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Sicher surfen: 15 VPN-Anbieter im Vergleich

(Foto: Shutterstock/ Ivan Kruk)

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Ein Virtual Private Network ist prima, um aus dem Corona-Homeoffice auf Firmendaten zuzugreifen. Aber welchen Dienst sollte man nehmen? 15 VPN-Anbieter im Vergleich.

Ohne VPN in einem öffentlichen WLAN surfen? Keine gute Idee, die eigene Haustür lässt man ja auch nicht sperrangelweit offen stehen. Aber nicht nur dabei schafft ein Virtual Private Network Abhilfe. Auch wenn es um das Umgehen von lästigem Geoblocking oder anonymeres Surfen geht, ist ein VPN ratsam.

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Denn ein VPN baut euch einen Kommunikationstunnel zu eurem Surfziel. Dadurch könnt ihr euch frei im Internet bewegen, aber mit einer verschlüsselten Verbindung, die von außerhalb des Tunnels niemand einsehen kann.

Arbeitgebern bietet das derzeit vor allem den Vorteil, Beschäftigte aus dem Corona-Homeoffice ins Firmennetzwerk einzubinden. Auf diese Weise sind interne Dienste oder Daten weiterhin erreichbar, ohne sie zu Hause speichern zu müssen.

Große Arbeitgeber mit ausgewachsener IT-Abteilung können meist auf eine maßgeschneiderte Infrastruktur mit eigenen VPN-Servern zurückgreifen. Wer jetzt auf die Schnelle einen Kommunikationstunnel graben muss, kann aber alternativ auf Fertiglösungen von einem der vielen VPN-Dienstleister setzen.

VPN-Anbieter im Vergleich: Worauf es ankommt

Der Markt der VPN-Dienste ist groß und zählt einige schwarze Schafe. Immer wieder fallen unseriöse Anbieter durch den Verkauf von Daten auf. Google und Apple haben bereits viele mobile Anwendungen wegen Schnüffelei-Verdachts aus den App-Stores geschmissen. Wir berücksichtigen keinen dieser VPN-Anbieter im Vergleich.

Gerade wegen des Datenrisikos lohnt es sich, nicht am falschen Ende zu sparen. Denn ein Bezahl-Abo erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Dienstleister sich nicht an den Kundendaten vergreift, um sich dadurch zu finanzieren.

Außerdem leiden bei kostenlosen Anbietern oft die Geschwindigkeit der Verbindung und die eigene Privatsphäre. Wichtig bei der Auswahl eines Anbieters sind deshalb klare AGB: Sie müssen besagen, dass keine Logs der Kunden gespeichert werden und dass ein verschlüsselter VPN-Standard genutzt wird. Ein Datendiebstahlrisiko durch Sicherheitslücken und Hackerangriffe ausschließen können allerdings selbst anerkannte Dienste wie Nord VPN nicht.

Große VPN-Anbieter lassen Nutzer unterschiedliche Standorte auf der Welt wählen, je nach Einsatzzweck. Einige bieten auch eigene Clients mit Features an, die etwa die Internetverbindung in einem unbekannten WLAN-Netzwerk kappen, wenn keine Verbindung zum VPN-Server hergestellt werden kann. Im großen Markt probieren viele, sich über spezielle Features abzuheben. Daher lohnt sich ein vergleichender Blick auf die jeweilige Website.

Preislich fahren viele Anbieter ein ähnliches Modell. Entweder bucht ihr teurere monatliche Abos oder günstigere Pakete für mindestens ein halbes Jahr. Bei längeren Zeiträumen lässt sich, auf den Monat bezogen, oft die Hälfte sparen. Die meisten Pakete sind auf drei bis fünf Geräte beschränkt, bei Mehrbedarf lässt sich aber meist ein höheres Paket buchen.

Mullvad

Mullvad als VPN-Anbieter im Vergleich

Der VPN-Anbieter Mullvad setzt vor allem auf Anonymität – auch bei den Account-Daten (Screenshot: Mullvad VPN/t3n.de)

Der schwedische Anbieter Mullvad setzt vor allem auf Privatsphäre. Neben Verschlüsselung und Verzicht auf Logs lässt sich ein Account komplett anonym anlegen, nicht mal eine E-Mail-Adresse wird benötigt. Jeder Nutzer bekommt eine Account-Nummer und kann diese aufladen. Neben relativ anonymen Zahlungsmitteln wie Kryptowährungen stehen aber auch Paypal oder Kreditkarten zur Auswahl. Es gibt nur ein einfaches Preismodell: Fünf Euro im Monat zahlt jeder Nutzer. Der eigene Client ist Open Source und für macOS, Windows, iOS, Android und Linux verfügbar. Mullvad kann mit fast 600 Serverstandorten in über 35 Ländern aufwarten.

Nord VPN

NordVPN speichert keine Daten der Nutzer. (Screenshot: NordVPN)

NordVPN speichert keine Daten der Nutzer. (Screenshot: NordVPN/t3n.de)

Ein weiterer VPN-Anbieter im Vergleich mit Fokus auf Privatsphäre ist Nord VPN*. Laut eigenen Angaben speichert er keine Daten der Nutzer und verschlüsselt den Traffic sogar doppelt. Trotzdem gelang es, über einen Hack an Nutzerdaten heranzukommen, wie im Oktober 2019 bekannt wurde. Der Anbieter hat gleich darauf seine Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. In 59 Ländern stellt Nord VPN fast 6.000 Server bereit. Neben Apps für alle gängigen Plattformen und Android TV hat der Anbieter auch Erweiterungen für Chrome und Firefox parat. Mit einem einzigen Konto lassen sich bis zu sechs Geräte sichern. Für einen Monat verlangt Nord VPN 10,63 Euro. Bei jährlicher Zahlung sinken die monatlichen Kosten auf 6,22 Euro. Zwei- und Dreijahrespakete reduzieren die monatliche Rate zusätzlich.

F-Secure Freedome

F-Secure Freedome und andere VPN-Anbieter im Vergleich

Aus dem Hause F-Secure gibt es den VPN-Dienst Freedome. (Screenshot: F-Secure Freedome VPN/t3n.de)

Aus dem Hause F-Secure gibt es das Produkt Freedome als VPN-Dienst*. Auch der finnische Anbieter setzt auf einen verschlüsselten Standard und legt keine Logs an. Freedome lässt sich auf macOS, Windows, iOS und Android nutzen. Virtuelle Serverstandorte realisiert F-Secure in 23 Ländern. Damit ist er einer der kleineren VPN-Anbieter im Vergleich. Er bietet ein- oder zweijährige Lizenzen und staffelt die Preise nach der Anzahl der Geräte, auf denen ihr den Client verwendet. Los geht es bei 30 Euro für die Jahreslizenz mit drei Geräten. Im zweiten Jahr erhöht sich der Preis auf 50 Euro.

Hide.me

Hide.me hat 1.700 Server an 70 Standorten auf der ganzen Welt. (Screenshot: hide.me)

Hide.me hat 1.700 Server an 70 Standorten auf der ganzen Welt. (Screenshot: hide.me/t3n.de)

Auch Hide.me* betont auf der eigenen Website, Nutzerverbindungen mit AES-256 stark zu verschlüsseln und keine Logs davon anzulegen. Außerdem behauptet der Anbieter selbstbewusst, Downloads mit einer „unglaublich schnellen Geschwindigkeit“ bis hin zu Gigabit-Niveau gewährleisten zu können. Ferner ist Hide.me einer der VPN-Anbieter im Vergleich mit dem umfangreichsten Geräte-Support. Clients liefert er für macOS, Windows, Linux, iOS, Android und Amazon Fire OS. Browser-Erweiterungen sind für Chrome und Firefox zu haben. Darüber hinaus unterstützt Hide.me einen speziell für VPN-Verbindungen vorkonfigurierter Router der Marke Vilfo. Nutzer können ihre Verbindung über einen von 1.700 Servern an über 70 Standorten auf allen Kontinenten laufen lassen. Dafür verlangt der Anbieter im günstigsten Fall nichts. Allerdings ist dieser Free-Tarif auf zehn Gigabyte monatlichen Traffic begrenzt und erlaubt nicht mehr als eine aktive Verbindung. Für das uneingeschränkte Angebot fallen pro Monat 13 Euro Euro an. Bucht ihr eine ein- oder zweijährige Lizenz, sinken die monatlichen Kosten auf 8,33 beziehungsweise fünf Euro.

Tunnelbear

Neben Clients für Computer und Smartphones bietet der VPN-Dienst Tunnelbear auch Browser-Erweiterungen an. (Screenshot: tunnelbear.com)

Neben Clients für Computer und Smartphones bietet der VPN-Dienst Tunnelbear auch Browser-Erweiterungen an. (Screenshot: tunnelbear.com/t3n.de)

Ein weiterer VPN-Service mit verschlüsseltem Standard und ohne Logs ist Tunnelbear*, von dessen Entwicklern auch der Passwordmanager Remembear stammt. Tunnelbear-Apps sind bis auf Linux für die üblichen Plattformen verfügbar. In Chrome, Firefox und Opera lässt sich eine Erweiterung installieren. Die Serverstandorte von Tunnelbear verteilen sich auf 23 Länder. Wollt ihr den Dienst zunächst unverbindlich ausprobieren, greift ihr dafür zum Gratis-Angebot. Der Traffic ist dabei allerdings auf schmale 500 Megabyte begrenzt. Dieses Limit entfällt dagegen in der Pro-Variante, die mit zehn US-Dollar pro Monat zu Buche schlägt. Entscheidet ihr euch stattdessen für einen Jahresvertrag, sinkt die monatliche Rate auf 3,33 Dollar.

Express VPN

Neben den Apps für die üblichen Plattformen gibt es von ExpressVPN auch Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox. (Screenshot: expressvpn.com)

Neben den Apps für die üblichen Plattformen gibt es von ExpressVPN auch Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox. (Screenshot: expressvpn.com/t3n.de)

Wie fast alle Dienste in dieser Auflistung setzt auch Express VPN* auf einen Standard mit 256-Bit-Verschlüsselung und versichert, keine Logs anzulegen. Für Express VPN spricht als VPN-Anbieter im Vergleich die außerordentlich große Geräte-Auswahl. Neben Apps für die gängigen Betriebssysteme sind auch Versionen für Router, den E-Reader Kindle, alle populären Spielekonsolen, Smart TVs und Streaming-Adapter erhältlich. Als Browser-Erweiterung ist Express VPN für Chrome und Firefox verfügbar. Für eure Verbindung könnt ihr einen von 160 Serverstandorten auf allen Kontinenten wählen. Wollt ihr mit einem monatlich kündbaren Tarif flexibel bleiben, fallen für jeden Monat 12,22 Euro an. Bucht ihr alternativ eine jährliche Lizenz, kostet der Dienst 7,85 Euro im Monat.

IP Vanish

IPVanish Webseite

IP Vanish ist mit 1.400 Servern in mehr als 75 Ländern einer der großen VPN-Anbieter auf dem Markt. (Screenshot: ipvanish.com/t3n.de)

„No Hackers, no Firewall, no Government“ – recht plakativ erklärt, IP Vanish den Einsatzzweck seines VPN-Dienstes. Das Angebot ist trotz aller Marktschreierei ganz konventionell. IP Vanish verschlüsselt Verbindungen mit 256 Bit und dokumentiert diese nicht in Logs. Bis zu zehn Verbindungen gleichzeitig schleust der Dienst durchs Internet. Über die gängigen Plattformen hinaus unterstützt IP Vanish auch Linux, Amazons Streaming-Adapter vom Typ Fire TV, Router und den Chrome-Browser. Einwählen könnt ihr euch in einen von 1.400 Servern in über 75 Ländern. Wer auf schnelle Downloads großer Datenpakete wert legt, freut sich, dass der Dienst die Geschwindigkeit eigenen Angaben zufolge nicht drosselt. Ein Monat IP Vanish zu nutzen kostet fünf Dollar. Schlagt ihr gleich für ein Jahr zu, reduziert sich der monatliche Preis auf 3,25 Dollar. In jedem Fall inklusive sind neuerdings 250 Gigabyte Cloud-Speicherplatz vom Anbieter Sugarsync, was das Angebot finanziell besonders reizvoll gestaltet.

Cyberghost VPN

Cyberghost unterstützt besonders viele Geräte, unter anderem auch Smart-TVs. (Screenshot: cyberghostvpn.com/t3n.de)

Cyberghost unterstützt besonders viele Geräte, unter anderem auch Smart-TVs. (Screenshot: cyberghostvpn.com/t3n.de)

Cyberghost* ist ein weiterer der VPN-Anbieter im Vergleich, der besonders viele Geräte mit eigenen Apps unterstützt. Neben Computern und Mobilgeräten mit bekannten Betriebssystemen zählen auch die Streaming-Adapter Fire TV und Apple TV sowie smarte Fernseher von Samsung, LG oder mit Android TV dazu. Die Verbindungen verschlüsselt Cyberghost mit 256 Bit und legt davon keine Logs an. Angesichts der Auswahl von über 6.000 Servern an 112 Standorten in 89 Ländern habt ihr sehr viele Möglichkeiten, eure IP-Adresse zu anonymisieren. Bei monatlicher Buchung verlangt Cyberghost 13 Euro für seinen Dienst. Im Fall einer Jahreslizenz sinkt der monatliche Preis auf sechs Euro. Zwei- und Dreijahrespakete sind ebenfalls buchbar.

VPN Unlimited

VPN Unlimited Webseite

VPN Unlimited ist einer der VPN-Anbieter im Vergleich, der Logs anlegt. (Screenshot: VPN Unlimited/t3n)

Ein bekannter Name bei VPN-Diensten ist VPN Unlimited*. Zwar setzt auch dieser Dienst auf eine branchenüblich hohe Verschlüsselung mit dem Standard AES-256. Komplett anonymisiertes VPN ohne Logging bietet er aber nicht. Bestimmte Verbindungsdaten speichert Entwickler Keepsolid zumindest vorübergehend. Als in den USA beheimateter Anbieter ist ohnehin nicht prädestiniert für Dienste rund um Privatsphäre. Für den Dienst spricht wiederum eine breite Geräte-Abdeckung. Alle gängigen Betriebssysteme, Browser und Streaming-Adapter bedenkt er mit eigenen Apps. Router und NAS-Laufwerke lassen sich manuell für den Einsatz von VPN Unlimited konfigurieren. Geoblocking könnt ihr durch über 400 Server an über 80 Standorten weltweit umgehen. Für Verbindungen auf fünf Geräten zahlt ihr monatlich zehn Dollar. Bucht ihr den Dienst gleich ein ganzes Jahr, kostet er monatlich nur die Hälfte. „Lebenslang“ nutzen könnt ihr VPN Unlimited, wenn ihr einmalig 200 Dollar zahlt. Wollt ihr bis zu zehn Geräte per VPN mit dem Netz verknüpfen, wird es teurer.

Hide my Ass

Hide my ass Webseite

190 Länder – mehr Standorte als HMA (ehemals Hide my Ass) deckt keiner der VPN-Anbieter im Vergleich ab. (Screenshot: hidemyass.com/t3n.de)

„Hide my Ass“ war womöglich ein etwas zu flapsiger Name für Business-Kunden. Inzwischen bevorzugt der zur Avast-Gruppe gehörende VPN-Dienst HMA* als Marke. Er setzt voll auf Geoblocking als Anwendungszweck und bezeichnet sich als „einzigen Top-VPN-Provider, der die ganze Welt abdeckt.“ Tatsächlich stellt HMA in 190 Ländern Server bereit, allerdings insgesamt nur eine Zahl von 290. Das ist aber nur dann ein Problem, falls ihr euch vorübergehend die IP-Adresse einer ganz bestimmten Stadt zulegen wollt, die dann womöglich nicht verfügbar ist. Komplett logging-frei ist der Dienst nicht. Bestimmte Verbindungsdaten wie etwa Zeitstempel, das Subnetz der IP-Adresse und die Menge der übertragenen Daten speichert HMA 30 Tage lang. Das soll vor allem der Wartung und besseren Bereitstellung des Services dienen, macht Nutzer allerdings auch deutlich identifizierbarer. Für den Dienst zahlen Kunden elf Euro für einen Monat. Beim Abschluss eines Jahrespakets sinkt die monatliche Summe auf sechs Euro. HMA lässt sich auf macOS, Windows, iOS und Android installieren sowie auf Routern einrichten.

Zenmate

Zenmate Webseite

Ein VPN-Anbieter „Made in Germany“ ist Zenmate. (Screenshot: Zenmate/t3n.de)

Ein seit Jahren bekannter und in Berlin ansässiger VPN-Dienst ist Zenmate*. An die DSGVO gebunden, hängt das Unternehmen Zenguard die Privatsphäre deutlich höher als US-amerikanische Dienste das können. So verspricht Zenmate 100-prozentige Anonymität und sichert zu, keine Logs jeglicher Art zu speichern. Mit virtuellen Standorten in 74 Ländern ist der Dienst ein guter Allrounder, wenn es darum geht, Geoblocking auszuhebeln. Die Auswahl an Clients ist ebenfalls groß. Alle gängigen Betriebssysteme, Browser und Streaming-Adapter sind abgedeckt. Mit Software für Chromebooks und Rasperry Pi sticht Zenmate sogar heraus. Für einen Monate mit Zenmate werden elf Euro fällig. Bucht ihr ein halbes oder ganzes Jahr im Voraus, wird es monatlich günstiger. Aktionsweise ist derzeit ein Abo über 18 Monate zum Preis von insgesamt 40 Euro zu haben.

Surfshark

Surfshark Webseite

Surfshark lässt sich sogar auf Xbox- und Playstation-Konsolen installieren. (Screenshot: surfshark.com/t3n.de)

Mit einem digitalen Neoprenanzug vor Datenkraken schützen will euch der Anbieter Surfshark*. Angesichts einer 256-Bit-Verschlüsselung eurer Verbindungen und einer strikten „No Logs“-Hauspolitik schafft er schon einmal gute Voraussetzungen dafür. Surfshark wirbt damit, dass ihr unbegrenzt viele Geräte gleichzeitig mit dem VPN-Dienst verbinden könnt. Da trifft es sich gut, dass der Anbieter auch Apps für diverse Plattformen bereitstellt. Die gängigen Computer- und Mobilsysteme sind ebenso vertreten wie Smart TVs, Apple TV und Fire TV sowie Xbox- und Playstation-Konsolen. Surft ihr mit dem Chrome- oder Firefox-Browser, installiert ihr eine Erweiterung. Ihr könnt euch in mehr als 1.000 Serverstandorte in über 60 Ländern einwählen. Damit euch die aktive VPN-Umgebung nicht vom Onlinebanking oder ähnlichen Anwendungen aussperrt, setzt ihr Apps und Websites bei Bedarf auf eine Whitelist. Wollt ihr flexibel bleiben und daher Monat für Monat buchen, berechnet Surfshark rund zehn Euro pro Abrechnungszeitraum. Zahlt ihr gleich ein ganzes Jahr im Voraus, sinkt der monatliche Preis auf fünf Euro. Im Zweijahrespaket von Surfshark fallen unter zwei Euro pro Monat an.

Proton VPN

Proton VPN Webseite

Um datenschutzsensible Nutzer buhlt Proton VPN mit dem Image der Schweizer Verschwiegenheit. (Screenshot: protonvpn.com/t3n.de)

Am allerwichtigsten ist, dass ein VPN-Dienst in Bezug auf eure persönlichen Informationen dichthält. Aus diesem Grund spielt Proton VPN* wohl ganz bewusst auf die Verschwiegenheit des Schweizer Dienstleistungsgewerbes an, wenn er seine Herkunft im Alpenland betont. Als Argumente wirft der Anbieter namens Proton Technologies eine starke Verschlüsselung mit AES-256 und 4.096-Bit RSA, eine strikte „No Logs“-Hauspolitik und das prüfende Auge der Community auf die Open-Source-Software in den Ring. Damit ihr ohne Geobeschränkung im Internet surfen könnt, stellt Proton VPN 785 Serverstandorte in fast 50 Ländern bereit. Clients sind für macOS, Windows, Linux, iOS und Android verfügbar. Im günstigsten Fall nutzt ihr den Dienst kostenlos, sofern euch Serverstandorte in drei Ländern, eine aktive Verbindung und die gedrosselte Geschwindigkeit des Gratis-Tarifs genügen. Für Zugriff auf alle Standorte, mehr gleichzeitig verbundene Geräte, höchstmögliches Surftempo und weitere Funktionen verlangt Proton VPN gestaffelt monatlich vier, acht oder 24 Euro.

Shellfire

Shellfire Webseite

Shellfire aus dem hessischen Bad Vilbel spricht gleichermaßen VPN-Einsteiger wie ambitionierte Netzwerktüftler an. (Screenshot: shellfire.de/t3n.de)

Geht es um die Sicherheit ihrer Daten, ist vielen deutschen Nutzern die Heimat einfach am nächsten. Genau auf dieser Klaviatur spielt der Anbieter Shellfire aus dem hessischen Bad Vilbel mit seinem Slogan „Deutscher Anbieter – weltweites Netz“. Den Anspruch bekräftigt der Dienst mit einer 256-Bit-Verschlüsselung und dem Versprechen, keinerlei Verbindungsdaten zu loggen. Mit Serverstandorten in 37 Ländern ist er einer der breiter aufgestellten VPN-Anbieter im Vergleich, wobei andere trotzdem ein deutlich dichteres Netz zu bieten haben. Clients stellt Shellfire für macOS, Windows, iOS und Android bereit. Zusätzlich ermöglicht der Dienst ambitionierten Anwendern, den Zugang per OpenVPN, PPTP und IPsec in Eigenregie einzurichten. Das monatliche Abo kostet im Normalfall elf Euro, sinkt aber auf unter sieben Euro, wenn ihr gleich ein oder zwei Jahre im Voraus bucht. In allen Bezahltarifen setzt Shellfire dem Surftempo und dem Transfervolumen kein Limit. Wenn euch dagegen eine Geschwindigkeit von 1.000 Kilobit pro Sekunde und Server in zwei Ländern genügen, könnt ihr sogar zum Null-Tarif in Shellfires VPN surfen. Allerdings sinkt dann auf dem Papier auch das Sicherheitsniveau, weil in dem Fall nur eine halb so starke 128-Bit-Verschlüsselung zum Einsatz kommt.

Outline als VPN-Anbieter im Vergleich

Outline VPN Webseite Screenshot

Outline lässt sich auf einem eigenen Server aufsetzen. (Screenshot: getoutline.org/t3n.de)

Mit Outline von Alphabet-Tochter Jigsaw haben wir einen VPN-Anbieter im Vergleich, der aus zwei Gründen aus dem Teilnehmerfeld heraussticht. Zum einen handelt es sich um einen individuellen VPN-Dienst, den Nutzer auf eigener oder beim Hoster gemieteter Infrastruktur laufen lassen können. Eine Manageranwendung ermöglicht die Server- und Nutzer-Konfiguration. Zum anderen richtet sich Outline speziell an Journalisten und Nachrichtenagenturen. Daher soll er einen sicheren Internetzugang zum Recherchieren und Veröffentlichen bieten, den Nutzern aber nicht zu viel Technik-Affinität abverlangen. Deshalb hat Jigsaw die Software auf möglichst einfaches Einrichten und Verwalten getrimmt. Die Verwaltungsanwendung ist für macOS, Windows und Linux erhältlich, die eigentliche Verbindungsoftware von Outline gibt es zusätzlich für Android, iOS und Chrome OS. Kosten fallen für den Einsatz der Open-Source-Software nicht an. Nur Hostinggebühren sind einzukalkulieren. Dafür müssen Nutzer in puncto Sicherheit selbst aktiv werden, weil sie sich nicht auf Abwehrmaßnahmen eines professionellen VPN-Dienstleisters verlassen können.

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8 Kommentare
oX_Triangle
oX_Triangle

habe mich doch stark gewundert dass hier PREMIUMIZE.ME als VPN-dienst
nicht erwähnt wurde, zumal es als multihost-, usenet- und torrentdownloader
noch einen mehrwert bietet, und günstiger als andere ist weil
das jahrespaket zu feiertagen etwas unter 4€/monat kostet.

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Xyz00777
Xyz00777

Hi,
Schöner Artikel muss ich schon sagen, vor allem sehr passend zu unserer aktuellen Zeit.
Nur muss ich anmerken das meiner Ansicht nach VyperVPN fehlt. Vor allem da er ein sehr günstiger als auch sehr guter VPN Anbieter ist mit eigenen Server auf der ganzen Welt und auch im Business Bereich unterwegs ist und sogar seine eigene Verschlüsselung hat mit der Bahn auch vpn aus Länder wie China zb benutzen kann und er ist auch Geräte übergreifend nutzbar (Android, IOS, Router, Windows…) und er ist auch sehr preiswert im Vergleich zu manch anderem vpn anbieter

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p3k
p3k

Der Abschnitt zu VPN bei [https://www.privacytools.io/#vpn](Privacy Tools) rät in puncto Privatsphäre grundsätzlich von Dienstleistern in den sog. »Five-Eyes Ländern« (u.a. USA, UK) ab.

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fy99
fy99

Auch die Möglichkeit eines eigenen, kostenlosen VPN sollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben:

Wem es nur darum geht, unterwegs sicherer surfen zu können und zu Hause ohnehin schon ein schnelles DSL oder Kabel-Internet mit einem geeigneten Router (z.B. Fritz! Box) hat, kann sich recht einfach einen eigenen VPN-Server einrichten.

Die aktuellen Fritz! Boxen unterstützen mindestens Windows, macOS/OS X, Android und iOS (Linux wahrscheinlich auch, benötigt wird IP-Sec); andere moderne Router können bestimmt Ähnliches.

Sicherlich ist der Funktionsumfang eingeschränkter als bei kommerziellen VPN Angeboten (z.B. anonymes Surfen etc.), aber wie gesagt, wenn es nur darum geht, am Flughafen im freien WLAN sicheres Online Banking o.ä. machen zu können, reicht das völlig aus…
Außerdem ist dieser VPN Zugang zugleich dafür geeignet auf das eigene Heimnetz zuzugreifen und bspw. das heimische NAS sehr elegant zur Private Cloud ohne die Notwendigkeit von Portfreigaben, SSL etc. zu erweitern…!

(Nein, ich bin kein AVM Mitarbeiter und ich erhalte auch keine Provision ;) Ich bin nur seit vielen Jahren überzeugter Fritz! Box Nutzer incl. VPN!!)

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Holger
Holger

Der Vergleich mit einer „sperrangelweit offenen“ Haustür hinkt meiner Meinung nach. Sie ist eher unverschlossen, denn es muss ja erstmal jemand mit böser Absicht kommen und aktiv ausprobieren ob ohne großen Aufwand es etwas zu holen gibt. Im Vorbeigehen bekommt das niemand mit…

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Alex
Alex

Öhm….Wie kann Cyberghost (ich habe es selber genutzt) keine Logs anlegen und gleichzeitig das Gerät über die man das System nutzen möchte registriert. Sobald man die VPN mit einem anderen Gerät nutzt, muss dieses erst wieder registriert und das alte Gerät aus der Registrierung gelöscht werden.
Meines Wissens nach geht das nicht ohne Logs – oder irre ich mich da?

Die VPN-Anbieter brauchen oft Logfiles für Wartung und Tarifgestaltung.
Vgl. https://vpn-anbieter-vergleich-test.de/vpn-ohne-logfiles/

Gleiches kann man übrigens auch bei dem ein odere anderen Anbieter der VPNs beobachten.

Antworten
mikesunlite
mikesunlite

also wenn die vpn-provider sagen, dass sie keine daten speichern, muss ich das dann glauben? klingt in der heutigen zeit irgendwie naiv, oder?

Antworten
Alex
Alex

Mullvad VPN Anbieter hab ich auch mal getestet und kann nur empfehlen!

Was hältet ihr von der Tatsache, dass Express das Beste für Netflix ist, ich hab das hier gefunden. Hmm weisse ich aber nicht ob es stimmt…
https://vpnwelt.com/vpn-netflix/

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