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1&1 kann dank Telefónica das 4. Mobilfunknetz Deutschlands aufbauen

Ein Vertrag zwischen 1&1 Drillisch und seinem Wettbewerber Telefónica schafft die Voraussetzung dafür, dass Drillisch sein eigenes Mobilfunknetz betreiben kann.

1 Min. Lesezeit

Telefonica. (Foto: Shutterstock)

Der Ausbau eines vierten Mobilfunk-Netzes in Deutschland kann starten: 1&1 Drillisch hat ein Vertragsangebot seines Wettbewerbers Telefónica für ein nationales Roaming angenommen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Bis Mai sollen noch letzte Vertragsdetails geklärt werden, verbindlich ist die Vereinbarung aber schon jetzt.

Dadurch bekommt Drillisch auch zukünftig Zugang zum O2-Netz. Die Zusammenarbeit ist die Voraussetzung, dass Drillisch sein eigenes Netz baut. Derzeit gibt es hierzulande Mobilfunknetze von der Deutschen Telekom, von Vodafone und von Telefónica (O2), in einiger Zeit wird Drillisch die Nummer 4 werden.

1&1 Drillisch wird sich mit O2 einig

2019 hatte die Firma für rund 1,1 Milliarden Euro erstmals Frequenzspektrum ersteigert. Das wollte Drillisch aber erst für ein eigenes Netz nutzen, wenn seine Handykunden in der jahrelangen Bauphase abseits erster Standorte nicht im Funkloch sitzen, sondern über ein nationales Roaming versorgt sind, ähnlich wie bei internationalen Roaming im Ausland. Ohne diesen Zugang hätte die Firma im Rennen um die Kundengunst schlechte Karten.

Der Neueinsteiger verhandelte lange mit allen drei alteingesessenen Netzbetreibern, der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica. Handelseinig wurde er sich mit dem Münchner Konzern. Die Vereinbarung ist für beide Seiten positiv: Für Drillisch ermöglicht sie den Einstieg als Netzbetreiber, während Telefónica sein Netz besser auslasten kann und Mieteinnahmen bekommt.

Die beiden Telekommunikationsunternehmen arbeiten schon seit langem zusammen, Drillisch nutzt als sogenannter virtueller Netzbetreiber vor allem Kapazitäten von Telefónica. Diese Vereinbarung von 2014 galt aber nur so lang, wie Drillisch kein eigenes Netz hat. Durch den neuen Vertrag läuft die Kooperation weiter. Allerdings geht es hierbei nur um 2G, 3G und 4G – der neue Mobilfunkstandard 5G ist in dem Deal nicht inbegriffen. Den will Drillisch seinen Kunden über die eigenen Antennen ermöglichen. Das Unternehmen mit Sitz im hessischen Maintal gehört zum Telekommunikationskonzern United Internet aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. dpa

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