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Immer der beste Preis: Amazon startet Tool zur automatischen Preisanpassung

(Screenshot: Amazon)

Still und heimlich hat Amazon die Beta-Version einer automatisierten Preisanpassung-Software für Onlinehändler gestartet. Ein erster Überblick über das neue Amazon-Repricing-Tool.

Amazon startet im Stealth-Mode ein Repricing-Tool für seine Marketplace-Händler, wie der US-Branchendienst EcommerceBytes meldet. Das Tool soll Händler automatisiert bei der Preisgestaltung unterstützen und so mehr Umsatz ermöglichen.

(Screenshot: Amazon)

Das Amazon-Repricing-Tool lässt Onlinehändler Regeln für automatische Preisanpassungen definieren. (Screenshot: Amazon)

Amazon Automate Pricing: Neuer Repricing-Dienst für Händler

Das Tool „Automate Pricing“ steht laut EcommerceBytes einigen US-Händlern in der Amazon Sellercentral zur Verfügung, dem Backend für Marktplatz-Händler, das zur Verwaltung der Angebote dient. Zu finden ist es dort hinter dem schlichten Tab „Pricing“.

(Screenshot: Amazon)

In der Sellercentral wird das Tool aktuell US-Händlern in der Betaphase zur Verfügung gestellt. (Screenshot: Amazon)

Das neue Tool bietet die Möglichkeit, automatisierte Preisregeln einzurichten, die innerhalb eines Minimal- und eines Maximal-Preises automatisch den Preis des Produktes im Amazon-Onlineshop anpassen. Beispielsweise könnte ein Händler sich am aktuellen Preis eines Mitbewerbers orientierten, der den ersten Platz auf der Artikeldetailseite eines Produktes in der sogenannten Buy-Box innehat, und diesen Preis mittels festgelegter Prozentangaben unter- oder überbieten.

Amazon sammelt Angebote verschiedener Marktplatzhändler in einer Artikeldetailseite und listet diese nach einem Klick auf „Angebote anderer Verkäufer“ auf. Die Buy-Box, der Kaufen-Button bei Amazon, bekommt nach festgelegten Kriterien nur ein Händler aus dieser Liste zugewiesen. Dieser Platz ist hochbegehrt und bringt wesentlich mehr Umsatz. Geschickte Preisanpassungen können dazu führen, dass Händler mit ihrem Angebot in die Buy-Box kommen.

Aktuell steht „Automate Pricing“ nur einigen US-Händlern als Beta-Version zur Verfügung. Zum Start und zur Verfügbarkeit des Features in Deutschland ist noch nichts bekannt.

Die Nebenwirkungen des neuen Amazon-Repricing-Tools

Für Onlinehändler stehen schon seit langer Zeit Repricer zur Verfügung. Mitbewerber für den Amazon-Dienst sind beispielsweise Tools wie Logicsale, Beny, der JTL Repricer oder Feedvisor. Große Onlinehändler nutzen diese Tools schon seit langem, um ihre Sortimente dynamisch an Marktpreise anzupassen. Für größere Onlinehändler verändert sich deshalb voraussichtlich nicht viel an der Marktsituation. Kleine Händler mit Nischenprodukten hingegen dürften zukünftig immer öfter auf Mitbewerber treffen, die sich vorher keinen Repricing-Dienst geleistet, jetzt aber einen einfachen Zugang zu einem derartigen Dienst haben.

Etwas misstrauischer dürften die Anbieter von Repricing-Tools den Launch des neuen Amazon Features betrachten. Trotzdem dürfte das Tool nur begrenzte Auswirkung haben, schließlich bieten diese Anbieter in den meisten Fällen die Preisoptimierung nicht nur für Amazon, sondern für viele weitere Verkaufskanäle an. Darüber hinaus dürfte für viele Händler der Gedanke erschreckend sein, Amazon den eigenen Spielraum in der Marge offenzulegen – was durch das Definieren eines Minimal- und eines Maximal-Preises automatisch geschieht.

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4 Kommentare
Alexander Hofmann

Zusätzlich zu den aktuell eingeführten produktspezifischen Verkaufsprovisionen, bei denen Amazon defakto den Preis von Marketplace Angeboten diktieren kann (mittels Schwellenpreis) , nun eine weitere Einflussnahme auf die Preisgestaltung. Marketplace Händlern sollte jedoch klar sein, dass die indirekte Übermittlung von Einkaufs Preisen und Gewinnmargen an Amazon Risiken birgt.

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chris
chris

Vollkommen richtig, die werten auch so schon die Top Artikel aus und listen diese dann selber. Hinzu kommt auch noch der Buybox zwang – man kann bei einigen Artikeln 50% drunter liegen und bekommt trotz 99% Performance nicht die Buybox.

Hinzu kommt, der Kunde der kein Prime hat wird nicht nur mit längeren Zustellzeiten bestraft, nein neue Masche ist auch, exklusiv Produkte für Prime Mitglieder zu listen:

Beispiel:
http://www.amazon.de/gp/product/B008IL952C?keywords=logitech%20mk330&qid=1456406505&ref_=sr_1_1&sr=8-1

Amazon hat einfach zuviel Marktmacht.

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Florian

Da hat Amazon wohl keine Lust auf Tools :)
Mal sehen wie lange sie das aktuelle Tool-Treiben noch zulassen.

Antworten
Shopping_Freak
Shopping_Freak

Wie lange macht das der Endkunde mit? Das „Automate Pricing“ führt dazu, dass sich Produktpreise täglich mehrmals ändern.
Für den End-Consumer kann das frustrierend sein, das sieht man schon alleine an den vielen Amazon Preis Überwachungsdiensten wie http://pricealarm.net oder http://thetracktor.com – Die „Gegenseite“ rüstet auf :)

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