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5 Dinge, die du diese Woche wissen musst: Prime Day als Reminder für den Jahresendspurt

Jeden Montagmorgen berichten wir über fünf Dinge, die zum Wochenstart wichtig sind. Diesmal geht es unter anderem um Skills, die Arbeitgebern wichtig sind, den Umgang mit Retouren und Menschen im Metaverse.

Von Holger Schellkopf
6 Min.
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Stellenanzeigen-Analyse: „Frustrationstoleranz“ ist besonders gefragt. (Foto: Shutterstock-DimaBerlin)

Na, was hast du dir denn so beim Prime Day in der vergangenen Woche gekauft? Wie, nix? Dir waren die Angebote nicht attraktiv genug? Dann bist du ziemlich im Mainstream, um das zu Unrecht schlecht beleumdete Wörtchen an dieser Stelle mal zu gebrauchen.

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Tatsächlich war der zweite Prime Day in diesem Jahr irgendwie eine eigentümliche Nummer. Normalerweise sorgen Veranstaltungen dieser Art ziemlich zuverlässig für Shoppingfieber auf der einen und diverse Gegenveranstaltungen auf der anderen Seite. Beides war in der vergangenen Woche kaum zu verspüren. Erklärungen gibt es dafür einige. Die Qualität der Angebote ist ein Faktor. Da scheint selbst Amazon den zweiten Prime Day jetzt nicht so wirklich ernst genommen zu haben. Dementsprechend übersichtlich sind auch die Reaktionen der Konkurrenz ausgefallen.

Möglicherweise hat Amazon aber auch die Rahmenbedingungen nicht ganz richtig eingeschätzt. Inflationsangst, die Furcht vor einer möglicherweise drohenden Energiekrise, die tatsächlich schon gestiegenen Energiekosten – das alles ist nicht unbedingt förderlich für Kauflaune.

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Hinzu kommt, dass der letzte Prime Day ja noch nicht so lange her ist und der Black Friday quasi vor der Tür steht.

Gut möglich, dass dieser Ausblick aber auch Hauptgrund für den zusätzlichen Prime Day war. Auf diese Weise wurde den Menschen zumindest schon wieder das Thema in Erinnerung gerufen. Sozusagen als Reminder für den Jahresendspurt.

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Wir werden sehen, ob so eine Aktivierung tatsächlich funktioniert. Der Handel sollte zumindest versuchen, den Ball aufzunehmen.

Zu müde zum Lesen? Unsere wichtigsten News der Woche gibt es auch zum Anhören

1. Welche Skills Arbeitgebern besonders wichtig sind

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Während vor einigen Jahren von Homeoffice in den allermeisten Firmen noch keine Rede war, sind Hybridmodelle heute gang und gäbe. Zudem sind die Zeiten hoher Arbeitslosigkeit vorbei, vielmehr kämpfen Unternehmen mit einem rasant anwachsenden Fachkräfte- und Arbeitermangel.

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All diese Trends spiegeln sich natürlich auch in den Stellenanzeigen wider, die deutsche Unternehmen veröffentlichen. So waren 2021 beispielsweise „Verhandlungsgeschick“ und „Präsentationsfähigkeiten“ nicht mehr ganz so gefragt wie zuletzt noch 2018. Andere Qualitäten wie „die Fähigkeit, zu motivieren“, „eine positive Grundeinstellung“ und „ein sicherer Umgang mit Daten“ sind hingegen heute gefragter als damals. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Bertelsmann Stiftung von rund 48 Millionen Online-Stellenanzeigen der letzten drei Jahre.

Den größten Anstieg verzeichneten zwei Begriffe, die jedoch aufhorchen lassen: So ist Arbeitgebenden die „Frustrationstoleranz“ und das „Einfühlungsvermögen“ potenzieller Mitarbeitender inzwischen deutlich wichtiger geworden. Ersteres verzeichnete einen Anstieg um sagenhafte 70 Prozent, letzteres um 39 Prozent. Soziale und kommunikative Kompetenzen scheinen somit heute deutlich wichtiger zu sein als noch vor drei Jahren.

Einige Fähigkeiten bleiben jedoch auch unverändert hoch im Kurs. Laut der Stellenanzeigen-Analyse haben Arbeitgebende auch 2021 nach wie vor „Einsatzbereitschaft“ in knapp der Hälfte aller Ausschreibungen verlangt, „Teamfähigkeit“ in fast einem Drittel. Nach wie vor als tugendhaft zählt zudem „Selbstständigkeit“. Auch hier sind ein Drittel der Stellenanzeigen mit dem Begriff veröffentlicht. Die Kompetenz ist vor allem im Homeoffice sehr wichtig.

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2. Rätselhafter Umgang mit Retouren

Geht es um Retouren, so ist Amazon meist noch kulanter als andere Händler und verzichtet häufig sogar auf die Rücksendung. Das gilt nicht nur, wenn ein Artikel mal defekt ist, sondern aktuell auch in vielen Fällen, wenn man einen Artikel einfach zurückgeben will. Doch hinter der Amazon-Erstattung ohne Rücksendung steckt eine schlaue Kalkulation des Onlinehändlers. Retouren sind für Händler ohnehin ein Faktor, den sie nach Möglichkeit vermeiden wollen. Denn gerade bei Kleidung, Schuhen und Lifestyle-Produkten, bei denen die Retourenquoten bei vielen Händlern bei über 50 Prozent liegen, verursachen die Rücksendungen immense Kosten.

Die Reaktion darauf fällt für manche Einkäufer:innen überraschend aus: In verschiedenen Foren berichten Kund:innen, dass sie einen Artikel an Amazon zurückgeben wollten, entweder weil er falsch geliefert wurde oder weil er einfach nicht gefällt. Bei einigen Artikeln unter 20 Euro Wert generiert das Unternehmen im Kundencenter nach der Frage der Erstattungsart kein Rücksendeetikett mehr, sondern meldet: „Erstattung veranlasst. Sie müssen den Artikel nicht zurücksenden.“

Die Erstattung erfolgt stets – mit oder ohne Rücksendung – umgehend und Verbraucher:innen erhalten ihr Geld auf demselben Weg, mit dem sie bezahlt haben. Amazon hat ja diesbezüglich sämtliche hinterlegten Daten.

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Erwartungsgemäß hält sich das Unternehmen aber bedeckt in Bezug auf die Frage, nach welchen Kriterien man auf die Rücksendung auch mal verzichtet. „Generell gilt: Kein Kunde retourniert gern Ware. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ein Kunde Waren möglichst selten retournieren muss“, erklärt ein Amazon-Sprecher.

Doch dahinter steckt eine nüchterne Kalkulation: Offenbar ist es für das Unternehmen günstiger, die Ware nicht zu kontrollieren und als gebraucht in seinen Warehouse-Deals einstellen zu müssen. Auch die Portokosten, so gering sie für den Großkunden Amazon sein mögen, spielen hier sicherlich eine Rolle. Unterm Strich ist Amazons Großzügigkeit also blankes Kalkül.

Überstrapazieren sollte man diese „Großzügigkeit“ von Amazon aber trotzdem nicht. Denn das Unternehmen hat bereits in der Vergangenheit Kund:innen vom Einkauf ausgeschlossen, wenn diese böswillig gegen die Regeln verstoßen haben.

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3. Wie viele Menschen sind im Metaverse?

Basierend auf dem Wert der im Umlauf befindlichen Krypto-Token haben „Decentraland“ und „The Sandbox“ einen Marktwert jenseits der eine Eine-Milliarde-Dollar-Grenze. Umso erstaunlicher klang ein Bericht der Krypto-Nachrichtenseite Coindesk, laut der „Decentraland“ Anfang Oktober nur 38 aktive Nutzer:innen hatte. „The Sandbox“ kam nach den vom Krypto-Analysedienst Dappradar bereitgestellten Daten immerhin auf 522 aktive Nutzer:innen.

Inzwischen wissen wir, dass diese Zahlen so nicht stimmen. Tatsächlich zeigt eine Datenauswertung der von der Community betriebenen Website DCL Metrics, dass zum selben Zeitpunkt mehr als 5.800 Menschen aktiv in „Decentraland“ unterwegs waren.

Wirklich beeindruckend sind allerdings auch diese Werte nicht. Dafür gibt es einige Gründe.

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So haben die First Mover im Metaverse-Bereich nach wie vor das Problem, dass sich auf ihnen nicht unbedingt viel machen lässt. Zumindest nichts, was durch die Integration in ein Metaverse nennenswert besser wäre als in Form einer klassischen App, einer Website oder eines Videospiels.

Zudem ist insbesondere „Decentraland“ reichlich zerklüftet und kommt zum Teil noch in sehr unausgereifter Optik daher. Generell liegen zwischen modernen Spielen und dem real existierenden Metaverse grafisch noch Welten.

Wenn das Metaverse aber weder praktisch noch besonders unterhaltsam oder wenigstens hübsch ist, fehlt der Masse der Menschen auch die Anreize, sich dort häufiger aufzuhalten.

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Lösungsansätze gibt es, aber selbst Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der sein milliardenschweres Social-Media-Unternehmen aus Begeisterung für das Metaverse in Meta umbenannt hat, geht nicht davon aus, dass die notwendige Technologie innerhalb der nächsten Jahre ausgereift sein wird.

4. DJI steht auf der schwarzen Liste

Schlechte Nachrichten für DJI: Die USA setzen den weltweit größten Hersteller von kommerziellen Drohnen auf die Blacklist. Darauf landen Firmen, die den USA zufolge Verbindungen zum chinesischen Militär haben. Gegen Unternehmen, die auf dieser Liste stehen, kann der US-Präsident Sanktionen verhängen. Außerdem soll die Blacklist ein Warnsignal für Investor:innen sein, nicht weiter zu investieren.

Mittlerweile befinden sich mehr als 60 chinesische Unternehmen auf der US-Blacklist. Unter anderem auch große Namen wie der Smartphone-Hersteller Huawei oder der Chiphersteller SMIC. DJI selbst streitet indes jegliche Verbindungen zum chinesischen Militär ab.

Mit solchen Restriktionen entfernen sich die USA und China immer weiter voneinander. Erst vor Kurzem haben die USA ihren Tech-Unternehmen verboten, Fabriken in China zu bauen. Aber auch der Weltraum ist von den beiden Ländern umkämpft. China beschuldigt die USA, diesen zu militarisieren.

5. Praxis-Tipp: Unsichtbaren Button beim iPhone nutzen

Neben dem Seitenknopf, der einst Powerbutton hieß, den Lautstärkeknöpfen und dem Stummschalten-Regler hat Apple allen mit iOS 14 kompatiblen iPhones einen neuen unsichtbaren Button auf die Rückseite gezaubert. Damit könnt ihr mit einem Doppel- oder Dreifach-Tap auf die Gehäuserückseite beliebige Funktionen starten. Den „Auf die Rückseite Tippen“-Button müsst ihr allerdings selbst aktivieren und mit einer Funktion belegen.

Mit der Back-Tap-Funktion scheint Apple den Nutzer:innen mehr Möglichkeiten zur Interaktion mit dem iPhone an die Hand geben zu wollen

Die Funktion ist recht tief in den Systemeinstellungen unter Einstellungen > Bedienungshilfen > Tippen > Auf Rückseite tippen versteckt. Dort lassen sich allerdings dann ziemlich viele unterschiedliche Aktionen auswählen..

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