News

Teslas Akkus verlieren über die Jahre kaum Leistung

Tesla-Werk im niederländischen Tilburg. (Foto: Aerovista Luchtfotografie / Shutterstock.com)

Wie ein engagierter Trupp Tesla-Fahrer durch akribische Datensammlung herausgefunden hat, verliert die Batterie eines Tesla weniger als zehn Prozent ihrer Kapazität innerhalb von rund 260.000 gefahrenen Kilometern.

Es ist die Unsicherheit, die Interessenten zögern lässt. Wie weit komme ich mit der Batterie und wie lange hält sie überhaupt? Die typischen Garantien der Hersteller sind dabei wenig ermunternd, denn Batterien werden gerne als Verschleißteile mit einer Minimalgarantie geliefert.

Forennutzer sammeln Daten von 350 Teslas

Die Nutzer eines niederländisch-belgischen Tesla-Forums wollten es wissen, berichtet Electrek. Wie hoch ist der Akkuverschleiß unter Echtbedingungen? Dazu bauten sie einen wachsenden Pool von derzeit 350 Tesla-Fahrzeugen auf und nahmen in strukturierter Weise deren Daten nach jedem Ladezyklus in ein öffentliches Google-Sheet auf, das derzeit allerdings nicht für jedermann einzusehen ist.

Für die ersten 100.000 Kilometer fanden die Datensammler einen relativ konsistenten Kapazitätsverlust von fünf Prozent. Nach dieser Kilometermarke verloren die Akkus zwar immer noch, aber nicht mehr so stark wie während der ersten 100.000 Kilometer. Insgesamt ist es über eine Reichweite von rund 260.000 Kilometern zu nicht einmal zehn Prozent Kapazitätsverlust gekommen. Die Trends der Berechnungen zeigen, dass ein Tesla voraussichtlich mehr als 300.000 Kilometer fahren muss, um die Kapazität der Batterie auf 90 Prozent zu senken.

Art und Frequenz der Ladung wirkt sich auf Verschleiß nicht aus

Da es im Rahmen der Datenerhebung auch Ausreißer, vor allem nach unten, gegeben hatte, versuchten die Data-Miner die Daten zum jeweiligen Ladezyklus etwa danach auszuwerten, wie oft die Batterien schnellgeladen wurden oder wie stark sie jeweils geleert waren. Es gelang ihnen allerdings nicht, Faktoren zu finden, die eine Erklärung für die Ausreißer hätten liefern können.

Die generelle Empfehlung lautet, Lithium-Ionen-Akkus nicht über 70 Prozent zu laden. Das kennen Smartphone- oder Laptop-Nutzer sicherlich aus jeder Gebrauchsanleitung. Elon Musk selbst empfahl auf Twitter eine maximale Ladung von 80 Prozent als alltagstaugliche Lösung.

Passend dazu: Teslas neue Supercharger sollen Ladezeit um die Hälfte verkürzen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
Teslainteressent
Teslainteressent

A propos Leistung:

Was für eine Anhängelast haben eigentlich ein Model 3 und S?
Kann ich damit meine E-Klasse ersetzen zum Pferdeanhänger ziehen (Gewicht mit zwei Pferden ca. 1,9 bis 2,1 Tonnen)? Oder meinen kleinen Anhänger mit 750kg Gesamtgewicht?

Danke und VG

Antworten
Dieter Petereit

Das Model X von Tesla ist das einzige Elektroauto mit Anhängelast.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung