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Startups

Die 10 schlimmsten Fehleinschätzungen, wenn es um Risikokapital geht

(Foto: epSos.de / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Charlie O´Donnell vom Blog “This is going to be big” stellt sehr treffend zusammen, was Risikokapitalgeber nicht sind, was man von ihnen erwarten kann oder eben auch nicht. Dabei räumt er in erfrischender Weise mit etlichen gängigen Missverständnissen auf und liefert ein Plädoyer für das Selbstbewusstsein junger Unternehmer.

Risikokapital: Wichtig, essentiell, existenznotwendig, überlebenswichtig?

O´Donnells sehr umfangreicher Blogbeitrag befasst sich mit vielen Legenden, die sich um das Thema Risikokapital ranken. Die von ihm kompilierten 10 schlimmsten Fehleinschätzungen würde ich im Großen und Ganzen unterschreiben. Die ausführlichen Begründungen und Erläuterungen erhaltet ihr direkt bei “This is going to be big”. Im Folgenden reiße ich daher nur die Stichpunkte an:

Money´s too tight to mention... (Foto: epSos.de / flickr.com, Lizenz: CC-BY)
  1. Du brauchst es! Denk nochmal. Brauchst du es wirklich? Lass dich nicht drängen. Wachse langsamer, aber ohne fremdes Geld…
  2. Nur 22 Jahre alte Hacker erhalten Risikokapital. Hackernerds sind sicherlich ein bisschen überrepräsentiert, jedoch stimmt die Aussage dennoch nicht. Jedenfalls ist das Alter nicht bestimmend für die Bereitschaft der Risikokapitalgeber, zu investieren.
  3. Risikokapitalgeber haben die Macht. Ebenfalls Unsinn. Risikokapitalgeber konkurrieren um die besten Ideen. Gelder sollen investiert werden. Risikokapitalgeber, die kein Risikokapital geben, machen sich selbst überflüssig.
  4. Du hast nur eine Chance. Quatsch. Entwickle dein Produkt und versuch es nochmal.
  5. Geld wird all deine Probleme lösen. Geld ersetzt keine Ideen. Marketing ersetzt kein gutes Produkt. Geld hat also nicht primär etwas mit dem potenziellen Geschäftserfolg zu tun.
  6. Risikokapitalgeber suchen nur einen Grund, um dich abzulehnen. Bitte nochmal unter Punkt 3 nachlesen.
  7. Wenn du nur 10 Minuten Facetime mit dem Kapitalgeber hättest, würde der dich verstehen. Eine gute Idee wirkt auch in einer E-Mail. Auch Kunden geben dir nicht 10 Minuten, um sie von deinem Produkt zu überzeugen.
  8. Es ist immer gut, irgendwo Geld her zu bekommen, wenn es gerade nicht so läuft. Wenn es gerade nicht so gut läuft, solltest du nüchtern analysieren, ob es in absehbarer Zeit überhaupt eine Chance gibt, dass es mal besser werden kann. Ansonsten gilt: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
  9. Du brauchst ein gutes Blatt. Nein, lass die Kartenspielertricks. Sei offen und ehrlich mit deinem Produkt, beschönige nichts. Die Zusammenarbeit mit Risikokapitalgebern muss eine Arbeitsebene finden, die nicht auf Halbwahrheiten und taktischen Tricks beruhen darf.
  10. Risikokapitalgeber werden mir massiv helfen, mein Geschäft zu entwickeln. Auch falsch. Wenn du Glück hast, werden dir Risikokapitalgeber in unterschiedlichen Bereichen unterschiedliche, hoffentlich nützliche Tipps geben. Wie weitreichend die Unterstützung ist, die du dir außerhalb des rein Pekuniären versprichst, wird stark unterschiedlich sein. Versuch, gute Verbindungen aufzubauen, aber verlass dich nicht darauf.

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