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Ist Amazon Fresh billiger als Rewe oder Kaufland?

Amazon liefert auf Discounter-Preisniveau. (Foto: dpa)

Ein Preisvergleich attestiert Amazon Fresh bei jedem zweiten Artikel einen günstigeren Preis als bei der Konkurrenz. Aber Achtung: Am Ende könnte die Bestellung bei Amazon doch teurer werden.

Noch können Lebensmittelbestellungen bei Amazon Fresh in Deutschland nur im Raum Berlin und Potsdam aufgegeben werden. Dennoch hat das Preisvergleichsportal guenstiger.de schon mal einen Preisvergleich gewagt. Das Portal verglich die Preise von je zehn Produkten unter anderem aus den Bereichen Obst, Gemüse, Tiefkühlprodukte, Süßwaren und Alkohol sowie Drogerieartikel und Haushaltsbedarf bei Amazon Fresh mit den Onlinepreisen von Rewe und Kaufland. Recherchiert wurde jeweils im Postleitzahlbereich 10115 Berlin. 100 Produkte wurden unter die Lupe genommen. Und bei jedem zweiten Artikel trumpfte Amazon Fresh mit dem günstigeren Preis auf, sagt guenstiger.de.

Neue Märkte werden mit günstigen Preisen gewonnen

Nun hat Amazon ja viel Erfahrung damit, neue Märkte zu erschließen und weiß, wie ein Onlineshop den Kunden umgarnen muss: Preise günstiger als anderswo, solange, bis die Kunden so viel Vertrauen aufgebaut haben, dass sie anderswo gar nicht mehr prüfen, was die Produkte kosten. Diese Strategie scheint Amazon auch bei Amazon-Fresh-Verbrauchern wieder anzuwenden.

Amazon Fresh ist kürzlich in Deutschland gestartet. (Foto: Shutterstock/Andriy Blokhin)

Mehr als 85.000 Artikel, darunter Obst, Gemüse, Kühlprodukte, Hygiene- und Haushaltswaren, können Amazon-Prime-Kunden online bestellen und nach Hause liefern lassen. Amazon bot der guenstiger.de-Untersuchung zufolge bei 50 der 100 untersuchten Produkte den besten Preis und in weiteren 37 Fällen gemeinsam mit einem anderen Anbieter das günstigste Angebot. Zehn Artikel wurden bei allen drei Lieferdiensten zum gleichen Betrag gelistet. Lediglich ein einziges Mal war Amazon Fresh teurer als die Konkurrenz: Für ein Kilogramm Zucchini musste bei Amazon Fresh 1,60 Euro bezahlt werden, bei Kaufland dagegen nur 1,39 Euro und bei Rewe 1,49 Euro.

Amazon Fresh liefert vor allem günstiges Obst und preiswerte Kühlware

Ein hohes Sparpotenzial bewies Amazon Fresh vor allem im Obst- und Kühl-Bereich. Der Stückpreis für eine Zitrone betrug bei Amazon beispielsweise 35 Cent und damit 49 Prozent weniger als bei Rewe (69 Cent). Für den Pudding „Zott Monte Schoko Maxi“ (440g) musste bei Amazon Fresh 1,29 Euro gezahlt werden, während Rewe und Kaufland 47 Prozent mehr verlangten (1,89 Euro).

Im Schnitt wurden die Artikel bei Amazon Fresh acht Prozent preiswerter als bei Kaufland und 15 Prozent günstiger als bei Rewe gelistet. Der gesamte Einkaufswert aller 100 Stichproben lag bei Amazon Fresh bei 253,16 Euro. Für die gleichen Waren fielen zum selben Zeitpunkt beim Onlineshop von Kaufland Kosten von 275,87 Euro und bei Rewe von 287,26 Euro an.

Lieferkosten machen Amazon Fresh teuer

Die Zahlen des Preisvergleichsportals haben aber nur die reinen Produktkosten verglichen. Die Lieferkosten sind hier nicht berücksichtigt. Um überhaupt als Amazon-Fresh-Kunde akzeptiert zu werden, braucht ihr die Amazon-Prime-Mitgliedschaft für 70 Euro im Jahr plus zehn Euro monatliche Mitgliedsgebühr bei Amazon Fresh. Und wenn ihr diese beiden Hürden akzeptiert, sollte eure Bestellung auch noch über 40 Euro liegen, damit ihr die Gratis-Lieferung bekommt. Wer also nur einmal im Monat bestellt, zahlt rein rechnerisch 69 geteilt durch zwölf plus 9,90 Euro. Das macht 15,65 Euro Lieferkosten. Bei zwei Bestellungen im Monat seid ihr immer noch bei 7,83 Euro. Zum Vergleich: Rewe hat je nach Lieferzeit Transportkosten von bis zu 5,90 Euro und Kaufland von bis zu 4,75 Euro.

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8 Reaktionen
Icancompute

Wenn ich heute an alte Menschen denke, dann fallen mir zuerst die ein, die mit knapper Rente allein leben und Zeit haben.
Will sagen, die gehen allein schon deshalb raus zum Einkaufen, damit sie überhaupt mal Kontakt mit anderen Menschen haben. Eingekauft wird dann mangels ausreichend Rente beim Discounter. Da haben die Senioren noch eine Beschäftigung, sozialen Kontakt und sparen das Geld für einen Computer und Internetanschluss, wofür sie noch Unterricht brauchen. Oder eben für ein Smartphone, auf dessen Display die nichts erkennen können, weil zu klein.
Ich glaube, die heutigen Rentner fallen da größtenteils als Zielgruppe raus.

Und als dreiköpfige Familie mit kleinem Kind ist es für das Kind - noch - ein Highlight, einkaufen zu gehen. Ansonsten komme allein ich auf meinem Heimweg mit dem Auto an mehreren Supermärkten vorbei. Die drei Meter auf dem Parkplatz machen da nicht wirklich was aus. Die Zeit sparen? Naja. Wir kaufen eh nur in ein oder zwei Supermärkten ein. Da weiß ich, wo ich was finde. Reiner Einkauf dauert je nach Bedarf und Wartezeit an der Kasse maximal eine Stunde. Auch mit Kind.

Man sitzt doch meist eh schon zu viel zu Hause und kommt kaum noch raus. Wir verlernen und verdummen immer mehr. Außerdem muss ich Amazon da nicht auch noch in dem Bereich unterstützen. Obst und Gemüse schaue ich mir auch lieber selbst an, bevor ich es in den Warenkorb lege.
Nein, ich werde weiterhin persönlich im Supermarkt beim Einkauf durch physische Anwesenheit glänzen. ;-)

P.S. Mag praktisch sein, kann man mal nicht raus. Aber was ist die Stimmung plötzlich gehoben, wenn ich an der Kasse im Rewe die Person hinter mir Frage, ob sie meine Payback Punkte haben möchte? Bei einem Wocheneinkauf für bis zu 100€ oder mehr, steigt da die Stimmung sogar bei der Kassiererin.

Stefan

Einfach die Zeit für den Wocheneinkauf gegenrechnen, dann ist die Nutzung von Amazon Fresh gar nicht teuer. Hier kann man in Zukunft übrigens regelmäßig News zu Amazon Fresh in Deutschland finden: https://fresh.jetzt

Patrick

Schöner Artikel. Was aber hier völlig vergessen wird: Ja, es wird Amazon Prime vorausgesetzt, ABER: Jeder bestellt auch so Sachen bei Amazon. Oder guckt Serien. Oder Filme. Oder hört Musik.

Ganz ehrlich: Diesen Mehrwert sollte man hier ebenfalls noch berücksichtigen, das mindert fairerweise auch die Versandkosten von Amazon. Denke, im Schnitt dürfte sich Amazon Fresh durchaus rechnen, insbesondere für WGs und Familien - gerade ein Familien-Großeinkauf schlägt gern mit 70 bis 100 Euro pro Woche zu. Die eigenen Transportkosten (idR. Auto, also Sprit, Versicherung, Verschleiß) kommen da auch noch drauf.

Ich denke, dass Amazon Fresh unter bestimmten Bedingungen definitiv günstiger sein dürfte als Rewe und Co. - plus Komfortgewinn.

Für MICH persönlich aber ist der Dienst nichts, oder nur im Notfall etwas, wenn ich wie vor einigen Monaten dank Meniskusriss 10 Wochen massiv eingeschränkt war.

Simon

http://www.guenstiger.de/Presse/Studien_Pressemitteilungen.html für die Quelle. Gibt es zu der Studie auch weiterführendes Material oder stützt sich das Ganze nur auf die obige Pressemitteilung?

Es ist so nämlich schwer nachzuvollziehen welche Produkte bedacht wurden. Deutsche Supermärkte (Vollsortimenter) haben durch ihre Discount-Produkte weiterhin ein wichtiges Ass im Ärmel. Kann ein AmazonFresh-Nutzer etwas dazu sagen ob dort auch vergleichbare Discount-Produkte im Angebot sind? Gibt nämlich gewiss nicht viele Kunden die nur Markenprodukte kaufen.

Teddy

Für ältere Menschen am Land werden solche Lieferdienste immer wichtiger. In der Stadt wird es wohl noch etwas dauern bis die sich da durchsetzen.

Heinz Inge

Bei 4 Bestellungen im Monat sind der Anteild er Lieferkosten aber auch nur noch Peanuts.
Auch sollte man Prime nicht zwangsweise mit Einrechnen weil viele das ja eh schon haben(Ich auch).

Und mal ehrlich 10 Euro extra im Monat damit ich nicht zu 1-2 Supermärkten in der Woche fahren und mich mit dem Verkehr, den Menschen, der elenden Sucherei und der Schlepperei abplagen muss?
Klingt für mich wie ein Schnäppchen.

Allerdings habe ich arge Bedenken wegen der weitergehenden Monopolbildung. Der Weg Amazon zu einem alles verschlingendem Moloch zu machen in dem man ihn Bedingungslos alles abkauft kann einfach nicht gut sein.
Sicher werden nicht alle Lebensmittelmärkte über Nacht verschwinden aber jeder einzelne hat ne Sogwirkung auf die kleinen Geschäfte die darum positioniert sind wie Bäcker, Fleischer und Co

Wir brauchen eher früher als Später eine Lösung für das Dilemma

Matthias

Heinz Inge, dann mach mal 4 Bestellungen à 40 Euro im Monat, damit die Lieferkosten nur noch Peanuts sind.

Heinz Inge

160 Euro im Monat für Nahrung ist jetzt nicht wirklich viel wenn man nicht immer den billigsten Müll kauft, sollte also kein Problem sein mit ner Handelsüblichen Familie die einem eh schon die Haare vom Kopf frisst ;)

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