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Bitcoin weitergedacht: Die Ethereum-Grundlagen im Überblick

(Grafik: Shutterstock/ Wit Olszewski)

Wer über Bitcoin und Blockchain spricht, kommt früher oder später auch auf Ethereum. Das Projekt verfügt über einige Besonderheiten, die das dezentrale Konzept von Bitcoin deutlich weiterdenkt. Die Grundlagen im Überblick.

Der Hype um digitale Währungen wie Bitcoin oder Ether speist sich in erster Linie aus beeindruckenden Wertsteigerungen. Der Kurs für einen Ether beispielsweise lag Anfang 2015 noch unter einem US-Dollar und kletterte zwischenzeitlich auf über 650 US-Dollar. Doch ist die schlichte Wertsteigerung eher einer der langweiligen Aspekte von Ethereum, wenn man sich das Potenzial hinter der Technologie anschaut. Denn die Kombination aus „programmierbarem“ Geld und einem globalen Computer in Form der Ethereum Virtual Machine ist der viel weitreichendere ­Aspekt und gleichzeitig auch das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Ethereum-Blockchain zu Bitcoin.

Ethereum bietet nämlich nicht nur eine Möglichkeit, Werte digital aufzubewahren, sondern auch ganz andere Dinge mit den digitalen Werten auf einem globalen Computer in Form der Ethereum Virtual Machine anzustellen. Es lassen sich Anwendungen für jede nur denkbare Finanzdienstleistung programmieren – von Kauf und Verkauf über Kredite und Crowdfunding bis hin zu ­Auktionen und sogar Glücksspiel. Dabei ist die Nutzung der Ethereum Virtual Machine nicht auf Menschen beschränkt, denn auch Computer können mit ihr interagieren. So ist es beispielsweise denkbar, dass selbstfahrende Autos vollautomatisch Strom aufladen und dafür eine Zahlung auslösen.

Was steckt technisch hinter Ethereum?

Die Ethereum Virtual Machine besteht aus Tausenden von ­Computern, die alle miteinander verbunden sind und zusammen als ein großer, weltumfassender Computer funktionieren. Dabei beherbergt jeder dieser einzelnen Rechner eine Kopie aller vorhandenen Informationen. Fällt also ein einzelner Computer aus, ist das überhaupt kein Problem. Wer Programme auf dem globalen Computer laufen lassen will, muss sich die benötigte Rechenzeit kaufen. Die Währung dafür ist das bereits angesprochene Ether. Damit hat Ether im Gegensatz zu reinen Kryptowährungen einen inhärenten Wert. Während Bitcoin als digitale Währung konzipiert wurde, fungiert Ethereum als Plattform für das Ausführen von Verträgen – sogenannter Smart Contracts – zwischen zwei Parteien mit Hilfe von verteilten Apps – sogenannter ­Distributed Apps (Dapps).

Die Transaktion eines Werts auf der Ethereum-Blockchain eignet sich am besten für eine verständliche Erklärung der grundlegenden Technologie. Wer Geld transferieren will, dem wird der entsprechende Betrag vom eigenen Konto abgezogen und dem Konto des Gegenübers gutgeschrieben. Im herkömm­lichen Finanz­system erfassen die Banken alle Transaktionen und bestimmen anhand dieser den Kontostand – klassische Buch­haltung also. Auf der Blockchain funktioniert das ähnlich, sodass sich die Technologie auch als digitales Hauptbuch beschreiben lässt. Im englischen Sprachraum spricht man von einem „Ledger“.

Die Blockchain besteht aus einzelnen Blöcken, die Informa­tionen enthalten und in einer Art Kette aneinandergereiht werden. Daher kommt auch der Name „Blockchain“. Jeder Block der Blockchain beinhaltet eine bestimmte Zahl von Transaktionen sowie einige Informationen über den Block selbst. Diese Informationen werden in den „Header“ geschrieben und enthalten ­unter anderem die Blocknummer, wer den Block erstellt hat, sowie – und das ist besonders wichtig – eine Referenz auf den voran­gehenden Block. Dazu kommen zusätzliche technische Informationen wie Hashes.

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