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Game-Entwickler bittet darum, sein Spiel nicht mehr zu kaufen

Wegen eines Streits mit Publisher Digerati bittet Entwickler Conrad Grindheim Spieler:innen, sein Game nicht mehr zu kaufen. Kern des Konflikts sind Performance-Probleme beim Konsolen-Release.

Von Christian Weindl
2 Min. Lesezeit
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In einem Youtube-Video meldet sich Entwickler Conrad Grindheim zu Wort und bittet darum, „The Outbound Ghost“ nicht mehr zu kaufen. (Screenshot: t3n)

Wie Eurogamer berichtet, meldete sich Game-Entwickler Conrad Grindheim in einem vor drei Tagen veröffentlichten Youtube-Video mit dem Titel „This happened to my Indie-Game“ (Das ist mit meinem Indie-Spiel passiert) persönlich zu Wort. Darin gibt er eher kryptisch bekannt, dass sich sein Verhältnis zum Publisher des von ihm entwickelten Spiels „The Outbound Ghost“ „aufgelöst“ habe.

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Probleme bei Konsolenversion von „The Outbound Ghost“ verärgern Entwickler

Außerdem beklagt Grindheim, dass Digerati sich weigere, Rechte und Kontrolle über das Spiel an ihn zurückzugeben und sogar von der jetzigen Situation profitiere. Genauer spezifiziert er diese Vorwürfe allerdings nicht.

Weil „The Outbound Ghost“ gerade nicht den Ansprüchen genüge, die Grindheim an sich und seine Spiele stelle, und sich die Probleme damit laut seiner Aussage künftig noch verschlimmern würden, sollten Spieler:innen Abstand davon nehmen, das Spiel zu kaufen. „Wir prüfen gerade rechtliche Schritte, um die Situation zu lösen und das Spiel zu schützen“, so Grindheim in seiner Video-Botschaft.

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Vorausgegangen war wohl eine schwere Frustration des Entwicklers über die starken Performance-Probleme beim Release seines Spiels auf der Nintendo Switch, denen der Publisher Digerati mit sich teils immer wieder verzögernden Patches beizukommen versuchte. Angeblich soll Grindheim sogar die Store-Page des Spiels auf Steam vorsätzlich zerstört haben, um weitere Käufe zu verhindern.

Digerati: Geschockt über Grindheims Verhalten

Auf die Vorgehensweise des jungen Programmierers reagierte man bei Digerati geschockt. In einem eigenen Statement meldet sich jetzt Chefin Sarah Alfieri, die das Unternehmen kürzlich nach dem Tod ihres Mannes Nick übernommen hat, auf Twitter zu Wort. Laut ihrer Aussage sei das Verhältnis mit Grindheim bis zum Konsolen-Release tadellos gewesen.

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Außerdem erklärt sie noch mal das Geschäftsmodell eines Publishers: Man habe dem Entwickler Geld gegeben, damit der sein Herzensprojekt verwirklichen kann und im Gegenzug die vollen Rechte für die Veröffentlichung erhalten. Die Performance-Probleme räumt Digerati schon lange ein und arbeitet daran. „Leider hat er [Grindheim] uns jetzt plötzlich rechtswidrig mitgeteilt, dass er den Vertrag auflösen wolle, und er benutzt sogar den tragischen Tod meines Ehemannes als Grund für die Auflösung“, so Alfieri in ihrem Statement.

Trotz allem möchte Alfieri das Verhältnis zu Grindheim aufrechterhalten und eine friedliche Lösung finden.

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dennis

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Publisher schlecht mit dem Entwickler umgeht. Ich finde es auch sehr ekelhaft, dass die Frau ihren toten Mann mit ins Verfahren einbringt, nur um auf emotionaler Ebene den Entwickler zu verunklimpfen. Weiterhin ist die Argumentation, man habe dem Entwickler Geld gegeben, damit dieser „sein Herzensstück vollenden kann“ sehr schwach. Sie sollen dafür aber die vollen Rechte bekommen und versuchen sich mit dieser schwachen Argumentation als Samariter darzustellen. Arm, wirklich arm.

Ich kenne die genauen Umstände nicht, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass Publisher meist die negativen Einflüsse sind.

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