Ratgeber

Relaunch geplant? Die besten Ressourcen zur Suchmaschinenoptimierung deiner Website

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Slider und Animationen

Ein weiteres Problem vorgefertigter Themes oder unüberlegter Konzepte sind Slider und Animationen. Sie schauen auf den ersten Blick zwar toll aus und verlocken zum Einbau in der Webseite, allerdings bergen auch sie ein Risiko:

Slider und Animationen können deine Seite extrem stark verlangsamen und sogar dafür verantwortlich sein, dass Inhalte gar nicht von Suchmaschinen gelesen werden können.

Denn praktisch jeder Slider besteht aus versteckten Inhalten, die zum richtigen Zeitpunkt (automatisch oder nach Klick) eingeblendet werden sollen. Diese Inhalte werden allerdings auch dann geladen, wenn die Webseite nur aufgerufen wird, aber die Inhalte noch gar nicht sichtbar sind. Das bedeutet insbesondere für Slider mit großen Hintergrundbildern eine enorme Verschlechterung der Performance.

Slider lassen sich außerdem meist nicht unproblematisch auf mobilen Endgeräten darstellen: Sie brauchen oft dasselbe Höhen-Seitenverhältnis wie Desktops und werden dann – bedingt durch das andere (Hoch-)Format mobiler Geräte – sehr klein bis unlesbar. Da mittlerweile rund die Hälfte des Internet Traffics von mobilen Endgeräten stammt, sind solche unlesbaren Inhalte ein absolutes No Go.

Abgesehen davon werden versteckte Inhalte kaum von Suchmaschinen indexiert. Denn Google & Co. halten diese (zurecht) für irrelevant. Wären Inhalte wichtig, so denkt Google, würde man sie doch nicht ausblenden. Dies und weitere Animationen wie zum Beispiel der Parallax-Effekt – eine vom Mouse-Scrolling abhängige Animation – können dazu führen, dass deine Inhalte gar nicht mehr korrekt indexiert werden (Google hat nämlich gar keine Mouse). Und ohne Indexierung gibt es weniger Besucher.

Videounterschrift: Screencast aus der Google Search Console: Was unter dem Parallax von OSRAM verborgen ist, sieht die Suchmaschine einfach nicht – Wir bauen deswegen bei dem Lichthersteller ganze Teile der Seite um. Beim Blick auf die Seite würde das vielen nicht auffallen.

Hinterfrage also den Nutzen jedes Elements und setze wenige, aber gut animierte Module ein. Hierfür sprechen übrigens auch Design Trends wie Flat Design oder Modern Retro, die durch einen stark reduzierten aber ausdrucksstarken Stil glänzen. Teste deine Website Ladezeit mit Tools wie WebPagetest und prüfe die Indexierbarkeit deiner Inhalte – insbesondere der Animationen – über die Google Search Console.

Bildunterschrift: Screenshot aus Google Search Console: Mit der Funktion „Abruf wie durch Google“ lässt sich simulieren, wie Google Website-Inhalte liest. Außerdem kannst du dadurch die Indexierung neuer URLs in der Suchmaschine beschleunigen, indem du nach dem Rendering die Indexierung beantragst (Button rechts oben).

Stockfotos

Wenn wir schon über lizenzierte Themes und Slider sprechen, dürfen wir das Thema Bilder nicht vergessen. Hierbei wird gerne über Bilddatenbanken günstig Material lizenziert. Aber auch in Sachen Bildern gilt, dass nicht individualisiertes Material meist lieblos und unpersönlich aussieht.

Abgesehen davon stellen lizenzierte Bilder auch ein „Duplicate Content“ Risiko dar: Sie können nicht für dein Projekt in Google gefunden werden, weil sie meist schon auf anderen Seiten Verwendung finden. Nimm dir doch einfach mal ein Stockfoto und schiebe es in die Google Bildersuche: Du wirst schnell sehen, dass dein Bild in anderen Seiten bereits zu finden ist und es so unbrauchbar wird.

Wenn du also Bilder lizenzierst, solltest du sie so bearbeiten, dass sie nicht wie eine (billige) Kopie aussehen: Schneide sie beispielsweise mit anderen Bildern zu einer Collage zusammen, füge Skizzen oder Grafiken hinzu oder verwende einen Filter, um die Farben deutlich vom Original und anderen Kopien abzusetzen. Alternativ setzt du einfach auf eigenes Fotomaterial oder gar auf Grafiken und Zeichnungen. Eigenes Bildmaterial hebt dich nämlich viel stärker vom Wettbewerb ab als austauschbare Stock Bilder.

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Dein t3n-Team

4 Kommentare
Ralf Schambier

Zitat „wenngleich ich von AMP abrate“ – hier würde mich interessieren, warum?

Antworten
Frank Hübner
Frank Hübner

AMP geht schon in Ordnung.
Die Welt ist nunmal zweigeteilt in Desktop und Mobile und nur die wenigsten Designs funktionieren Hochkant und Quer.

Zwei verschiedene Versionen zu schaffen liegt also nahe. Ob es dabei unbedingt AMP sein muss oder auch nur Responsive-Design sei dahingestellt und ist wohl eher eine Glaubensfrage. Technisch gesehen funktioniert AMP ohnehin nur mit Google denn die Seiten werden nur dann wirklich schnell angezeigt wenn sie aus den SERPs aufgerufen werden. Nur dann werden sie nämlich im Hintergrund schonmal auf das Gerät transportiert und
sind beim Aufruf bereits im Browser-Cache vorhanden.

Spätestens aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung jedoch macht AMP Sinn, weil Google es irgendwann adeln wird und es eine Möglichkeit darstellt sich in den Suchergebnissen von der Masse abzuheben.

Wenn Google den Blitz ein wenig prominenter gestalten würde (momentan: weisses Symbol auf hellgrauem Hintergrund) würde es AMP mit Sicherheit einen gehörigen Schub verleihen.

Im Übrigen blieb in dem Beitrag die beste Ressource zur Suchmaschinenoptimierung unerwähnt: the Brain.

Antworten
Severin Lucks
Severin Lucks

Stimmt, the Brain ist ultra wichtig. Bin halt selbst vorsichtig bei AMP Fragen, aber du hast auch damit Recht. Ist ne Glaubensfrage. Danke für dein Kommentar!

Antworten

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