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Umfrage: Fast 79 Prozent der Deutschen haben ein Smartphone

Eine Befragung der Marktforscher von YouGov zeigt: Die große Mehrzahl hat mittlerweile ein Smartphone. Dafür geht die Nutzung klassischer Medien zurück. Für Werbetreibende sind das wichtige Zahlen.

Von Enno Park
2 Min.
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So viele Deutsche haben ein Smartphone. (Foto: Shutterstock)

Zwölf Monate lang, von Januar 2017 bis Januar 2018, hat das britische Marktforschungsinstitut YouGov deutsche Nutzer per Online-Umfrage zu Mediennutzung und Geräten im Haushalt befragt – und die Ergebnisse mit einer ebenfalls einjährigen Umfrage von 2014/2015 verglichen. Besonders auffällig ist die Zahl der Mobiltelefone: Sie stieg von 46 auf 79 Prozent, wobei nur ein verschwindend geringer Anteil der Befragten noch ein klassisches Feature-Phone zu nutzen scheint. „Mobile first“ gilt also nicht nur im Webdesign, sondern mittlerweile allgemein, wenn Werbetreibende ihre Zielgruppen adressieren wollen.

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Interessant ist, dass die starke Verbreitung von Smartphones keine negativen Auswirkungen auf andere Digitalgeräte zu haben scheint. Im Gegenteil: Die Zahl der Laptops stieg von 37 auf 66 Prozent. Tablets verdoppelten sich auf fast 39 Prozent und sogar Digitalkameras sind heute erheblich weiter verbreitet als vor drei Jahren, und das obwohl in den meisten Telefonen Kameras guter Qualität eingebaut sind. Mobile Gadgets lösen also nicht PCs und Laptops ab, sondern vielmehr die klassische Unterhaltungselektronik. So ist die Zahl der Hifi-Anlagen ebenso zurückgegangen wie die Zahl der Fernseher. Wearables und Smartwatches sind mit jeweils um die fünf Prozent immer noch eher wenig verbreitet, lagen vor drei Jahren allerdings noch nahe der Nullmarke. Neu im Feld sind VR-Brillen wie Oculus Rift, die allerdings mit einem Prozent noch kaum eine Rolle spielen. Wesentlich stärker ist der Trend zu Smart-Home-Anwendungen. Bereits 13 Prozent besitzen entsprechende Geräte und weitere 52 Prozent können es sich vorstellen.

Nur noch 13 Prozent ohne Social-Media-Account

Für das Adressieren verschiedener Zielgruppen werden soziale Netzwerke weiterhin wichtiger. Nur noch etwas weniger als 13 Prozent geben an, bei gar keinem sozialen Netzwerk zu sein. Facebook bleibt mit großem Abstand die Nummer 1. 67 Prozent der Befragten sind dort Mitglied, was eine leichte Steigerung gegenüber der letzten Umfrage ist. Mit großem Abstand folgt Google+, das zwar auf mehr als 24 Prozent kommt, mutmaßlich aber viele Karteileichen enthält. Twitter konnte seinen Marktanteil auf fast 20 Prozent steigern und das Business-Netzwerk Xing seine 14 Prozent verteidigen. Besonders beliebt sind die eher bilderlastigen Dienste: Instagram und Pinterest liegen mit 21 und 14 Prozent auf den vorderen Plätzen und Snapchat konnte sich mit acht Prozent vervierfachen. Kuriosum am Rande: Noch immer haben fast zwölf Prozent der Befragten einen Account bei Stayfriends.

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Auch bei den Plattformen, auf denen die Apps laufen, ist einiges in Bewegung. Apple konnte bei den Smartphones auf mittlerweile etwa 18 Prozent zulegen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die große Mehrzahl der Telefone weiterhin mit Android läuft. Marktführer bleibt Samsung mit stabilen 40 Prozent. Alle anderen Anbieter liegen im einstelligen Prozentbereich und verlieren Marktanteile. Mit einer Ausnahme: Huawei konnte mit etwa 7,5 Prozent seinen Marktanteil fast verdreifachen. Die große Verbreitung von Android schlägt sich auch in der Nutzung der Browser nieder. Firefox liegt in Deutschland laut Umfrage mit 37 Prozent immer noch an der Spitze, Google Chrome ist ihm allerdings mit 32 Prozent relativ dicht auf den Fersen. Der Internet Explorer von Microsoft liegt mit fast 13 Prozent noch immer auf Platz 3, die anderen Browser fallen mit Ausnahme von Safari (acht Prozent) kaum ins Gewicht.

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Kommentare (1)

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Ettore Atalan

Ich gehöre also zu den 21 % ohne Smartphone, die
a) keinen Bock auf die miese Updatepolitik der Android-Smartphone-Hersteller haben und
b) sich auch nicht im goldenen iOS-Käfig einsperren lassen wollen.

PS: Der Akku in meinem Feature Phone feiert bald seinen 8. Geburtstag.

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