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Weltweite Studie zeigt wie anspruchsvoll die Deutschen beim Online-Shopping sind

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Alixpartners empfiehlt Handelskonzernen und deren Logistikpartnern, innovative Ansätze zu entwickeln, um hohe Lieferkosten zu vermeiden sowie eine optimale Qualität zu gewährleisten. Für den Versand von Lebensmitteln noch am gleichen Tag seien 57 Prozent der Konsumenten bereit, vier Euro oder mehr je Zustellung zu bezahlen, bei großen und sperrigen Produkten sei diese Zahlungsbereitschaft sogar bei 84 Prozent der Kunden vorhanden.

City-Hubs gewinnen an Bedeutung

Für den Onlinehandel gewinnen zunehmend dezentrale Warenlager, City-Hubs und die Filiale an Bedeutung, um den wachsenden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Die Zweigstellen ermöglichen hier stationären Händlern einen Wettbewerbsvorteil, um Wachstum im Onlinehandel zu generieren. Deutschland hat mit insgesamt über 12.000 Supermärkten und ca. 16.000 Discountern ein enges Filialnetz mit der Möglichkeit der Nutzung als dezentrale Waren- und Zustelllager für den Onlinehandel.

Die Filialen, so die Studienautoren, würden oft in Bestlagen liegen, also nah am Kunden, und können so kürzeste Lieferzeiten ermöglichen sowie Zustellkosten senken. „Die meisten Online-Bestellungen erfolgen an Werktagen erst nach 19 Uhr. Um kurze und verlässliche Lieferzeiten zu gewährleisten, sollten die Ladenlokale gezielt als dezentrale Versand- und Abholzentren nach Ladenschluss genutzt werden. Das senkt auch die Kosten für Expresszustellungen erheblich“, sagt Heckmann.

Unternehmen stehen jedoch trotz dieser strukturellen Optionen vor massiv wachsenden Anforderungen an die Produktsegmentierung und die Steuerung der Logistik. Beliebte Produkte können nah am Kunden vorgehalten und innerhalb weniger Stunden geliefert werden. Zentralwarenlager decken das weitere Produktangebot ab und bieten flexible Lieferoptionen, zu denen zunehmend auch die Abholung aus der Filiale zählt.

„Letzte Meile“ als Herausforderung

„Die letzte Meile zum Kunden entscheidet über das Qualitätsempfinden und die Kundenbindung beim Online-Einkauf“, sagt Heckmann. Hier steige der Optimierungs- und Veränderungsdruck für die E-Commerce-Anbieter und ihre Logistikpartner enorm, und zwar nicht nur durch die geplanten regulatorischen Eingriffe der Regierung bei den Paketdiensten. Zudem würden kurz vor dem Eintreffen beim Kunden die meisten Fehler entstehen, und gleichzeitig auch die höchsten Lieferkosten. Das sei Grund genug, gezielt über neue Wege zum Kunden nachzudenken, sagt der Experte.

Für die Studie sind in Deutschland die Einkaufsgewohnheiten, Erfahrungen und Wünsche beim Online-Shopping abgefragt worden. Diese sind laut Angaben der Autoren mit Entwicklungen in den USA, Großbritannien, China und Japan abgeglichen worden, um so weitere Einsichten in Konsumentengewohnheiten zu gewinnen und aufkommende Trends im Bereich des Home-Delivery-Shoppings „frühzeitig zu erkennen“, wie es heißt.

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