Interview

Cloud-Business: Hat die Lidl-Cloud eine Chance gegen Google, Amazon und Alibaba?

(Bild: Kaufland)

Lesezeit: 3 Min.
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Cloud-Dienste von Google, Amazon, ­Alibaba? Klar. Aber von einem deutschen ­Lebensmittelhändler? Das ­lukrative Geschäft lockt auch Player wie die Schwarz-Gruppe. Cloud-Experte Andreas Hess klärt im Interview über die Erfolgsaussichten auf.

t3n: Die Schwarz-Gruppe will als Handels­unternehmen und Muttergesellschaft von Kaufland und Lidl groß ins Cloud-­Geschäft einsteigen und hat sich dazu auch den Software- und Domain­Spezialisten Camao IDC einverleibt.Ist das eine gute Idee?

Andreas Hess: Es gibt einerseits sicher ein ­Interesse an Cloud-Dienstleistungen jenseits der globalen Hyperscaler. Die Heraus­forderung besteht aber darin, ein wirklich differenziertes Angebot zu machen. Ein Cloud-Standort Deutschland und DSGVO-­Konformität sind für sich genommen noch kein Alleinstellungsmerkmal.

t3n: Stackit will vom komplett verwalteten Server über Entwicklungsumgebungen wie Cloud Foundry und Kubernetes sowie Virtual Machines bis hin zu reinen Speicher- und Datenbank-Cloud-Diensten ein breites Portfolio anbieten. Wie hoch sind die technologischen Hürden für den Erfolg von Stackit?

Für ein globales Angebot ist der techno­lo­gische Vorsprung der globalen ­Hyper­scaler praktisch nicht einzuholen. Ein ­Beispiel sind die Investitionen der großen Cloud-Provider in ein globales Backbone. Sie nutzen teilweise eigene Unterseekabel und haben eine Vielzahl von Rechen­zentrumsstandorten kombiniert mit Points of Presence aufgebaut, um in den wichtigsten Wirtschaftsregio­nen präsent zu sein. Bei IaaS und PaaS konkurriert Stackit vermutlich eher mit Angeboten wie der Open Telecom Cloud oder der Innovo Cloud – um Beispiele für länger etablierte beziehungsweise eher neue Markt­teil­nehmer aus Deutschland zu nennen – sowie mit europäischen Anbietern wie OVH aus Frankreich.

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t3n: Deutschland gilt gemeinhin nicht gerade als Vorreiter bei neuen Technologien und Digitalisierung. Stichwort „Breitbandausbau“ und „5G“. Vom Fachkräftemangel in der IT ganz zu schweigen. Macht es der Standort Deutschland einer „Lidl-Cloud“ schwer?

Stackit positioniert sich als Anbieter von Cloud-Lösungen aus Europa. Mit Blick auf die angenommene Zielgruppe bietet Deutschland mit seinen hohen Standards im Datenschutz eher einen Standortvorteil.

t3n: Sind die Argumente „Datenschutz“ und „Unabhängigkeit“ von großen ­globalen Anbietern aus Kundensicht wirklich ausschlaggebend für die Entscheidung für oder gegen einen Anbieter?

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2 Kommentare
Heinrich Peter Maria Radojewski Schäfer von Leverkusen
Heinrich Peter Maria Radojewski Schäfer von Leverkusen

Das hört sich eher ziemlich durcheinander an.
Ein klares, fokussiertes Konzept ist nicht erkennbar.

Ein wenig hiervon, ein wenig davon.
Die Zukunft liegt offen und mit ausgebreiteten Armen vor uns.

Da sind solche ängstlich bangen pseudoenergetischen
Aktivitäten unverständlich.

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DirkKöln
DirkKöln

Hört sich doch super an!

Eine europäische Cloud um Daten zu schützen.

Weil was Google und co zum Schutz der Daten vor Zugriff des Staates machen ist doch eher halbherzig,wenn der US-Staat trotzdem Zugriff hat.

Also statt z.B. das Cloud-Geschäft der Google-Deutschland GmbH zuzuordnen…

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