Windows-XP-Alternative: Diese 8 Linux-Distributionen sind einen Blick wert

Windows XP. (Foto: tsuihin - TimoStudios / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)
Mal was Neues wagen – Linux als Windows-XP-Alternative?
Wenn ihr zu den Nutzern gehört, die noch Windows XP nutzen, oder – was wahrscheinlicher ist – Leute kennt, die es noch auf ihrem Rechner haben, dann wird es langsam Zeit auf eine Alternative umzusteigen. Denn Windows XP kann ohne Support schnell zu einem Sicherheitsrisiko werden. Wenn ihr nicht auf das neuste Windows upgraden oder updaten wollt, dann ist vielleicht ein Linux etwas für euch. distrowatch.com hat eine Übersicht der heute führenden Distributionen veröffentlicht – acht davon stellen wir euch hier kurz vor.
elementary OS
Starten wir mit elementary OS – einer sehr schön gestalteten Linux-Distribution, die sehr an OS X von Apple erinnert. Das System basiert auf Ubuntu und wird seit 2011 entwickelt. Neben dem Design ist hervorzuheben, dass elementary OS mit einem standardmäßig integrierten App-Store daher kommt, der tausende von kostenlosen Apps anbietet. Des weiteren bringt es einige selbst entwickelte Apps mit, wie einen E-Mail-Client und ein Adressbuch.

Nah an OS X: elementary OS. (Screenshot: elementary OS)
Linux Mint
Linux Mint basiert auf Ubuntu und wurde 2006 gestartet. Mint wird oft als das „umfangreichere Ubuntu“ bezeichnet, bietet aber mehr als nur neue Anwendungen. Die Entwickler haben durch eine Vielzahl grafischer Werkzeuge die Benutzerfreundlichkeit von Ubuntu verbessert – mintMenu beispielsweise verbessert die Menüstruktur. Hervorzuheben ist, dass die Entwickler Vorschläge vonseiten der Community sehr schnell implementieren.
Eine neue Linux-Mint-Version steht meist einige Wochen nach der stabilen Version von Ubuntu zur Verfügung. Neben der Haupt-Edition gibt es noch andere Editionen mit anderen Desktop-Umgebungen wie zum Beispiel KDE. Diese sind allerdings meist weniger aktuell und beinhalten nicht immer die neuesten Funktionen.

Linux Mint als Windows-XP-Alternative. (Bild: Linux Mint)
Ubuntu
Ubuntu wurde erstmals 2004 angekündigt und wurde schnell zur populärsten Linux-Distribution – Grund dafür war unter anderem, dass der Projektgründer Mark Shuttleworth dank großer finanzieller Mittel, kostenlose CDs an alle Interessenten verschicken konnte. Zudem hat Ubuntu Fehler vermieden, die andere Distributionen beim Start gemacht haben. Ubuntu basiert auf „Sid“, einem Entwicklungszweig von Debian. Der Updatezyklus ist halbjährlich und die Veröffentlichungen werden zwischen drei und fünf Jahren mit Updates versorgt. Ubuntu bietet unter anderem einen Migrations-Assistenten für Windows-Nutzer und die einfache Installation proprietärer Treiber für ATI- und NVIDIA-Grafikkarten. Durch größere Änderungen auf Ebene des GUI, die regelmäßig durchgeführt werden, werden einige Nutzer vertrieben.

So sieht Ubuntu aus. (Screenshot: Ubuntu)
Fedora
Formell gibt es die Windows-XP-Alternative Fedora erst seit 2004, die Ursprünge liegen aber bereits im Jahr 1995. Wegen seiner Geschichte wird Fedora immer noch weitgehend von RedHat – der Firma, die es entwickelt hat – kontrolliert, kann aber als eine der innovativsten Distributionen bezeichnet werden, die es unter Linux gibt. Die Zielgruppe von Fedora sind hauptsächlich Entwickler.

Fedora. (Bild: FedoraProject)
Debian GNU/Linux
Debian wurde erstmals 1993 angekündigt. An der Entwicklung von Debian sind derzeit über 1.000 Entwickler beteiligt. Durch eine stufenweise Integration und Stabilisierung von Paketen und Funktionen gilt Debian als eine der stabilsten Distributionen. Der Nachteil dabei ist, dass neue stabile Veröffentlichungen nur alle ein bis drei Jahre erfolgen, weshalb die Pakete und Technologien bei der Veröffentlichung schon nicht mehr ganz aktuell sind. Nutzer mit einem Hang zur Aktualität müssen dann die weniger stabilen Debian-Zweige „testing“ und „unstable“ verwenden.

Debian. (Bild: Computer Bild)
openSUSE
openSUSE wurde 1992 von vier deutschen Linux-Entwicklern gestartet. Durch regelmäßige Veröffentlichungen und eine gute Dokumentation erlangte die Linux-Distribution wachsende Bekanntheit. Seit Ende 2003 ist die Entwicklung von openSUSE für die öffentliche Beteiligung geöffnet. Dank guter Desktop-Umgebungen (KDE und GNOME) und einem sehr ausgeklügelten Dienstprogramm zur Systemverwaltung ist die Anhängerschaft groß.

Der Desktop von openSUSE. (Bild: obenSUSE)
PCLinuxOS
Die Windows-XP-Alternative PCLinuxOS ist 2003 entstanden und basiert auf Mandrake Linux – bringt aber einige Verbesserungen im Bereich Bedienbarkeit. Das Ziel von PCLinuxOS ist es, anfängerfreundlich zu sein – der Umstieg von Windows soll relativ einfach sein.

Das ist PCLinuxOS. (Bild: PCLinuxOS)
Mageia
Mageia ist relativ neu und als Fortsetzung von Mandrake und Mandriva entstanden. Beliebt bei Mageia sind unter anderem die aktuelle Software und die umfassende Internationalisierung. Die Distribution ist anfängerfreundlich und verfügt über einen sehr einfachen und trotzdem umfangreichen Installer. Mit dem Mageia-Control-Centre können Anwender fast alles an ihrem Computer konfigurieren, ohne einmal die Kommandozeile ansehen zu müssen.

So sieht Mageia mit der Desktop KDE aus. (Bild: Mageia)
Werdet ihr Linux als Windows-XP-Alternative nutzen oder empfehlen?
Auf distrowatch.com findet ihr (so gut wie) alle Distributionen, die es unter Linux gibt. Mit den verschiedenen Linux-Systemem gibt es sicherlich gute Alternativen zu Windows (XP) auf dem Markt. Nutzt ihr Linux(e), oder werdet ihr es als Alternative zum auslaufenden Windows XP weiterempfehlen?
=> Werdet ihr Linux als Windows-XP-Alternative nutzen oder empfehlen?
Aber sicher… in Form von Maverick als Alternative zu jeder Version von $innlos mit oder ohne Kacheln.
Nö, ich bleibe lieber bei Windows 8.1 und werde das so auch anderen empfehlen :-)
Alternative zu einem 13 Jahre alten OS, Windows XP: Ja
Alternative zu einem Betriebssystem im Jahr 2014: Nein!
Ich bleibe ebenfalls bei Windows 8.1, was mit dem neusten Update wirklich auch für Non-Touch Geräte sehr produktiv bedienbar ist.
Ja, aber als allererstes steht für mich als XP-Ersatz (lief auf einem Netbook, daher auch eher niedrige Anforderungen an Funktionsumfang) würde ich sofort
Elementary OS Luna weiterempfehlen. Schnell (sogar auf dem Netbook) und schick.
ich empfehle es jedem, egal ob er WinXP, Vista, 7 oder 8 nutzt. Denn es ist freier, sicherer und an vielen Ecken einfach besser als Windows.
Nein, denn ich habe garkeins. Nutze Debian 7.4 als Host und habe darauf verschiedene Windows 8.1 VMs laufen. Ich konnte einfach auf Windows ein Stück weit nicht verzichten. Zur Info: Für Nichtgamer ist der Leistungsverlust bei Benutzen einer VM zu gering um beachtet zu werden (!).
Nicht als alternative sondern als Betriebssystem!
Ich empfehle grundsätzlich Ubuntu; man kann alles damit machen – vorausgesetzt, man kennt sich zumindest ein bischen aus!
Ein sehr großer Plus-Punkt von Ubuntu ist auf jedenfall die große Community!
elementary OS http://elementaryos.org/
Jetzt wurde ZorinOS gar nicht genannt. Dabei wurde der Desktop extra dem von Windows nachempfunden. Schade.
Linux Mint hat nur einen einzigen Entwickler….
Auch wenn es schon mehrfach erwähnt wurde, ich empfehle auch elementary OS. Es läuft bei mir auf dem Desktop und dem Netbook als Haupt-Betriebssystem. Ich boote Windows 7 nur für die Programme, für die es keine Linux-Version gibt (Elster, Lightroom). Und die wenigen Male, die ich es brauche, nervt es mich mit erzwungenen Neustarts nach Programm-Updates.
Solange die Programme von Adobe nicht direkt für Linux programmiert werden bleibe ich bei Windows 7. Will mich nicht mit VMWare oder Emulatoren wie Wine oder CrossOver beschäftigen. Sollte man von allen Programmen auch eine Linuxversion bekommen, steige ich gerne um.
PS: elementary OS kannte ich bisher nicht. Sieht sehr schick aus :)
Ich werde in den nächsten Tagen zwei Windows XP Rechner die einfach zu alt für Windows 7 sind auf Linux Mint umrüsten. Allen anderen die mich Fragen empfehle ich das Gleiche und wenn es garnicht ohne Windows geht kommt nur Windows 7 infrage. Von Windows 8 auf PCs halte ich nichts.
Ich vermisse ManjaroLinux, ein recht ansehnliches und benutzerfreundliches Arch-Derivat. http://manjaro.org/
Vielen Dank für eure Kommentare – elementary OS habe ich in die Übersicht mit aufgenommen.
Viele Grüße,
Flo
@Nils: Ich würde ArchLinux und Konsorten nie einem Linux-Neuling empfehlen weil Updates meist unvorhersehbare Probleme verursachen und teils darauf geachtetwerden muss in welcher reihenfolge man Pakete installiert. Ich selbst habe ArchLinux deshalb den Rücken gekehrt weil ich einfach ein System brauche was funktioniert. Dafür mache ich gerne ein paar Abstriche bei der Aktualität der Pakete.
Leider ist die Beschreibung von elementary OS nicht ganz richtig ;) Sie entwickeln zwar einen eigenen App-Store, doch wird momentan noch das Ubuntu Software Center benutzt. Der „eigene“ E-Mail-Client heißt Geary und wird, soweit ich weiß, noch von Yorba entwickelt.
Noch ein Tipp zu elementary OS – wer es jetzt ausprobieren möchte und etwas neuere Hardware hat sollte es von http://sourceforge.net/projects/elementaryos/files/unstable/ herunterladen. Diese Versionen nennen sich zwar „unstable builds“, benutzen als Basis aber Ubuntu 12.04 und sind genau die gleichen Versionen, wie die Version von der Homepage. Einziger Unterschied: Es wurde ein neuerer Kernel integriert. Somit sollte die Treiberunterstützung evtl. besser sein.
Desweiteren läuft die Entwicklung der nächsten Version „Isis“ bereits auf Hochtouren und wird wahrscheinlich in einigen Monaten fertig sein. Wer sich für das Projekt interessiert kann auch bei Google+ https://plus.google.com/u/0/114635553671833442612/posts folgen und wird so immer mit dem Neuesten versorgt.
@Julian: Hast du dir denn die Website von Manjaro mal angeschaut? Klar, ein normales Arch ist alles andere als einfach zu benutzen. Aber Manjaro ist von den Entwicklern speziell auch für Einsteiger konzipiert worden. Und im Test vom Live USB Stick fand ich es sehr angenehm. Auch der Installationsassistent z.B. sieht gut aus.
Klar ist Manjaro einfacher zuinstallieren weil es im gegensatz zu plain-vanilla ArchLinux einen Installer und eine grafische Oberfläche gibt. Was ich aber meine ist die Wartung des Systems. Und hier ist ArchLinux leider sehr anfällig.
zB dieses hier: https://www.archlinux.org/news/update-filesystem-201301-1-and-glibc-217-2-together
Da ich diese Nachricht nichtgelesen und beachtet habe war mein System danach kaputt und es hat mich einen Tag gekostet es wieder hinzubiegen.
Linux ? :D
Windows 7 oder 8 sind eine massive Verbesserung in Vergleich zu XP . Da kommt kein Linux oder MAC OS heran, was die Einsatzgebiete angeht.
Der Screenshot von Debian (aus der Computerbild!) ist ein uraltes Debian 6.
Manjaro als windows XP Ersatz halte ich auch für eine gute Wahl, da hier alle (für Windows User) benötigten Programme zu finden sind.
Ubuntu wird als Ersatz nicht funktionieren.
windows XP ist über 10 Jahre alt und die üblichen Rechner damals waren 2-3 GHz-single-core Rechner. Ich hab’s mal versucht auf so einem Rechner zu installieren. Es geht, aber arbeiten kann man damit nicht.
Auch mit Gnome systemen könnte es schwierig werden, daher sollte man ein Linux wählen, dass eine gute Unterstützung für XFCE, LDXE o.ä. hat.
Ganz klar Ubuntu – bin schon mit der Veröffentlichung von Vista umgestiegen. Wer noch unschlüssig ist kann ab 19.4. Ubuntu 14.04 versuchen
… Diese 8 Linux-Distributionen sind einen Blick wert …
… stellen euch hier sieben Linux-Distributionen vor …
Wie viel denn nun ;-) ?
Ich empfehle übrigens ein aktuelles WinXP. Ein ausgereiftes, über die Jahre hinweg verbessertes und weit verbreitetes OS, welches flott auch auf betagter Hardware läuft.
Das Thema ist gut, die Vorstellung der Alternativen sollte aber mehr in die Tiefe gehen. So sollte erwähnt werden, ob die vorgestellten Varianten überhaupt für ein alten XP-Gerät in Frage kommen (32 vs 64 bit) – und wenn ja: In welcher Version werden diese wiederum wie lange supportet?
Ich habe mich zum Beispiel wegen mangelnder 64 bit-Möglichkeiten für die Variante Linux Mint 13 (Maya) entschieden. Das System wird bis April 2017 supportet. Ich habe es auf zwei XP-Geräten parallel neben Windows installiert, weil ich XP künftig für spezielle Anwendungen weiternutze – ohne Verbindung zum Netz.
Meine Version von Linux Mint ist OK und reicht fürs Surfen. Etwas kompliziert ist die Bedienung: Einfache Vorgänge wie das Verändern des Desktop-Hintergrundes benötigen gleich eine „Einarbeitung“. Auch funktionieren nicht alle Programme so, wie man sie sich wünscht, z.B. die angebotenen Alternativen zu Winamp sind allesamt gewöhnungsbedürftig und somit nicht wirklich vergleichbar. Zudem funktioniert auch die Installation neuer Software über das Paketmanagement so lala (Bsp. DeVeDe zum Brennen von Film-DVDs).
Fazit: Wer nur sicher Surfen und sich nicht endlos lange einarbeiten will, für den sind ältere Linux-Distributionen auf alten XP Laptops sicher oké. Wer dann aber mehr mit dem System machen will, muss viel Zeit und guten Willen mitbringen.
http://crunchbang.org/
Sieht gut aus, ist schnell und basiert auf Debian.
Crunchbang richtet sich mit seiner Openbox Oberfläche eher an professionelle Anwender und ich würde es ebenfalls niemals einem Linux Neuling empfehlen.
Ich benutze es aber selbst auf meinen Arbeits-PC. Pipemenus sind einfach unglaublich praktisch genauso wie das globale Rechtsklick-menü oder angepinnte Fenster die auf allen Arbeitsflächen sichtbar sind.
Habe seit Jahren ein Wigwam als Desktop System (Wigwam = No Windows, No Gates, and Apache inside).
Ich kann allen die nicht durch teure Branchensoftware auf Windows gezwungen werden Linux empfehlen. Ich präferiere im Moment wieder openSuSE mit KDE, eine blitzsaubere Integration.
Das tolle an einem ordentlich aufgesetzten Linux ist, dass es, wenn es mal rennt, einfach rennt. So ein System abzuschießen hat nicht mal meine Mutter geschafft. ;)
Und die Updates kommen auch zentral über ein service, und es bringt nicht jede software ihren eigenen updatekram mit (was auf dauer beim administrieren ja echt nervt).
Fazit: Für 90% der Heim-Anwender ist IMHO ein ordentlich konfiguriertes Linux definitiv die bessere Wahl!
Michael und Jens . Wollt ihr allen ernstes Win 8 auf uralter XP Hardware nutzen ?? Hier in diesem Beitrag geht es darum wie man eben diese ALTE „XP Hardware“ trotzdem noch sehr effektiv weiter nutzen kann und nicht darum das man lieber Windoof 8.XX auf neuester Hardware benutzen möchte.
Bin bereits vor Jahren auf Mac und Linux (u.a. Xubuntu) umgestiegen. Ich kenne aus beruflichen Gründen auch die vermeintlichen Alternativen (Windows 7, 8, etc.). Nein, Danke!