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Weg von Google: Apple arbeitet angeblich an Suchmaschine

Es gibt aktuell gute Gründe für den iPhone-Giganten, sich von der Google-Suche zu lösen. Berichten zufolge arbeitet er schon länger an einer eigenen Lösung.

2 Min. Lesezeit
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Google könnte schon bald nicht mehr die Standardsuche auf Apple-Geräten darstellen. (Screenshot: t3n/ Google)


Mit Hochdruck soll Apple sich darauf vorbereiten, aus dem milliardenschweren Deal mit Google auszusteigen. Der Marktführer überweist jährlich zwischen acht und zwölf Milliarden Dollar nach Cupertino, um die Standardsuchmaschine auf den Apple-Geräten zu bleiben. Diese Praxis steht zurzeit im Fokus der US-Regulierungsbehörden. Sie drohen, den Deal aufzubrechen.

Anstatt die Plattform für andere Anbieter zu öffnen, soll Apple verstärkt an einer eigenen Such-Engine arbeiten, berichtet die Financial Times. Einen Hinweis dazu gibt die neue Suchfunktion im Betriebssystem iOS 14. Sie basiert auf Apples Suchtechnologie und leitet nach einer Anfrage auf dem Startbildschirm direkt zu passenden Seiten weiter. Zudem beobachten Experten steigende Aktivitäten des Webcrawlers, den der Technologieriese als Suchbot einsetzt. Das Programm sammelt Daten aus dem Internet, um eine Datenbank aufzubauen, die die Grundlage einer jeden Suchmaschine bildet.

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Als letzter Hinweis für Apples Ambitionen gelten iOS-Funktionen, die früher auf Google-Ergebnisse verwiesen haben und nun auf eigenen Listen enden. Wer etwa im Homescreen nach rechts wischt und eine Anfrage im Suchfenster von iOS 14 eingibt, bekommt eine von Apple generierte Auflistung präsentiert. Die Vorschläge erhalten „Vervollständigungen“. Daran kann man sehen, dass die Engine aus den Suchanfragen ihrer eine Milliarde Nutzer lernt.

Das Geschäft mit der Suche ist für Apple nicht neu. Seit 2014 stellt der Technologiekonzern mit der Desktop-Suche „Spotlight“ eigene Ergebnisse bereit. Schon zuvor hatte das Unternehmen mit „Sherlock“ erste Schritte in diese Richtung unternommen. Die Entwicklung des Sprachassistenten Siri zeigt, dass Apple immer besser auf Suchanfragen antworten kann. Das wundert insofern wenig, da das Unternehmen seit Jahren Kompetenz in diesem Fachgebiet sammelt. Der prominenteste Zugang heißt John Giannandrea und saß zuvor als Suchmaschinen-Chef bei Google. 2018 startete er seinen bemerkenswerten Aufstieg innerhalb des iPhone-Unternehmens.

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Fachleute schätzen den Aufbau einer Google-Konkurrenz für sehr schwierig ein. Schließlich gehe es um 20 bis 50 Milliarden Seiten, die eine vernünftige Suchmaschine im Index haben müsse. Das sagte Googles ehemaliger Werbechef Sridhar Ramaswamy der Financial Times. Durch die Steuerung des Standardbrowsers für iPhone und iPad habe Apple aber eine gute Ausgangslage. Der Konzern besitze die Fähigkeit, in großem Maßstab Daten zu sammeln und aus Nutzerverhalten zu lernen. Nur ein Techriese sticht die Kalifornier dabei aus: Google verarbeitet Hunderte von Millionen Nutzeranfragen pro Minute.

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Werner

Ich fände es toll endlich eine Alternative zu Goo zu bekommen,
Apple hätte sicher das Potential dazu aber:

So gerne ich mit dem Mac und iPhone arbeite, bei solchen Angeboten/Ideen von Apple bin ich eher skeptisch. Die Einfachheit und Usability eines Crome Browsers oder auch eines M$ Visual StudioCode bekommen Sie bisher einfach nicht so hin.
Klar ist Safari ein klasse Browser und trotzdem nutze ich ihn wenig. Von den Entwicklertools, der iCloud will ich gar nicht sprechen.

Antworten
Ramon Tissler

Also ich fänds wirklich gut, wenn google ein wenig Konkurrenz bekommt, denn man sieht ja, dass google die eigentliche Suche (organisch) immer weiter hinten anstellt und immer mehr Werbung verkauft. Wenn hier ein Techriese noch konkurrenzfähig ist, dann ist es Apple!

Antworten
Felix

Es wäre definitiv spannend, jedoch bin ich der Meinung, dass Google seinen Job sehr sehr gut macht. Ich persönlich, bin mit den Ergebnissen anderer Suchmaschinen nicht so zufrieden wie mit Google. Möglicherweise ist es auch eine Gewöhnungssache. Daher denke ich, dass es nicht so einfach wird für Apple eine wirkliche Alternative zu schaffen.

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