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Digitalstrategie bei Vedes: Wie der Spielwaren-Primus sich neu erfindet

Vedes stellt seine Digitalstrategie vor. (Foto: dpa)

Deutschlands größter Spielwarenhändler sucht ein neues Spielfeld in Form seiner Digitalstrategie. Das Traditionsunternehmen hat den digitalen Wandel im Blick und plant strategische Zukunftsprojekte. 

Vedes ist seit mehr als hundert Jahren ein bekannter Name im europäischen Spielwarenhandel. Die Einkaufsgenossenschaft macht heute europaweit mit rund tausend Einzelhändlern einen hohen dreistelligen Millionenumsatz – mit Spielwaren und Sportartikeln. Und obwohl das Kerngeschäft wohl nicht schlecht läuft – in den letzten Jahren übernahm die Gruppe mehrere Unternehmen – bemüht sich der Spielwarengroßhändler jetzt um ein zweites Standbein im E-Commerce. Wie das Unternehmen mitteilt, wolle man sich in Zukunft zur Plattform und zum B2B-Distributor für den gesamten Handel entwickeln.

Kapitalmarkt gibt Vedes Spielraum für neue Digitalstrategie

Der Fokus dieser Zukunftsstrategie liegt vornehmlich auf einer medienwirksamen Marken- und Marktoffensive auf allen verfügbaren Kommunikationskanälen, einer großen Digitalisierungsoffensive, neuen Partnermodellen sowie intensiven Logistikpartnerschaften mit Industrie und Handel. In den kommenden Monaten sollen bereits angestoßene strategische Zukunftsprojekte vorangetrieben werden, nachdem das Unternehmen aufgrund der günstigen Kapitalmärkte Schuldverschreibungen früher und günstiger refinanzieren konnte als geplant. Diese vorzeitige Rückzahlung werde das Finanzergebnis in den kommenden Jahren spürbar entlasten, heißt es in einer Mitteilung.

Nicht nur beim Spielzeug selbst hält die Digitalisierung Einzug. Auch Vedes als Spielwarenvertrieb erfindet sich gerade im Rahmen seiner Digitalstretgie neu. (Bild: AlesiaKan / Shutterstock)

Für den Spielwarenvertrieb ist das eine gute Möglichkeit, auf dem Kerngeschäft und den hier vorhandenen Geschäftsbeziehungen zu wachsen. So erklärt Thomas Märtz, Vorstandsvorsitzender bei Vedes: „Neben unseren langjährig etablierten Leistungen wie Einkauf, Logistik, Finanzdienstleistungen und Marketing werden wir zusätzliche Leistungspakete in unsere Serviceplattform integrieren, um die Handelspartner massiv zu stärken.”

Doch was hat das Unternehmen im Rahmen der neuen Digitalstrategie marketingtechnisch konkret vor? Bespielt werden sollen (neben Printmaßnahmen) „nahezu alle relevanten Onlinekanäle”. Damit dieses Performance-Marketing auch wirkungsvoll in Umsatz konvertiert, ist zudem ein Fenster für die Einzelhändler bei den wichtigen Online-Plattformen notwendig. Hier setzt Vedes gezielt auf Ebay, denn damit erhalte man Zugang zu 17 Millionen potenziellen neuen Kunden, auch solche, die den Retail eben nicht oder nicht mehr auf dem Schirm haben. Die Angebote werden hier in der zentralen Vedes-Markenwelt zusammengefasst.

Digitalstrategie: Vedes plant Digital-Future-Stores

Auch Cross-Channel-Marketing steht im Fokus – Vedes nennt das „virtuelle Regalverlängerung am Point of Sale“, beispielsweise über Click and Collect bis zum vollständigen Online-Shop. Geplant seien außerdem Digital-Future-Stores, zu denen das Unternehmen noch keine näheren Angaben macht, neue Nutzungsmöglichkeiten der Datenbank und die zentrale Steuerung der digitalen Vernetzung. Außerdem stehen im Zusammenhang mit der Digitalstrategie Investitionen in die Logistik-Infrastruktur und der Ausbau des Lagerverwaltungssystems im Fokus, denn sie bilden, so Vedes, das Rückgrat, um das Wachstum stabil und ertragsstark in der Zukunft fortzusetzen.

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