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Weihnachten: Bis wann die Pakete noch rechtzeitig kommen

Last-Minute-Bestellungen vor Weihnachten: Bis wann es mit den Geschenken noch klappt. (Foto: Shutterstock / lola1960)

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Viele erledigen ihre Einkäufe vor Weihnachten erst kurz vor dem Fest. Bis wann du deine Bestellung aufgegeben haben musst und was du tun kannst, damit du nicht ohne Geschenk dastehst.

Seien wir ehrlich: Viele schieben das Kaufen oder Bestellen von Weihnachtsgeschenken wie üblich auf – bis zum letzten Drücker. Dann sind auf einmal alle überrascht über Unwägbarkeiten wie die Postdienstleister (die überraschenderweise vor Weihnachten mehr zu tun haben als sonst), die streikenden Amazon-Mitarbeiter (auch das fällt schon unter „alle Jahre wieder“) und möglicherweise nicht mehr vorrätige Produkte. In diesem Jahr kommt noch ein weiterer Punkt erschwerend hinzu: Heiligabend liegt auf einem Sonntag, was aber zumindest die Paketauslieferer nicht davon abhalten wird, bis zur letzten Minute alle Hände voll zu tun zu haben.

Geschenke für den Last-Minute-Einkauf: Diese Händler liefern bis kurz vor dem Fest

Damit du weißt, bis wann du noch wo an Geschenke kommst, haben wir für dich die letztmöglichen Bestelltermine für einige wichtige Händler zusammengefasst.

  • Amazon: Der E-Commerce-Riese bietet in diesem Jahr etwas weniger knappe Termine als in den vergangenen Jahren: Letzte Bestellungen, die regulär getätigt werden und bis Heiligabend ankommen sollen, müssen bis Mittwoch, den 20. Dezember im Laufe des Abends aufgegeben werden. Wer Prime-Kunde oder den Aufpreis zu zahlen bereit ist, den der Premiumversand kostet, kann sich maximal bis Freitagvormittags, den 22. Dezember, Zeit lassen. Lediglich Produkte, die per Same-day-delivery verfügbar sind, können noch am 23. Dezember vormittags geordert werden. Erfahrungsgemäß wird es aber auch danach noch Fälle geben, in denen die Ware rechtzeitig zum Fest beim Kunden ist, insbesondere wenn dieser in den Ballungsräumen wohnt, die von der Amazon-eigenen Logistik bedient werden. Dass der US-Konzern in diesem Jahr etwas weniger knappe Fristen nennt, hat wohl auch mit den schon zu erwartenden üblichen Streikmaßnahmen in den Logistikzentren des Onlineriesen zu tun.
  • Media Markt: Beim roten Elektronikmarkt findest du noch relativ spät das passende Geschenk, vorausgesetzt du willst deinen Liebsten nicht ein Elektrogroßgerät, das unter Sperrgut fällt, bescheren. Normale Paketware kannst du bis Donnerstag, 21. Dezember, zwölf Uhr ordern. Vorrätige Ware, die du bei deinem Media Markt vor Ort schnell abholen willst oder in dessen Umkreis von 14 Kilometern du wohnst, kannst du noch bis zum 23. Dezember nachmittags (14.30 Uhr) ordern. Die Lieferung erfolgt dann noch am selben Tag, wobei es noch einiges Kleingedruckte zu beachten gibt, etwa ob deine Filiale daran teilnimmt und ob der Artikel in der Filiale vorrätig ist.
  • Zalando: Wer die sprichwörtlichen Socken oder andere Kleidungsstücke verschenken will, kann das über Zalando tun. Ob die Familie angesichts der Socken vor Glück schreit, können wir nicht beurteilen, wohl aber, dass der Konzern angibt, bis wann die Bestellung erfolgen muss, damit die Ware noch rechtzeitig zum Fest bei dir ist: Wer bis kommenden Dienstag, 19. Dezember, 16 Uhr bestellt, erhält seine Ware per Standardversand noch rechtzeitig. Wer bis Freitag, 22. Dezember, 14 Uhr ordert, hat mit der Express-Lieferung noch eine Chance. Ein Extra-Ass hat Zalando mit dem Zet-Programm im Ärmel: Das steht in vielen Städten zur Verfügung und verfügt über eine eigene Logistik in Form von Partnerhändlern. In diesem Fall hast du bis zum 21. Dezember, zwölf Uhr, Zeit (Zet-Premium-Lieferung) beziehungsweise solltest dich ebenfalls bis zum 22. Dezember, 14 Uhr, entschieden haben (Zet-Same-Day-Lieferung). Eine Einschränkung gibt es auch beim Schrei-vor-Glück-Händler: Witterungsbedingungen und erhöhtes Paketaufkommen können dafür sorgen, dass Zalando die gesetzten Ziele nicht einhalten kann.
  • Mytoys: Auch Spielwarenversender Mytoys hat schon die Rentiere gesattelt. Hier erhält der Kunde allerdings kein konkretes Lieferversprechen, sondern lediglich die Angabe, dass Päckchen innerhalb Deutschlands pünktlich bis Heiligabend geliefert werden. Wann die Bestellung spätestens erfolgen soll, darüber schweigt sich das Unternehmen aus. Da hilft nur, den gewünschten Artikel in den Warenkorb zu packen und die individuelle Lieferzeit zu prüfen. Wenn alle Stricke reißen, wird der Click-and-Collect-Service in den Filialen angeboten, doch deren Netz ist eher lückenhaft.
  • Conrad: Der Elektronikversender bietet eher Geschenke für die etwas älteren Spielkinder. Dort verspricht man rechtzeitige Lieferung bis zum 23. Dezember, wenn du zum Donnerstagnachmittag (21. Dezember, 15 Uhr) bestellst. Ein spezielles Lieferversprechen für Click-and-Collect-Ware in der jeweiligen Filiale gibt es nicht.
  • Douglas macht keine gesonderten Angaben zu Lieferterminen vor Weihnachten, könnte aber trotzdem der passende Lieferant für Parfüm und andere Geschenke auf den letzten Drücker sein. Die Chancen stehen gut, dass du zumindest am 22. Dezember noch die taggleiche Lieferung bekommst und ansonsten die Ware in einer der Filialen unkompliziert abholen kannst – Click and Collect dürfte also auch noch am 23. Dezember funktionieren.
  • Cyberport: Klare Angaben in Form einer Liefergarantie macht dagegen Cyberport. Standardmäßig werden Bestellungen bis zum 21. Dezember, 23 Uhr, noch rechtzeitig versendet – per Expressverkauf sollten Bestellungen bis zum 22. Dezember, 16 Uhr, vorliegen. Der Versand erfolgt in beiden Fällen noch am Abend des 23. Dezembers. Wichtig ist, dass es sich dabei natürlich um vorrätige Ware handeln muss und nicht per Vorkasse bezahlt werden darf, weil das ja weitere Verzögerungen mit sich bringt.
  • Tchibo: Ein umfassendes Angebot an Weihnachtsgeschenken für bestimmte Zielgruppen bietet auch Tchibo. Der Kaffeeröster mit dem umfangreichem Angebot an Aktionsware verspricht die rechtzeitige Lieferung zum Fest, wenn die Bestellung bis zum 21. Dezember erfolgt. Fun fact am Rande: Der Kaffeeröster bietet auch eine gar nicht mal so kleine Auswahl an (eher platzsparenden) Weihnachtsbäumen, die in Kooperation mit Blume 2000 sogar noch rechtzeitig ankommen sollen, wenn man sie bis zum 22. Dezember ordert – nicht ganz billig, aber inklusive diversem Schmuck. Wer etwas weniger kurzfristig kommt, erhält die Weihnachtsbäume auch ohne Schmuck in Kooperation mit Tim Tanne.

Auf der nächsten Seite erfährst du, was du tun kannst, wenn der Postmann doch nicht klingelt.

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Unsicherheitsfaktor Paketdienst: DHL, Hermes und Co. arbeiten weit über Kapazitäten

Auch wenn die Händler entsprechende Terminversprechen machen, solltest du den Unsicherheitsfaktor der Paketdienste einkalkulieren. Die arbeiten in diesem Jahr weit über ihren Kapazitäten. Es ist zu befürchten, dass selbst Großkunden nur die Kapazitäten nutzen können, die sie gebucht haben. Bisher war diese Angabe dagegen eher ein Mindestwert, der einen bestimmten niedrigeren Preis für den Versand sicherstellen sollte. Für viele Onlineshops ist das gerade in diesem Jahr ein ernsthaftes Problem, weil sie möglicherweise nicht alle Waren zum Kunden bekommen werden.

Ärger mit ausgelasteten Paketdiensten: Auch kleinere Webshops werden zu Spitzenzeiten wie zu Weihnachten nicht ohne einen zusätzlichen Dienstleister auskommen. (Foto: Antonio Guillem / Shutterstock)

Wichtig dabei aber: Hält ein Händler sein Lieferversprechen nicht ein, kann die Ware problemlos zurückgewiesen werden und im schlimmsten Fall lässt sich auch Schadenersatz geltend machen. Das dürfte zwar in der Praxis mehr Aufwand verursachen als vernünftig ist – und nur eine Option für notorische Streithansel sein–, möglich ist es aber dennoch. Den schwarzen Peter haben dabei wieder einmal die Onlinehändler. Sie bleiben nämlich gegebenenfalls auf den Versandkosten sitzen und haben mit den Rückläufern zu kämpfen.

Bei Plattformen wie Amazons Marketplace, Real und anderen solltest du außerdem darauf achten, dass du ein Angebot des Betreibers selbst erwischst. Denn nur für diese gelten natürlich die versprochenen Lieferfristen. Beachte, dass die Lieferterminangaben bei anderen Händlern meist automatisiert errechnet werden und nicht mit dem Warenwirtschaftssystem des Drittanbieters gekoppelt sind. Eine rechtzeitige Lieferung kann also auch da durchaus noch möglich sein, verlassen sollte man sich darauf allerdings nicht.

Mit leeren Händen unterm Weihnachtsbaum: Plan B für das Geschenk in letzter Minute

Ein guter (wenn auch nicht gerade repräsentativer) Plan B ist in solchen Fällen ein entsprechender Gutschein: Insbesondere Amazon-Gutscheine lassen sich innerhalb von wenigen Minuten per PDF ausdrucken. Auch viele andere Onlineshops helfen weiter, wenn alle Stricke reißen. Offenbar eine Lösung, die gar nicht wenige Kunden nutzen. Auch wenn Amazon sich wie üblich nicht in die (Gutschein-)Karten schauen lässt, erfährt man von anderen Onlinehändlern, dass diese gerade am 23. und 24. Dezember mit selbst druckbaren Gutscheinen einen enormen Umsatz machen.

Wer lieber eine der formschönen Plastikkarten als Geschenkgutschein haben und sich beim Supermarkt oder Drogeriemarkt seines Vertrauens vor Ort eindecken möchte, sollte bedenken, dass am 24. Dezember in Deutschland zahlreiche Geschäfte nicht mehr geöffnet haben werden. Dann hilft nur noch der unromantische Gang zur Tankstelle, wo es zumindest auch die Gutscheine der größten Händler von Amazon über Zalando bis Ikea gibt.

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