P1 gearbeitet. Nun soll sie mehr können als gewöhnliche Luftreiniger, die Staub, Schmutz, Rauch oder Bakterien aus der Luft filtern. Neo P1 soll auch Schadstoffe bekämpfen, die unter dem Sammelbegriff flüchtige organische Verbindungen zusammengefasst werden. Solche befinden sich in allen möglichen Haushaltsgegenständen: von Möbeln und Reinigungsmitteln bis hin zu Farben, Polstern und Fußböden.

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Die gefährlichsten für die menschliche Gesundheit sind Formaldehyd, Benzol, Toluol und Xylol – sie können Krebs, Lungenprobleme und Herzerkrankungen zur Folge haben. Neo P1 soll auch diese gefährlichen Stoffe neutralisieren.

12.000 Quadratmeter großes Forschungslabor in Paris

Die Ingenieur:innen von Neoplants scheinen herausgefunden zu haben, wie man das Genom von Pothos so bearbeiten kann, dass es zusätzliche Photosynthese-Enzyme produziert. „Je mehr wir den Code der lebenden Organismen um uns herum aufdecken, desto mehr staunen wir über seine Eleganz und Komplexität, die durch Milliarden von Jahren der Evolution geschaffen wurden“, sagte Patrick Torbey, Mitbegründer von Neoplants, in einer Pressemitteilung.

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Pothos wurde deshalb ausgewählt, da die Pflanze robust und pflegeleicht ist, keine Pollen oder Samen produziert und schnell wächst, wodurch sie viel CO2 und flüchtige organische Verbindungen aufnehmen kann. Seit der Gründung im Jahr 2018 hat Neoplants mehr als 20 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln aufgebracht, von denen ein Teil für den Bau eines 12.000 Quadratmeter großen Forschungslabors in Paris, dem Hauptsitz des Unternehmens, verwendet wurde.

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Der Preis für Neo P1 hat es in sich

Bleibt noch zu klären, wie man an Neo P1 gelangt. Man kann sich jetzt schon auf die Warteliste setzen, zu Beginn des neuen Jahres sind dann Vorbestellungen möglich. Billig wird Neo P1 allerdings nicht: Laut singularityhub.com kostet sie mindestens 179 US-Dollar und damit etwa das 30-fache einer normalen Pothos-Pflanze.

Klar ist jetzt schon, dass alle Käufer:innen sich auch um Neo P1 kümmern müssen, wenn auch nicht so intensiv wie um normale Pflanzen. Wasser braucht sie im Winter alle drei Wochen und im Sommer alle zwei Wochen, und einmal im Monat müssen die Besitzer:innen die Erde mit Tropfen besprühen, die spezielle Bakterien enthalten, um ihr Mikrobiom im Gleichgewicht zu halten.

Von Wasser bis Wind: Das ist die Zukunft der Energiegewinnung 

Von Wasser bis Wind: Das ist die Zukunft der Energiegewinnung Quelle:
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Kommentare (4)

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MrX

Diese Pflanze hat im Original ganz andere Probleme:

PROP 65 WARNING: This product can expose you to some kind of chemicals, which is known to the State of California to cause cancer For more information, go to http://www.P65Warnings.ca.gov

Hel

Nö.
Glaub ich nicht!

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