Ratgeber

8 nützliche Wetter-Apps für das iPhone

Eine der Alternativen zu Apples Wetter-App: Wetter.com (Screenshot: Wetter.com)

Alternativen zu Apples Wetter-App punkten mit genauer Vorhersage, Regenradar und ansprechendem Design. Wir haben für euch acht Wetter-Apps für das iPhone herausgesucht, die uns überzeugt haben.

Apples hauseigene Wetter-App ist auch auf iOS 13 gute Hausmannskost und bietet einen groben Überblick zum Wetter in den nächsten Tagen. Die aufgeräumte Benutzeroberfläche und flüssige Bedienung trösten aber nicht darüber hinweg, dass die Vorhersage häufig ungenau ist. Manche Nutzer vermissen weitere Informationen, Daten und Darstellungen wie ein Regenradar. Hier kommen Alternativen von Drittanbietern ins Spiel: Darunter sind Generalisten mit hübscher User-Experience oder umfangreichen Katalogen von Wetterdaten. Oder es handelt sich um Spezialisten für Wind, Niederschlag und Bergwetter. Viele eigenen sich als Ergänzung zur vorinstallierten Wetter-App auf dem iPhone.

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Warum sind die Wettervorhersagen so unterschiedlich?

Wetter heißt die vorinstallierte App von Apple auf dem iPohe.

Apples vorinstallierte Wetter-App ist ansehnlich, aufgeräumt und hat die wichtigsten Infos parat. (Screenshot: Apple)

Wer mehrere Wetter-Apps oder verschiedene Seiten für die Wettervorhersage bemüht, kennt das Phänomen: Während eine App Trockenheit ansagt, will die andere vor Regen warnen. Wie kommt so ein Unterschied zustande?

Grundlagen für Wetterprognosen sind die Daten aus zehntausenden permanent aufzeichnenden Wetterstationen weltweit und deren Modellberechnung in leistungsfähigen Computern. Die Anbieter von Wetterdaten verwenden allerdings verschiedene Wettermodelle. Für Vorhersagen in Deutschland werden am häufigsten das deutsche Wettermodell (ICON), das europäische Wettermodell (ECMWF) und das amerikanische Wettermodell (GFS) verwendet. Die vorinstallierten Wetter-Apps von Apple oder von Google auf Android nutzen GFS, das für die großräumige Geographie des nordamerikanischen Kontinents entwickelt wurde und in Europa häufig ungenau ist. ICON, das etwa der DWD nutzt, verwendet kleinere Raster und ist besser an die kleinräumige Landschaft Deutschlands angepasst. Dadurch sind die Wettervorhersagen oft treffsicherer. Warum wird dann GFS hierzulande überhaupt verwendet? Die GFS-Daten sind kostenlos verfügbar, für ICON müssen App-Anbieter zahlen. Manche Apps nutzen mehr als ein Wettermodell als Datenquelle, einige Entwickler lassen über die Wettermodelle auch noch eigene Rechenschritte drüberlaufen. Jeder kocht sein eigenes Wettersüppchen und so kommt es zu einer großen Bandbreite an möglichen Vorhersagen.

Aber wie genau sind die Wetter-Apps denn nun? Sowohl ein Test des WDR als auch einer von Heise.de zählte 2017 die App von Wetteronline und die Meteogroup-App wetter.de zu den zuverlässigsten. Weitere Spitzenplätze für ihre gute Prognose nahmen Wetter XL und Weatherpro ein. Anbieter aus den USA und insbesondere die vorinstallierten Apps der Smartphones erzielten hingegen ein schlechtes Testergebnis.

Grundregeln für Wetter-Apps

  • Der Begriff der „14-Tage-Vorhersage“ ist ziemlich hochtrabend. Weiter als vier, fünf Tage in die Zukunft können Wettervorhersagen nur einen groben Trend angeben. Also nicht schon montags sorgenfrei das sonnige Gartenfest am Wochenende einplanen.
  • Regenwahrscheinlichkeiten von zum Beispiel 40 Prozent sagen nicht, dass es an diesem Tag zu 40 Prozent der Zeit regnen wird. Sie geben auch keine Auskunft über die Regenmenge. Stattdessen heißt der Wert, es besteht eine Chance von 40 Prozent, dass es einmal am Tag regnet. Einige Anbieter stellen Regenwahrscheinlichkeiten pessimistischer dar, als sie eigentlich sind. Der Grund: Lieber ein paar Nutzer, die einen Regenschirm mitführen, obwohl es nicht regnet, als Nutzer, die klatschnass werden und sich über nicht vorhergesagten Regen beschweren.
  • Markantes Unwetter wie konkrete Gewitter, stürmische Böen und Wolkenbrüche treten kleinsträumig auf und lassen sich oft nur mit einem geringen Vorlauf von Minuten bis Stunden ansagen. Auch mit der besten Wetter-App können also Festivalbesucher nicht am Morgen mit Sicherheit wissen, ob sie die Gewitterfront am Nachmittag trifft oder nicht.

Wie teuer sind Wetter-Apps für das iPhone?

Die meisten Apps gibt es kostenfrei als werbefinanzierte Basisversion zum Download. Wer Geld bezahlt, wird die Werbung los und bekommt oft noch zusätzliche Funktionen. Dabei sind Abomodelle, die mit drei bis zehn Euro im Jahr zu Buche schlagen, mittlerweile häufiger als Einmalkäufe, die den vollen Funktionsumfang der App zur Verfügung stellen. Preislich ist hier alles dabei – von zwei bis zu über 50 Euro.

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3 Kommentare
VM_83

Es fehlt hier die App „Storm“ von Pflotsh, zudem sollte bei WetterOnline dringend darauf hingewiesen werden, dass es massive Kritik an der Echtheit der Daten gibt, viele Messwerte werden nicht gemessen, sondern errechnet.

Antworten
Alexander Jakob

Also mir reicht die Standard Wetter-App vollkommen aus

Antworten
Henning
Henning

Was ich gerne hätte ist eine App, die mir die Vorsagewahrscheinlichkeit anzeigt. Es gibt Wetterlagen, die sehr stabil sind oder bei denen alle Prognosen in die gleiche Richtung gehen. Dies stellt aber meines Wissens keine der Apps dar.

Antworten

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