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Nach US-Wahl: Wird Trump bald von Twitter gekickt?

(Foto: Shutterstock)

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Sobald Donald Trump nicht mehr Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein sollte, verliert er bei Twitter auch seinen Status als „berichtenswerte Person“. Sollte er also erneut gegen Richtlinien verstoßen, könnte er gesperrt werden.

„Der lange nationale Albtraum von Twitter ist fast vorbei“, schreibt The Verge zum bevorstehenden Statusverlust des Noch-Präsidenten der USA bei Twitter. Das Verhältnis zwischen Trump und dem Kurznachrichtendienst kann getrost als schwierig und zerrüttet angesehen werden. Sollte er jedoch weiterhin eine ähnliche Wortwahl an den Tag legen wie zuletzt, könnte das Twitter-Konto @realDonalTrump bald Geschichte sein.

Trump wird nämlich die Twitter-Privilegien verlieren, die er aktuell noch genießt, wenn der neu gewählte US-Präsident Joe Biden am 20. Januar 2021 sein Amt antritt. Wie Twitter bestätigte unterliegt Trumps Account dann den selben Regeln wie das Konto eines jeden anderen Benutzers. Das bedeutet, dass Tweets, in denen zu Gewalt angestiftet wird oder bewusst Fehlinformationen zu Themen wie anstehenden Wahlen oder der Corona-Pandemie verbreitet werden, sanktioniert werden.

Eine Momentaufnahme, wie sie oft auf Trumps Account zu finden war. Statt den Tweets des Präsidenten sind nur Warnhinweise zu sehen. (Screenshot: Twitter / t3n)

Sonderstatus für führende Politiker

Bis jetzt blieben Beiträge des Präsidenten mit Inhalten dieser Art online, da Twitter spezielle Richtlinien auf führende Persönlichkeiten der Welt anwendet. Regelwidrige Inhalte bleiben nach wie vor sichtbar, wenn ein klarer Wert von öffentlichem Interesse darin besteht, einen bestimmten Tweet zugänglich zu halten. Davon ausgenommen sind jedoch auch Tweets der Regierungschefs, die Terrorismus fördern, Personen direkt Gewalt androhen oder mit sexuellem Missbrauch zu tun haben.

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Den Status der „führenden Persönlichkeit“ verliert Trump jedoch mit der US-Wahl und er wird von da an bei Twitter nur noch als Privatperson geführt. Mit Twitter würde Trump auch das wichtigste Sprachrohr seiner kompletten Präsidentschaft verlieren. Kein US-Präsident twitterte so wild um sich wie der Obama-Nachfolger.

Schon in der Wahlnacht bestand Trumps Twitter-Timeline quasi nur aus Warnhinweisen, da er permanent unbegründete Anschuldigungen wegen Betrugs und Fehlinformationen zum Wahlausgang verbreitete. Damit wird spätestens am 20. Januar 2021 Schluss sein, wenn Joe Biden ins weiße Haus einzieht und Trump wieder ein ganz normaler Twitter-Nutzer ist.

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3 Kommentare
Heinz Huldiger
Heinz Huldiger

„bewusst Fehlinformationen“ – Wer definiert das? Was sind heutzutage „Fehlinformationen“. Alles, was in den großen Medien nicht oder anders berichtet wird? Sind das Fehlinformationen? Wenn das die neue Definition ist, dann stehen uns allen schwere Zeiten bevor. Das wird uns den Feudalismus zurückbringen. Übt schon mal das Huldigen.

Antworten
Helmut
Helmut

Ganz einfach: Vorwürfe in den Raum zu werfen, ohne auch nur das geringste Indiz dafür zu liefern – geschweige denn Beweise -, sind unbedingt als „Fehlinformation“ zu bewerten – völlig egal, was die „großen Medien“ berichten.

Antworten
Chris
Chris

Fakten sind überprüfbar – alternative Fakten, Lügen. Da brauchen Sie sich hier gar nicht so aufzublasen. Sie haben sich offenbar sehr vom Trump-Narrativ einlullen lassen.

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