Ratgeber

WordPress: Diese nützlichen Funktionen kannst du in der Konfigurationsdatei aktivieren

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4. Datenbankoptimierung und -reparatur aktivieren

Von heute auf morgen können auf der WordPress-Installation komische Dinge passieren: Unterseiten sind nicht mehr auffindbar und liefern 404er-Fehlermeldungen aus oder bauen sich nur langsam auf. In solchen oder ähnlichen Fällen lohnt es sich, die Datenbank zu optimieren beziehungsweise zu reparieren. Datenbank-Verwaltungstools wie zum Beispiel Phpmyadmin bieten dafür Werkzeuge, aber nicht immer ist Phpmyadmin installiert und nicht immer haben Nutzer Zugang dazu.

Glücklicherweise gibt es in WordPress ein bereits eingebautes Werkzeug für die Optimierung und Reparatur von Datenbanken, das du allerdings vorher freischalten musst. Zuerst trägst du folgendes in die Datei ein:

// Datenbankoptimierung aktivieren
define('WP_ALLOW_REPAIR', true);

Nach dem Hochladen der Datei kannst du über deine-website/wp-admin/maint/repair.php das Skript zur Optimierung aufrufen.

WordPress: Datenbakn optimieren/reparieren

WordPress: Datenbank optimieren/reparieren. (Screenshot: t3n)

Nun hast du die Möglichkeit, die Datenbank zu reparieren oder zu reparieren und zu optimieren. Nach getaner Arbeit solltest du den Eintrag aus der wp-config.php entfernen, da jeder – also auch nicht eingeloggte Nutzer – das Optimierungsskript aufrufen kann.

5. Speicherbegrenzung erhöhen

Falls du beim Arbeiten im Adminbereich, zum Beispiel bei der Aktivierung von Plugins, des Öfteren solche Meldungen zu sehen bekommst …

„Fatal error: Allowed memory size of 54321 bytes exhausted (tried to allocate 2345 bytes) in /irgend-ein-ordner/wp-content/plugins/[…].php on line 567“

… dann steht den PHP-Anwendungen auf dem Server zu wenig Arbeitsspeicher zur Verfügung. Da es sich bei WordPress ebenfalls um eine PHP-Anwendung handelt, ist es auch von dieser Begrenzung betroffen.

Worum geht es genau? In der PHP-Konfiguration gibt es mit „memory_limit“ einen Wert, der bestimmt, wie viel ein PHP-Skript – also auch WordPress – an Arbeitsspeicher verbrauchen darf. Zu diesem Verbrauch gehören neben der Kerninstallation von WordPress auch alle eingesetzten Plugins und das aktive Theme.

Die Begrenzung an sich ist sinnvoll, da der Server und seine Ressourcen so vor schlecht geschriebenen Anwendungen geschützt werden können. Allerdings ist die Standardeinstellung häufig zu niedrig angesetzt und reicht nicht für komplexe WordPress-Installationen aus. Um herauszufinden, wie hoch die Speicherbegrenzung ist, gibt es eine einfache und plugin-unabhängige Lösung. Erstelle mit einem Texteditor eine PHP-Datei und nenne sie zum Beispiel „phpinfo.php“. In diese Datei trägst du folgenden Code ein:

<?php phpinfo(); ?>

Lade sie jetzt hoch und ruf sie im Browser auf. Mit dieser Codezeile werden Informationen zur PHP-Konfiguration angezeigt. Suche dort im Browser per STRG + F nach dem Begriff „memory_limit“.

PHP: Memory-Limit (Screenshot)

Wie hoch ist bei dieser PHP-Installation das Memory-Limit? (Screenshot: t3n)

In der Abbildung siehst du, dass diese PHP-Umgebung über nur 64 Megabyte verfügt. Je nach Serverkonfiguration (FastCGI vs. mod_php4) und je nach Umfang der Installation kann das zu wenig sein. Wer hier die Speichergrenze erhöhen will, muss folgenden Code in die wp-config.php eintragen:

// Speicherbegrenzung erhöhen
define('WP_MEMORY_LIMIT', '128M');

Nach dem Hochladen der Datei stehen WordPress 128 Megabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Das sollte für die allermeisten Fälle ausreichen; wenn nicht, versuchst du es mit 256 Megabyte oder mehr.

Zusätzliche Möglichkeiten, die Speichergrenze zu erhöhen

Mit dem Eintrag in der Konfigurationsdatei hast du lediglich die Grenze für WordPress angehoben. Was also, wenn man auch den anderen PHP-Anwendungen mehr Speicher zur Verfügung stellen will oder wenn der Eintrag in der wp-config.php keine Verbesserung brachte?

Handelt es sich um einen Apache-Webserver, trägst du folgenden Code in die .htaccess ein:

# Speicherbegrenzung erhöhen
php_value memory_limit 128M

Damit bekommen alle PHP-Anwendungen innerhalb dieses Bereichs auf dem Server 128 Megabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung gestellt.

Sollte wider Erwarten auch das keine Abhilfe schaffen, dann gibt es noch eine dritte Möglichkeit: Du kannst die Datei php.ini anpassen. In der Regel, also bei einfachen Hosting-Angeboten und auch auf gemanagten Servern, kannst du diese Datei als Kunde gar nicht bearbeiten. Wenn die ersten beiden Lösungen keine Hilfe bringen, musst dich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei deinem Webhoster melden und um die Behebung des Problems bitten.

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5 Kommentare
Peter

Das php-memory-limit kann (wie viele andere Serverdaten) direkt in WordPress überprüft werden: Im Dashboard unter Werkzeuge / Website-Zustand, dort auf Bericht im Abschnitt Server

Antworten
Sven

Wenn die Erhöhung der Speichergrenze über die .htaccess Datei nicht funktioniert, kann man es auch noch über die .user.ini Datei versuchen. Diese muss i. d. R. selbst erstellt und in das Hauptverzeichnis der Anwendung geschoben werden, in der die Einstellungen wirken sollen.

Der Inhalt der .user.ini sieht dann etwa so aus:

memory_limit = 128M
max_input_vars = 3000

Antworten
Peter Schöne

Danke für einen guten Artikel!

Antworten
Benny

Der Tipp mit dem Reparieren der Datenbank war super. Sonst benutze ich dafür immer wp-optimize aber mit Hausmitteln ist das natürlich noch besser.

Antworten
Jörn

Danke für den Artikel. Hatte die Empty Trash Funktion gar nicht gekannt, aber schon oft gewünscht dass es so etwas gibt!

Antworten

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