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Ratgeber

Erste Schritte zur optimalen Produktdetailseite bei Amazon

Eine Einführung in das Thema „Produktdetailseite“ bei Amazon. (Screenshot: Amazon)

Wie sieht die optimale Produktdetailseite aus? Amazon lieferte in einem Vortrag auf der hausinternen Sellerconference die Antwort auf diese Frage. Eine Zusammenfassung.

Das Produktdetailseite als Äquivalent zum Verkäufer wurde auf der diesjährigen Sellerconference von Amazon thematisiert, besonders für Einsteiger ein wichtiges Thema. Für fortgeschrittene Händler sind oft Details in der Amazon-SEO-Optimierung wichtiger – die Erfahrungswerte der Händler können unter Umständen auch von den offiziellen Tipps oder Angaben von Amazon abweichen. Für Einsteiger ist es zu Beginn wichtig, erst einmal die wesentlichen Bestandteile der Produktdetailseite und deren Bedeutung für den Endkunden kennenzulernen, die Amazon in seinem Vortrag vorgestellt hat.

Der erste Blick entscheidet: Die wesentlichen Merkmale der Amazon-Produktdetailseite

Der erste Kontakt zum Kunden entsteht über die Detailseite: Der Blickrichtung des Kunden folgend sind die wichtigsten Komponenten das Produktbild, der Produkttitel und der Preis des Produktes sowie die kurzen Beschreibungspunkte. Händler, die hier den ersten Eindruck vermasseln, sind den Kunden schon los.

In dieser Reihenfolge betrachtet der Kunde eine Produktdetailseite: Bild, Titel und Preis sowie die Beschreibungspunkte – die Bulletpoints. (Screenshot: Amazon.de)

Erst nach diesen drei Komponenten fällt die Produktbeschreibung beim Kunden ins Gewicht. Diese drei Komponenten sollen laut Amazon auch die wichtigsten Texte sein, die einen Einfluss auf das Ranking in Amazons Suchergebnissen haben. Ebenfalls relevant für das Ranking in Amazons Suche sind die sogenannten Keywords, die über das Händler-Backend von Amazon, die Sellercentral, eingepflegt werden.

Die unterschiedlichen Keyword-Typen: Suchbegriffe

Innerhalb des Produkttitels und der Beschreibungspunkte (Bulletpoints) müssen die wichtigsten Suchbegriffe untergebracht werden, unter denen Kunden den Artikel finden können. Diese Suchbegriffe werden als Keywords bezeichnet. Zusätzlich existiert im Amazon-Backend eine Rubrik speziell für Keywords. Diese Keywords sind aber für den Kunden unsichtbar und dienen ebenfalls dazu, das Produkt zu kategorisieren und auffindbar zu machen. Keywords sind zusammen mit dem Titel, dem Preis und den Bulletpoints im Beschreibungstext des Artikels eine der relevanten Komponenten im Amazon-SEO.

Pro Keyword-Eingabefeld stehen in Deutschland maximal 250 Bytes für Eingaben zur Verfügung, sonst indexiert der Amazon-Suchalgorithmus die überschüssigen Keywords nicht mehr. Amazon spricht hier mit Absicht nicht von Zeichen, weil manche Sonderzeichen mehr Speicherplatz verbrauchen als ein simpler Buchstabe.

Gute Produkttitel

Die Produkttitel erscheinen in den Amazon-Suchergebnissen und bei Suchmaschinen. Von Keyword-Spamming, also der exzessiven Verwendung vieler Suchbegriffe, und sehr langen Produkttiteln wird seitens Amazon abgeraten. Das soll zu einer Rankingabstrafung führen und kann Kunden irritieren.

Erfahrene Händler und Amazon-Experten arbeiten entgegen dieser Empfehlung hier oft in einer Grauzone, Keywords werden in verschiedenen Abwandlungen auf Titel, Keywords und Bulletpoints gestreut. Hilfreich dabei sind Wörterbücher oder Thesauren. Hier muss aber zum einen mit Fingerspitzengefühl gearbeitet werden, zum anderen sollte die Lesbarkeit des Titels nicht darunter leiden. Beispielsweise wäre „120 Liter Mülleimer mit Klappe oder Papierkorb für das Büro“ eine bessere Alternative als „120 Liter Mülleimer Papierkorb Abfallbehälter Klappe“, um eine für Kunden lesbarere Alternative um zwei Keywords im Titel unterzubringen.

Produktbild

Das Produktbild strahlt auf das Produkt ab, hochwertige Bilder signalisieren auch ein hochwertiges Produkt. Amazon bietet Händlern die Möglichkeit, mehrere Bilder hochzuladen. Das Hauptbild darf nur das angebotene Produkt auf einem reinweißem Hintergrund abbilden. Der Hintergrund muss dabei dem RGB-Farbcode 255-255-255 entsprechen. Innerhalb des Hauptbildes dürfen kein Text, Logos oder Wasserzeichen verwendet werden, das ist verboten. Die weiteren Bilder können bei Bedarf mit Text versehen werden. Schlechte Hauptbilder oder Hauptbilder, die gegen die Richtlinien verstoßen, können dazu führen, dass der Artikel heruntergenommen wird.

Bulletpoints

Die Bulletpoints sind ein wichtiger Bestandteil der Produktdetailseite. Hier sollten alle wesentlichen Infos, die nicht im Titel enthalten sind, eingefügt werden, auch die gewünschten Keywords. Die Bulletpoints sind ebenfalls relevant für die interne Amazon-Suche und für externe Suchergebnisse.

Pro Bulletpoint stehen in Deutschland maximal 1000 Bytes für Eingaben zur Verfügung, sonst indexiert der Amazon-Suchalgorithmus die überschüssigen Keywords nicht mehr.

Produktbeschreibung

Die Produktbeschreibung wird nach Erfahrung vieler Verkäufer von Amazon nicht in das Ranking mit einbezogen. Amazon kommentiert diese Annahme nicht, betont aber, dass die Produktbeschreibung wichtig für die Kunden ist.

Tatsächlich ist die Produktbeschreibung für viele Kunden ein wesentlicher Bestandteil der Kaufentscheidung. Optimal ist laut Amazon ein freier, emotional ansprechender Fließtext, der das Verkaufsgespräch ersetzt.

Seit einiger Zeit gibt es auch erweiterte Produktdetailseiten, die allerdings nur direkten Lieferanten oder Inhabern einer registrierten Marke zur Verfügung stehen: der sogenannte „A+ Content“ oder „Enhanced Branded Content“. Hier können zusätzliche Texte und Bilder eingefügt werden, welche laut Amazon schlussendlich die Conversion erhöhen und die Retouren senken können. A+ Content und Enhanced-Branded-Content steht Markeninhabern bis auf weiteres kostenfrei zur Verfügung.

Fazit

Grundsätzlich muss bei der Anlage von Produktdetailseiten immer der Kunde im Vordergrund stehen – so wichtig die Suchmaschinen-Optimierung ist, die Gestaltung und Formulierung der Angebote muss sowohl für das menschliche als auch für das maschinelle „Auge“ gut gestaltet sein. Amazon empfahl im Vortrag zu reflektieren: Was geht dem Händler durch den Kopf, wenn er selbst als Endkunde einkauft? Was gefällt an guten Produktdetailseiten und was missfällt?

Wer lieber nach handfesten Anleitungen vorgeht statt nach Intuition, der findet in der Amazon-Seller-University (Sellercentral, hier ist ein Händleraccount nötig) und in den Style Guides, die für jede Produktkategorie gesondert zur Verfügung stehen, weitere Anregungen.

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3 Reaktionen
Bettina Neubauer

Vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Denn für mich habe ich einen wesentlichen Punkt in diesem Beitrag gefunden, den ich in meinen Angeboten dringend auf ihre Richtigkeit überprüfen muß. Ich hatte nicht gewusst, dass die Begrenzung der Keywords und Bullet points auf Bytes und eben nicht auf Zeichen begrenzt ist.

ikatya

Es sind Zeichen, nicht Bytes ;-)

Jochen G. Fuchs

Das ist nicht lustig, bitte keine Verwirrung stiften. Wie im Artikel deutlich beschrieben, sind es Bytes.

Viele Grüße aus der Redaktion
Jochen

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