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Amazon-Algorithmus sagt Tore in der Bundesliga vorher

(Foto: Shutterstock)

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Auf Fans in den Stadien muss die Fußball-Bundesliga aufgrund der andauernden Corona-Pandemie aktuell weiterhin verzichten. Dafür bekommen die Zuschauer vor den Fernsehern ganz neue Statistiken geliefert.

Die Technologisierung des Leistungssports macht auch vor dem Fußball nicht Halt. Ob Torlinientechnologie und Videoassistent den Fußball jetzt besser und fairer machen, darüber lässt sich streiten. Statistiken hingegen kommen bei Zuschauern und Experten immer gut an. Wer hat die meisten Tore geschossen, wer die meisten Vorlagen gegeben und wer hat die schnellste Antrittsgeschwindigkeit? All das wird mittlerweile erfasst und erfreut sich großer Beliebtheit.

Amazon hat nun eine Technologie entwickelt, mit der zukünftig die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Tores vorhergesagt werden soll. Beim Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München wurde diese Statistik erstmals eingeblendet. Amazons neues Techniktool beinhaltet neben xGoals, was für Expected Goals, also zu erwartende Tore steht, auch die Option „Average Position“, die die wechselnden Taktiken der einzelnen Teams während des Spiels verdeutlichen soll.

40.000 Tore analysiert

Als Partner der DFL soll Amazons Cloud-Dienst AWS die Live-Übertragungen für die Zuschauer vor dem heimischen Fernsehern so noch attraktiver machen. Das System berechnet für die Tor-Prognose anhand der Position des Spielers und des Torhüters, der Abdeckung des Tores, der Entfernung und des Winkels zum Tor, der Geschwindigkeit des Spielers und der Anzahl der Spieler die sich in der Schusslinie befinden, die Wahrscheinlichkeit eines Tores. Um die KI zu trainieren, griff Amazon auf Datensätze von etwa 40.000 analysierten Toren zurück.

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Andreas Heyden, Executive Vice President für digitale Innovationen bei der DFL, zeigt sich in der AWS-Pressemitteilung begeistert: „Wir in der Bundesliga können diese fortschrittliche Technologie von AWS, einschließlich der Statistiken, Analysen und dem maschinellen Lernen, nutzen, um die Daten zu interpretieren und detailliertere Einblicke und ein besseres Verständnis der auf dem Spielfeld in Sekundenbruchteilen getroffenen Entscheidungen zu liefern.“ So würden die Zuschauer noch einen tieferen Einblick in wichtige Entscheidungen in jedem Spiel bekommen.

t3n meint:

Unberechenbarkeit. Ein Wort, für das ein spannendes Fußballspiel stehen sollte. Ein Schuss, der vielleicht im letzten Moment abgefälscht und so für den Torwart unhaltbar wird. Eine harmlose Flanke, die dem Keeper irgendwie durch die Finger rutscht und vor den Füßen des einschussbereiten Stürmers landet. Es passieren Dinge, die sich eben nicht vorhersagen lassen und Wahrscheinlichkeitsberechnungen dieser Art überflüssig machen. Ich bin ein Freund von Statistiken, keine Frage, aber diese Statistik hätte es nicht gebraucht.

Brian Rotter

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Ein Kommentar
Markus
Markus

Ganz ihrer Meinung!
Was kommt als Nächstes? Blendet Amazon irgendwann auch die Kaufhistorie der Spieler ein? Schlägt es dem Zuschauer einen neuen Lieblingsverein vor: „Fans, denen Bayer Leverkusen gefällt, gefällt oft auch Borussia Dortmund?“

Antworten

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