Ratgeber

Relaunch geplant? Die besten Ressourcen zur Suchmaschinenoptimierung deiner Website

(Grafik: Shutterstock)

Hast du 2017 einen Website-Relaunch oder ein (Re-)Design geplant? Damit du auch aus SEO-Sicht möglichst erfolgreich damit wirst, gilt es ein paar Grundregeln zu berücksichtigen.

Stock Themes und Templates

Viele Webseiten basieren heutzutage auf vorgefertigten Themes oder Templates. Das hat den Vorteil, dass nicht jede Webseite von Null auf programmiert werden muss, sondern aus einem Set an vorgefertigten Elementen zusammen gestellt werden kann.

Themes und Templates haben aber auch Nachteile: Nutzer sehen schnell Ähnlichkeiten zwischen Webseiten mit gleichen Templates. Selbst wenn Farben, Typografie und Inhalte variieren, erkennen auch Laien schnell wiederkehrende Muster.

Das Enfold Theme für WordPress wurde bereits über 100.000 Mal gekauft – Kein Wunder, dass viele Seiten gleich aussehen. (Screenshot: kriesi.at)

So werden Webseiten, die auf fertigen Themes basieren, ohne Individualisierung austauschbar. Nutzer sehen keinen Grund mehr, auf der Seite zu bleiben, und wechseln viel schneller zu den direkten Wettbewerbern, die manchmal sogar das gleiche Theme einsetzen. Hinzu kommt, dass viele Templates nicht fehlerfrei sind und vor allem durch die Fülle an Funktionen die Webseite verlangsamen. So bleibt für eine Individualisierung der fertigen Themes meist zu wenig Zeit übrig.

Wenn du schon ein vorgefertigtes Theme oder Template einsetzt, solltest du demnach genug Zeit zur Fehlerbehebung, Performance-Optimierung und vor allem für die Individualisierung einplanen. Wenn du dich allerdings mit der Entwicklung von Themes auskennst oder kompetente Ansprechpartner dafür hast, entwickelst du lieber gleich was eigenes, denn das kostet oftmals sogar weniger Zeit als die Optimierung fertiger Themes.

Webfonts

Viele vorgefertigte Themes bieten Unmengen an Schriftarten, welche meist über Google Fonts eingebettet werden. Das Problem dabei ist allerdings, dass jede extern eingebettete Sonderschriftart extra Ladezeit benötigt.

Bei einer durchschnittlichen Aufmerksamkeit im Internet von acht Sekunden können wir uns wegen Sonderschriften kaum eine langsamere Ladezeit erlauben.

Du kannst die Ladezeit in den Griff bekommen, indem du Webfonts lokal auf deinem Server hostest und auf ein Minimum reduzierst. Schau dir beispielsweise mal den „Performance-König“ Amazon an: Der Marktplatz kommt durch völlige Vermeidung von Sonderschriftarten auf Ladezeiten von unter 0,5 Sekunden – Arial sei Dank. Da dies aber selten mit ästhetischem Anspruch vereinbar ist, empfehle ich dir folgende Faustregel: Setze nie mehr als zwei Webfonts ein oder arbeite für einzelne Highlights mit .svg Vektoren – dazu später mehr.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

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Dein t3n-Team

4 Kommentare
Ralf Schambier

Zitat „wenngleich ich von AMP abrate“ – hier würde mich interessieren, warum?

Antworten
Frank Hübner
Frank Hübner

AMP geht schon in Ordnung.
Die Welt ist nunmal zweigeteilt in Desktop und Mobile und nur die wenigsten Designs funktionieren Hochkant und Quer.

Zwei verschiedene Versionen zu schaffen liegt also nahe. Ob es dabei unbedingt AMP sein muss oder auch nur Responsive-Design sei dahingestellt und ist wohl eher eine Glaubensfrage. Technisch gesehen funktioniert AMP ohnehin nur mit Google denn die Seiten werden nur dann wirklich schnell angezeigt wenn sie aus den SERPs aufgerufen werden. Nur dann werden sie nämlich im Hintergrund schonmal auf das Gerät transportiert und
sind beim Aufruf bereits im Browser-Cache vorhanden.

Spätestens aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung jedoch macht AMP Sinn, weil Google es irgendwann adeln wird und es eine Möglichkeit darstellt sich in den Suchergebnissen von der Masse abzuheben.

Wenn Google den Blitz ein wenig prominenter gestalten würde (momentan: weisses Symbol auf hellgrauem Hintergrund) würde es AMP mit Sicherheit einen gehörigen Schub verleihen.

Im Übrigen blieb in dem Beitrag die beste Ressource zur Suchmaschinenoptimierung unerwähnt: the Brain.

Antworten
Severin Lucks
Severin Lucks

Stimmt, the Brain ist ultra wichtig. Bin halt selbst vorsichtig bei AMP Fragen, aber du hast auch damit Recht. Ist ne Glaubensfrage. Danke für dein Kommentar!

Antworten

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