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Für die Zeit nach dem iPhone? Patenanträge beschreiben AR-Brille Apple Glasses

(Foto: Zeiss)

Apple arbeitet seit Jahren an einer AR-Brille, die langfristig das iPhone ersetzen könnte. Nun sind neue Patentanträge aufgetaucht, die ein Mixed-Reality-Headset beschreiben.

Dass Apple eine Augmented-Reality-Brille entwickelt, ist ein offenes Geheimnis. Der Konzern kauft sich seit Jahren Know-how und Technologien im Bereich Augmented Reality und Eyetracking ein, durch die eine solche AR-Brille ermöglicht werden kann. Ein neu veröffentlichter Patentantrag beschreibt eine solche Brille mit einer großen Anzahl an Sensoren, die auch den Nutzer erfassen sollen.

Pantentantrag: Apple Glasses sollen Gesicht des Trägers erfassen können

Der Patentantrag, den Heise zuerst entdeckt hat, beschreibt eine Augmented-Reality-Brille, bei der nicht nur das unmittelbare Umfeld des Trägers erfasst und virtuelle Elemente im Blickfeld eingeblendet werden sollen.

Die per Sensoren erfassten Daten des Umfelds soll die AR-Brille beispielsweise nutzen, um dreidimensionale virtuelle Objekte anzuzeigen. Weiter könnte über verbaute Kameras die komplette Umgebung virtuell nachgebildet werden. Sensoren erfassen die Lichtsituation, um etwa virtuelle Objekte korrekt darzustellen.

Apples AR-Brille soll dem Patentantrag zufolge nicht nur die Außenwelt mit Sensoren erfassen, sondern auch Teile des Gesichts. (Screenshot: USPTO)

Apples AR-Brille soll dem Patentantrag zufolge nicht nur die Außenwelt mit Sensoren erfassen, sondern auch Teile des Gesichts. (Screenshot: USPTO)

Die AR-Brille soll außerdem dazu in der Lage sein, den Gesichtsausdruck sowie Augenbewegungen und Gesten des Trägers zu erfassen. Diese könnten zur Interaktion mit der Brille herangezogen werden, heißt es in Apples Patentantrag „Display-System mit Sensoren“ („Display System having Sensors“) mit der Nummer 20190221044, das in der vergangenen Woche vom US-Patent- und Markenamt veröffentlicht wurde. Dieses Dokument ist nicht das erste seiner Art: Seit Anfang 2019 soll Apple schon eine zweistellige Zahl an solchen Patentanträgen aus den Bereichen AR-Brillen und „Head-mounted Displays“ (HMD) beantragt haben, so Heise.

Über zusätzliche Sensoren sollen dem Antrag zufolge gar Augenbrauen, die Pupillen als auch die Kinn- und Mundregionen erfasst werden können. Laut Apple sei es damit möglich, einen 3D-Avatar des Nutzers zu erstellen.

Apple hatte 2018 Akonia Holographics übernommen. Das Startup entwickelt leichte Gläser für Augmented-Reality-Brillen. (Foto: Akonia)

Apple hatte 2018 Akonia Holographics übernommen. Das Startup entwickelt leichte Gläser für Augmented-Reality-Brillen. (Foto: Akonia)

Apple Glasses: iPhone als Recheneinheit – oder auch ohne

Das AR-Headset könne für die Rechenarbeit entweder über einen eigenen Prozessor verfügen oder sie auf ein externes Gerät auslagern. Hier wäre etwa, wie bei der Apple Watch, eine Verbindung zum iPhone denkbar, wobei Apples Uhr kontinuierlich unabhängiger vom iPhone wird. Mit watchOS 6 bekommt die Watch sogar einen eigenen App-Store.

Bei einer AR-Brille könnte Apple ähnlich vorgehen: Das iPhone könnte anfänglich als zentrale Recheneinheit und als Datenverbindung zur Außenwelt dienen.

Geht es nach dem renommierten Analysten Ming-Chi Kuo, der durch gute Verhältnisse zu Apple-Zulieferern in der Vergangenheit schon viele Produkte vor ihrer Veröffentlichung prognostiziert hat, könnte Apple seine erste AR-Brille schon 2020 enthüllen. Inwiefern die Funktionen aus dem Patentantrag in die erste Version des Headsets einfließen, ist ungewiss.

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Ein Kommentar
Thomas Schmidt

Es sieht ja schonmal alltagstauglicher als Google Glass aus.

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