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t3n 24

Smartphones: Passender Android gesucht

Moderne Multimedia-Handys sind schick, praktisch und machen Spaß. Ihr Kauf ist dagegen ein langer steiniger Weg – eine Reise in die Welt des Konsumwahns und Nerdtums.

Hinweis: Dieser Heftartikel „Passender Android gesucht“ aus t3n Nr. 24 ist nicht zwingend auf dem Stand der aktuellsten Smartphone-Generationen. Dennoch wollen wir euch diesen witzig geschriebenen Beitrag von Witold Pryjda nicht vorenthalten. Denn die Auswahl ist inzwischen eher noch größer und die Entscheidung noch schwieriger geworden.

Eine aktuelle Marktübersicht für Android Smartphones von der Einsteigerklasse bis zum Oberklasse-Handy findet ihr hier auf t3n News.

Die alte Nokia-Telefonzelle (auch liebevoll „Ziegel“ oder „Koffertelefon“ genannt) hat es endgültig hinter sich: Die Zifferntaste 2 verweigerte schon länger die Kooperation und lieferte beim Schreiben von Kurznachrichten statt eines „C“ maximal ein „A“. Spätestens als der Gesprächspartner kaum mehr zu verstehen war, führte definitiv kein Weg mehr an einem Neukauf vorbei. Am Anfang eines solchen steht aber die klassische Frage: Muss es ein Smartphone sein? Die psychologischen Abwehrkräfte (vor allem) von technikinteressierten Männern sind in solchen Fällen völlig überfordert, ja nicht existent.

Apfel, Roboter, Fenster oder Beere

Die erste konkrete Entscheidung beim Kauf eines neuen Smartphones dreht sich um das mobile Betriebssystem. Es stehen mindestens vier Plattformen zur Wahl: iOS, Blackberry, Windows Phone 7 und Android. Geht man die Sache mal ganz subjektiv durch, ergeben sich folgende Überlegungen: iPhone? Ist was für Mac-Fans, Politiker und Spielerfrauen. Blackberry? Praktisch, aber eher etwas für Anzugträger. Windows Phone 7? Ein Microsoft-OS im Haushalt genügt. Symbian? Symbian ist überhaupt keine Alternative, denn es ist so sexy wie ein durchgeschwitztes Hemd nach einer Aufsichtsratssitzung bei Nokia.

Flexibler Werkzeugkasten

Die Wahl fällt also auf Android – trotz Google. Dem trauen viele ja nicht weiter, als sie Hochhäuser werfen können. Doch die Realität ist ganz einfach, egal ob bei Apple, Microsoft oder Google: Wer sich ein Smartphone zulegt und Apps nutzt, sollte die Wörter Privatsphäre und Datenschutz aus seinem Wortschatz streichen. Aber zurück zur Technik: Android ist wohl das flexibelste unter all den Smartphone-Betriebssystemen, denn schließlich ist es praktisch nur ein Werkzeugkasten, der das genaue Aussehen dem Hersteller beziehungsweise Nutzer überlässt.

Die Entscheidung für eine bestimmte Plattform ist aber noch der einfachste Teil der ganzen Übung. Denn nun fängt der Ärger erst so richtig an: Welcher Hersteller, welches Modell? Mit Ausnahme von Nokia, das sich im Smartphone-Segment praktisch exklusiv an Windows Phone 7 gekettet hat, bieten alle großen Handyhersteller Android-Geräte an. Und je größer die Auswahl, desto schwieriger die Entscheidung.

Viel Geld, viel Handy

Die Auswahl unter den Android-Smartphones ist groß. Das Nexus S spielt in der Oberliga mit.

Grob kann man die Androiden in drei Kategorien einteilen: Günstige Einsteigermodelle gibt es bereits ab etwa 130 Euro. Die sind meist kompakt, haben kleine Displays sowie Prozessoren, die es eher gemütlich angehen lassen. Diese Einsteigerklasse bietet „ganz normale“ Handys mit Smartphone-Feeling. Technisch ist das für die meisten User völlig ausreichend. Wenn da bloß nicht die Sache mit den Updates für das Betriebssystem wäre. Vielfach laufen die günstigen Smartphones nämlich mit deutlich veralteten Android-Versionen und offizielle Upgrades sind keine Selbstverständlichkeit.

Die Mittelklasse – das wahrscheinlich derzeit am meisten umkämpfte Segment – beginnt bei rund 300 Euro. Die entsprechenden Smartphones stehen den Top-Modellen in Bezug auf die Funktionen in kaum etwas nach. Sie werden auch brav und regelmäßig mit den neuesten Android-Ausgaben bestückt. Allerdings muss man in Kauf nehmen, dass der Prozessor gelegentlich Schluckauf bekommt und der LCD-Bildschirm sich nicht so kontrastreich und farbenfroh wie ein AMOLED-Display präsentiert. Zu nennen sind hier vor allem das Motorola Defy, das Samsung Galaxy Ace und das LG Optimus One sowie das HTC Desire, das man inzwischen auch ganz günstig bekommt.

Android-Smartphones Mittelklasse
Motorola Defy
  • Android 2.1
  • 3,7-Zoll-Touchscreen
  • 800-MHz-Prozessor
  • 5-Megapixel-Kamera
  • wasser- und staubdicht
Samsung Galaxy Ace
  • Android 2.2
  • 3,5-Zoll-Touchscreen
  • 150 MB interner Speicher (erweiterbar auf 32 GB)
  • 5-Megapixel-Kamera
  • Swype-Texteingabe und TouchWiz-Oberfläche
LG Optimus One
  • Android 2.2
  • 3,2-Zoll-Touchscreen
  • 3-Megapixel-Kamera
HTC Desire
  • Android 2.1
  • 3,7-Zoll-Touchscreen
  • 1-GHz-Prozessor
  • 5-Megapixel-Kamera
  • HTC Sense

Bei 400 bis 600 Euro ist die Top-Klasse zu Hause. Dazu gehören Modelle wie das HTC Desire HD, das Samsung Galaxy S II oder das Google Nexus S. Die lassen technisch natürlich keinerlei Wünsche offen, sie sind schnell und schön, aber auch ziemlich groß. Ein Bildschirm mit mehr als vier Zoll ist zwar eine feine Sache, als kompakt kann man diese Top-Handys aber nicht gerade bezeichnen. So manches Handy stößt hier an die Grenzen der Hosentasche.

Android Smartphones Top-Klasse
HTC Desire HD
  • Android 2.2
  • 4,3-Zoll-Touchscreen
  • 1-GHz-Prozessor
  • 1,5 GB interner Speicher, 768 MB RAM
  • 8-Megapixel-Kamera
  • HTC Sense
Samsung Galaxy S II
  • Android 2.3
  • 4,3 Zoll-Touchscreen
  • 2x1,2-GHz-Prozessor
  • 16 GB interner Speicher
  • 8-Megapixel-Kamera mit FullHD
  • 2-Megapixel-Frontkamera (Videotelefonie)
Google Nexus S
  • Android 2.3
  • 4-Zoll-Touchscreen
  • 1-GHz-Prozessor
  • 16 GB interner Speicher
  • 5-Megapixel-Kamera
  • VGA-Frontkamera (Videotelefonie)
  • Near Field Communication (NFC)

Die Suche beginnt also, und weil der letzte Handykauf schon ein paar Jährchen her ist, kommt man zunächst auf die glorreiche Idee, bei den Netzbetreibern nachzuschauen. Seinerzeit gab es ja zum Vertrag ein subventioniertes Gerät. Man kommt jedoch schnell darauf, dass es diese Praxis längst nicht mehr gibt. Wer ein Smartphone zum Vertrag dazu nimmt, kommt nicht billiger weg. Man zahlt im Gegenteil oftmals sogar drauf. Die meisten Modelle sind im freien Handel günstiger zu bekommen. Die Zeiten habe sich eben gewandelt. Während man sich früher das Handy zum Mobilfunkvertrag aussuchte, sucht man sich heute den Vertrag zum Handy aus.

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3 Reaktionen
jakob42

Wirklich? Artikel mit Task-Killer-Tipps werden im Magazin veröffentlicht? ;-(

Andi

Bla, dieser Artikel erschien in der Ausgabe 24 - und die wurde im April diesen Jahres verkauft...

zum Artikel - das trifft auf alle zu, die noch nachdenken - mach ich es - oder mach ich es nicht. Ich habe diesen (genau diesen) Prozess in den letzten 6 Wochen hinter mir ... und dann gab es die ersten Bilder des Razr - ich habe mich verliebt! Dann hieß es warten bis es erscheint - und dann zuschlagen, als ein Angebot unwiederstehlich war... Die Aufregung ist vorbei - auch das tägliche Recherchieren im Netz - Ruhe kehrt ein - endlich!

Und nun - das neue Gerät vor mir - Stolz ;-) (bisher habe ich für kein Handy mehr als 60€ bezahlt - sei es durch einen Vertrag - oder dem Spezl das Handy abgekauft...

Das war das eine - das andere was mich (noch immer) beschäftigt - hier in der Stadt bin ich tagtäglich mit der S-Bahn unterwegs. Wie können sich die Kids (13 Jahre aufwärts) ein S2, ein Desire in Iphone4 leisten? und zwar sehr viele Kids! und Jugendliche.
Ich hatte vor 15 Jahren keine 800DM übrig ...! Für die heutige Jugend ist ein Highendsmartphone selbstverständlichkeit - natürlich mit dazugehöriger Flatrate fürs Internet (kostet ja nur 10€ pro Monat)
Und ich, als Arbeitender mit eigenem Einkommen mache mir ewig Gedanken so viel Geld auszugeben?

Die erste Frage wird mich noch lange beschäftigen - vielleicht erfahre ich irgendwann, wie es funkioniert - die zweite Frage ist gestrichen - ich habe gesündigt und bin happy

Bla

Das Galaxy Ace wird mittlerweile mit Android 2.3.3 ausgeliefert bzw. das Update auf 2.3.3 ist vorhanden.

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