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Analyse

Die Welt ist nicht genug: Wieso Amazon ein zweites Hauptquartier eröffnen will

Amazon ist aktuell mit 33 Gebäuden in der Innenstadt von Seattle vertreten – und doch fast unsichtbar. Eines der wenigen sichtbaren Anzeichen für Amazons Präsenz in Seattle: Die Amazon-Straßenbahn. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Amazon will ein zusätzliches Hauptquartier errichten, das bisherige hält dem Wachstum nicht mehr stand. Erste Hypothesen zum Standort sind überraschend. Details und Beweggründe in der Übersicht.

Der US-Konzern Amazon eröffnet ein zweites Hauptquartier in naher Zukunft. Mehr als fünf Milliarden US-Dollar will Amazon investieren, genauso viel, wie Apple in seinen neuen Campus steckt. Dabei geht es nicht um eine abhängige Zweigstelle, sondern tatsächlich um ein weiteres Hauptquartier, das völlig gleichberechtigt neben dem ersten in Seattle entstehen soll. Neben Amazons Beweggründen ist vor allem ein kleines Detail interessant: Amazon ruft Städte in ganz Nordamerika zur Bewerbung auf. Ja, richtig gelesen: nicht in den USA, in Nordamerika.

Die Details zum geplanten zweiten Amazon-Hauptquartier

Das US-Unternehmen schätzt, dass der zukünftige Amazon-Campus in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren auf bis zu rund 50.000 Mitarbeiter anwachsen wird. Die erste Bauphase soll schon 2019 stattfinden. Beginnend mit rund 460.000 Quadratmetern, soll die Gebäude-Nutzfläche auf bis zu 750.000 Quadratmeter in rund 30 Gebäuden anwachsen.

Aktuell belegt Amazon 33 Gebäude mit rund 750.000 Quadratmetern in Seattle. Das Unternehmen hat dort in kurzer Zeit einen Wolkenkratzer nach dem anderen aus dem Boden gestampft und in rasender Geschwindigkeit Flächen angemietet. Jetzt scheint langsam die Grenze des Möglichen erreicht zu sein.

Das Amazon-Hauptquartier erstreckt sich in Seattle über weite Teile der Innenstadt. Links der 2016 errichtete Amazon Tower II, rechts die Glaskuppeln von Amazons futuristischen Spheres, die sich in der letzten Bauphase befinden. Stand: Oktober 2016. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Amazon gibt in seiner Ausschreibung an, dass sowohl ein städtischer Campus mit ähnlichen Ausmaßen wie in Seattle infrage kommt, aber auch andere Regionen, die sich städtebaulich für eine solche Entwicklung eignen. Das neue Hauptquartier muss in einem Ballungsgebiet liegen, eine stabile und unternehmensfreundliche Umgebung bieten und sollte anziehend auf die Tech-Welt wirken.

Bildergalerie: Amazons Headquarter in Seattle

Amazon-Headquarter, Day One North. (Foto: Jochen G. Fuchs)

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