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Ratgeber

t3n SEO-Check: Die besten SEO-Tools und preiswerte Alternativen im Vergleich

(Foto: Christian B. Schmidt)

SEO-Tools erleichtern den Suchmaschinenoptimierer-Alltag, indem sie Fleißaufgaben erledigen und datengetriebene Analysen ermöglichen. Doch welche sind die besten SEO-Tools und müssen sie immer teuer sein? Im zehnten t3n SEO-Check stellen wir zehn beliebte SEO-Tools vor.

Im t3n SEO-Check mit Christian B. Schmidt geben wir euch jede Woche Einblicke in die Suchmaschinenoptimierung anhand von Praxisbeispielen. Reicht eure Seite ein und lasst sie kostenlos checken. In der aktuellen Folge stellt euch Christian beliebte SEO-Tools vor.

Die besten Tools zur Sichtbarkeitsanalyse

Bei SEO dreht sich letztlich alles um Rankings zu den gewünschten Keywords. Tools zum Keyword-Monitoring gibt es daher viele. Sistrix war der erste Anbieter, der über die reinen Rankings hinaus eine zusammenfassende und leicht vergleichbare Kennzahl geschaffen hat. Der Sichtbarkeitsindex wird seit 2008 wöchentlich und mittlerweile auch täglich aufgezeichnet und basiert auf den Top-100-Rankings der 250.000 wichtigsten Keywords. Dadurch hat sich der Sistrix-Sichtbarkeitsindex (SI) zur Standard-Kennzahl insbesondere für den Wettbewerbsvergleich im General-Interest-Bereich etabliert. Für Nischenthemen und kleine Websites eignet sich der SI weniger, da hier zu wenige Daten für eine aussagekräftige Auswertung vorliegen. Eine hohe oder niedrige Sichtbarkeit muss also keinen direkten Rückschluss zum SEO-Erfolg geben. Das SEO-Modul von Sistrix kostet 100 Euro zuzüglich Umsatzsteuer monatlich und beinhaltet eine Reihe an auf Rankings basierende Reports. Hier kannst du Sistrix kostenlos testen (Provisions-Link).

22places.de hat als Reise- und Fotografie-Blog eine erstaunliche Sichtbarkeitsentwicklung hingelegt. (Screenshot: sistrix.com)

Eine preiswerte Alternative zum SEO-Modul von Sistrix ist Metrics-Tools. Neben dem günstigeren Preis bietet das SEO-Tool von Andreas Müller vor allem mehr Einblicke „unter die Haube“. So ist transparent, welche Rankings wie viel Einfluss auf die Sichtbarkeit haben. Im Sichtbarkeitsverlauf zeigt ein Tool-Tipp direkt die ausschlaggebenden Ranking-Änderungen an. Damit hat das Rätselraten und Veränderungslistenwälzen ein Ende und die Frage des Chefs oder Kunden, warum die Sichtbarkeit gefallen (oder gestiegen) ist, kann zumindest oberflächlich schnell begründet werden. Auch für die Detailauswertung spart man sich viel Zeit und kann direkt die Sorgenkinder oder Erfolgsfaktoren analysieren. Metrics-Tools kostet in einer abgespeckten Variante unter 20 Euro netto pro Monat. Die Vollversion kostet mit knapp 45 Euro zuzüglich Umsatzsteuer weniger als die Hälfte vom Sistrix-SEO-Modul. Hier kannst du Metrics-Tools kostenlos testen (Provisions-Link).

22places.de verdankt den letzten Sichtbarkeitsanstieg auch einem neuen Top-10-Ranking zum Keyword „Fotografie“. (Screenshot: metrics.tools)

Die besten Tools zur Onpage-Analyse

Die technische Optimierung ist immer noch eine wichtige Grundlage für SEO. Auch hier gibt es zahlreiche Anbieter, die das Crawling der eigenen Website unterstützen. Anhand eines Website-Crawls können systematisch technische und inhaltliche Fehler entdeckt werden. Ryte (ehemals Onpage.org) wurde, genauso wie alle anderen hier genannten Tools, von absoluten SEO-Profis gebaut. Ryte-Mitgründer Marcus Tandler zählt jedoch tatsächlich auch über unsere Landesgrenzen hinaus zur internationalen SEO-Elite. Das Onpage-Tool Ryte Website Success untersucht die Website anhand einer Best-Practice-Checkliste und weist in einer priorisierten Liste auf Fehler und Optimierungspotenziale hin. Dabei wird die Qualität der Website und des Contents genauso untersucht wie technische SEO-Aspekte.

Fehlerhafte Seiten oder unsichere Technologien schaden der Qualität einer Website. Schwer lesbare Texte oder kaputte Links beeinflussen die Qualität des Contents negativ. Indexierbarkeits-Probleme, fehlerhafte Canonicals oder interne Nofollow-Links sind klassische technische SEO-Probleme, die von Onpage-Tools wie Ryte aufgedeckt werden. Durch diverse Filtermöglichkeiten kann man der Fehlerursache auf den Grund gehen. Ryte ist ab knapp 90 Euro netto monatlich erhältlich und bietet neben der Website-Analyse auch ein WDF-IDF-Tool und eine Auswertung der Google-Search-Console-Daten. Hier kannst du die Ryte Software-Suite kostenlos testen (Provisions-Link).

pumpe24.de weist eine Reihe an kritischen SEO-Fehlern und eine geringe Content-Qualität auf. (Screenshot: ryte.com)

Eine Alternative zu Ryte-Website-Success ist das Site-Audit von Semrush. Das Tool bietet ebenfalls eine priorisierte Liste an Problemen. Das Dashboard bietet einen noch besseren Überblick als das von Ryte. Teilweise nimmt das Crawling auch weniger Zeit in Anspruch, außerdem kann man den Fortschritt eines Crawls verfolgen und mehrere Crawls leicht vergleichen. Neu ist auch eine übersichtliche Auswertung zur internen Verlinkung. Das Site-Audit ist Bestandteil der Semrush Software-Suite, die zahlreiche Tools auch für alle anderen SEO-Bereiche bereitstellt. Das gesamte Softwarepaket ist ab monatlich knapp 100 Euro netto erhältlich. Hier kannst du Semrush kostenlos testen (Provisions-Link).

Auch das Semrush-Site-Audit findet zahlreiche Fehler bei pumpe24.de, die dringend behoben werden sollten. (Screenshot: semrush.com)

Die besten Tools zur Keyword-Recherche

Ist das technische Fundament gelegt, entscheidet die richtige Content-Strategie oft über den SEO-Erfolg. Basis dafür bietet eine fundierte Keyword-Recherche, die Daten zu Suchvolumen und Wettbewerb beinhalten sollte. Semrush bietet hier mit dem Keyword-Magic-Tool eine umfassende Lösung. Auf Basis eines Haupt-Keywords erhält man eine Zusammenstellung aller relevanten Kombinationsbegriffe mit Suchvolumen, Schwierigkeitsgrad und vielen weiteren Kennzahlen. Besonders nützlich ist auch die Gruppierungsfunktion, die es leicht macht, Themenschwerpunkte zu erkennen. Auch das Gesamt-Suchvolumen zu allen Kombinationen und Gruppierungen ist eine wichtige Kennzahl, da die reine Sortierung nach dem Suchvolumen einzelner Begriffe auch fehlleiten kann. Das Keyword-Magic-Tool ist ebenfalls Bestandteil der Semrush-Software-Suite, die ab knapp 100 Euro zuzüglich Umsatzsteuer pro Monat erhältlich ist. Hier kannst du Semrush kostenlos testen (Provisions-Link).

Zum Haupt-Keyword „Urlaub“ zeigt das Keyword-Magic-Tool viele interessante Keyword-Gruppen für vtours.com. (Screenshot: semrush.com)

Eine völlig kostenlose und ebenfalls umfangreiche Alternative zum Keyword-Magic-Tool bietet Ubersuggest von Neil Patel. Auch hier gibt man einfach ein Haupt-Keyword ein und erhält dann Kennzahlen und Keyword-Ideen dazu. Die visuell ansprechende Aufbereitung ermöglicht es schnell, beispielsweise Keywords mit einen niedrigen Schwierigkeitsgrad zu erkennen. Statt mit der Gießkanne nur auch die meistgefragten, aber oft auch umkämpften Begriffe zu optimieren, findet man so schnell „Low-hanging Fruits“ mit weniger Wettbewerb. Die Daten können per Knopfdruck als CSV exportiert und beispielsweise in Excel weiterverarbeitet werden. Das kostenlose Ubersuggest-Tool bietet außerdem eine SERP-Analyse und soll künftig ausgebaut werden. Hier kannst du Ubersuggest kostenlos nutzen.

Ubersuggest zeigt für das Thema „Urlaub“ viele Keyword-Ideen und bietet einen grafisch ansprechenden Überblick. (Screenshot: neilpatel.com)

Die besten Tools zur Content-Optimierung

Nachdem die richtigen Keywords zur Optimierung ausgewählt wurden, steht als nächstes in der Regel die Erstellung von Texten an. Auch hierbei sollte ein datengetriebener Ansatz verfolgt werden, um bestmögliche Ergebnisse zu erreichen. Das Textanalyse-Tool Content-Experience von Searchmetrics bietet einen umfangreichen Text-Editor, der mit einer Vielzahl an Daten angereichert ist, um den optimalen Content zu verfassen. Natürlich können so auch bereits vorhandene Texte analysiert und optimiert werden. Keyword-Vorschläge, optimale Wortzahl, Satzstruktur und Lesbarkeit sind nur vier der vielen Analyse-Ergebnisse. Der Live-Editor ermöglicht es dem Verfasser, direkt den Impact seiner Änderungen auf den Optimierungsgrad (Content-Score) zu messen. Das erleichtert das Schreiben von relevanten Texten enorm. Leider hat das Ganze jedoch auch seinen Preis. Zwar kommuniziert Searchmetrics keinen Preis online, aber im Gespräch mit dem Vertrieb erhält man ein Angebot, das sich eher an Enterprise- und große Agenturkunden richtet. Gekoppelt an eine sonst für den Markt eher unüblich lange Mindestlaufzeit kommt schnell ein fünfstelliges Investment zusammen. Definitiv nichts für den Otto-Normal-SEO. Wer es sich leisten kann, erhält jedoch wohl die aktuell beste Gesamtlösung zur Content-Optimierung, da der ganze Content-Erstellungs- und Optimierungsprozess in der Content-Experience abgebildet ist. Hier kannst du eine Searchmetrics Content-Experience Demo anfordern.

Content-Experience zeigt für den Gartentrampolin-Text von kinder-trampolin-kaufen.de einiges Optimierungspotenzial. (Screenshot: searchmetrics.com)

Wer bereits Ryte-Kunde ist, weil er die oben empfohlene Onpage-Analyse nutzt, kann auch auf das im Preis enthaltene Content-Success-Modul zurückgreifen. Das basiert auf dem WDF-IDF-Verfahren und gibt neben der damit typischerweise verbundenen Textanalyse im Content-Editor ebenfalls konkrete Hilfestellungen zur Textoptimierung. Wer sich von der Vielfalt der Angaben bei Searchmetrics überfordert fühlt und keinen komplizierten Redaktionsprozess abbilden will, ist mit Content-Success von Ryte besser bedient als mit der Vielzahl an kostenlosen WDF-IDF-Tools, die aufgrund fehlender Filter und mangels Weiterentwicklung oft weniger hilfreich sind. Hier kannst du die Ryte-Software-Suite kostenlos testen (Provisions-Link).

Auch Ryte hat für den Gartentrampolin-Text von kinder-trampolin-kaufen.de noch Verbesserungsvorschläge. (Screenshot: Ryte)

Die besten Tools zur Backlink-Analyse

Ein besonders heißes Eisen in der SEO-Tool-Landschaft sind Backlink-Analysen. Da schädliche Backlinks seit den Penguin-Updates von Google massive Negativauswirkungen haben können, ist bei der Backlink-Analyse besondere Sorgfalt geboten. Hierzu zählt auch, dass man sich ein möglichst vollständiges Bild aller verlinkenden Seiten verschafft. Da es extrem aufwendig ist, alle Backlinks zu ermitteln, zeigen die meisten Tools nur einen Auszug aus ihrer eigenen Datenbank. Die Linkresearchtools (LRT) kombinieren bis zu 25 Backlink-Datenbanken miteinander und crawlen die Links für Reports erneut. Reports können für verschiedenste Zwecke erstellt werden. Besonders aufwendig ist die Risikobewertung der Backlinks. Die Linkresearchtools vom in Fachkreisen „Link-Papst“ genannten Christoph Cemper aus Wien sind also dementsprechend teuer. Abhängig von der Anzahl der Backlinks, die auch ohne eigenes Zutun schnell in die Hunderttausende gehen, kostet die Monatslizenz mindestens 359 Euro und geht schnell in die Tausende. Dafür konnten zahlreiche Unternehmen sich bereits durch die umfassenden Backlink-Analysen von Google-Abstrafungen rehabilitieren. Auch zum Linkaufbau und Wettbewerbsvergleich bieten die Reports viele Ansätze. Hier kannst du bei Linkresearchtools kostenlos die Anzahl deiner Backlinks abfragen.

Im Adhoc-Modus zeigt LRT mehr als 300 relevante Backlinks für appel-feinkost.de. (Screenshot: linkresearchtools.com)

Eine Alternative zu den besonders kostspieligen Linkresearchtools bietet wiederum Sistrix mit dem Link-Modul, das Kunden jedoch weitere 100 Euro netto pro Monat kostet. Dafür erhält man zu nahezu jeder Domain eine sehr schnelle Übersicht der wichtigsten Links, gepaart mit dem Sichtbarkeitsindex der Link gebenden Domain. Besonders hilfreich ist auch der Broken-Links-Report, der auf Backlinks zu Weiterleitungsseiten und Fehlerseiten hinweist. Wer Fan der Sistrix-Toolbox ist, sollte auch dieses Modul hinzubuchen. Ein Tipp für Sparfüchse: Die Abrechnung basiert auf dem Kalendermonat und man kann jederzeit zum Monatsende kündigen. Wer das Linkmodul also kurz vor dem Monatsende bucht und gleich wieder kündigt, zahlt nur anteilig für die übrigen Tage des laufenden Monats. So spart man eine Menge für einmalige oder gelegentliche Auswertungen. Hier kannst du Sistrix kostenlos testen (Provisions-Link).

Sistrix zeigt sofort über 900 Backlinks auf appel-feinkost.de, unter anderem von der Wikipedia. (Screenshot: sistrix.com)

Fazit: Die besten Tools bringen nichts ohne Menschenverstand

Trotz der besten SEO-Tools, fortschrittlichen Analysen und umfangreichen Daten darf eines nicht vergessen werden: Ohne Sach- und Menschenverstand sind diese Informationen wertlos. Nur mit praktischer Erfahrung und fundiertem Wissen können aus den Angaben der SEO-Tools die richtigen Schlüsse gezogen werden. Gerade die oft vereinfachten Kennzahlen können schnell fehlleiten. 100 Prozent SEO-Score bedeutet nicht gleichzeitig SEO-Erfolg. Auch kann die Optimierung auf den perfekten Wert zu viel Zeit und Geld kosten, ohne entsprechenden spürbaren Effekt. Selbst die Priorisierung der Tools muss in jedem Projekt hinterfragt und individuell neu festgelegt werden. SEO-Tools mieten ist also keine Suchmaschinenoptimierung. Die muss immer noch von Experten durchgeführt werden, die wissen, mit den Tools umzugehen.

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Eine Reaktion
Steven Broschart

Die aufgeführten Tools sind alle richtig und wichtig. Was bislang ein wenig fehlt sind Analysemöglichkeiten, auf die dann zugegriffen werden kann, wenn man seine üblichen "SEO-Hausaufgaben" erledigt hat.
So kann bspw. eine systematische SERP-Analyse recht komplex, aber ebenso aufschlussreich sein. Als Stand-Alone-SaaS-Tool ohne Beratung ist das allerdings schwierig:

https://rankanalyst.de/der-schachtel-shop-wirkung-von-user-signals-auf-das-ranking-1112/

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