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Apple-Managerin beurlaubt nach Aufdecken von Sexismus am Arbeitsplatz

Diese Kritik kam offenbar nicht gut an: Apple hat eine Managerin in den unbezahlten Urlaub geschickt. Sie hatte zuvor Missstände am Arbeitsplatz angeprangert.

Von Teresa Rübel
2 Min. Lesezeit
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Das Apple-Headquarter. (Foto: Joe Ravi / Shutterstock)

Ashley M. Gjøvik, Senior Engineering Program Managerin bei Apple, kämpft laut eigenen Angaben schon seit mehreren Jahren gegen Seximus am Arbeitsplatz. Ihre erste Beschwerde im Jahr 2018 wurde schon von Apple untersucht, dann jedoch fallengelassen, da das Unternehmen keine Missstände entdecken konnte. Jetzt ist Gjøvik mit neuen Vorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen.

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Ihre Beschwerden drehen sich hauptsächlich um die Kommunikation innerhalb des Unternehmens sowie um „eine feindliche Arbeitsumgebung“, „gefährliche Arbeitsbedingungen“ und sexuelle Belästigung. In einem Interview mit The Verge berichtete Gjøvik, sie habe um eine Milderung der Umstände gebeten, solange die Untersuchung laufe. Das Employee-Relations-Team bot ihr eine Krankschreibung sowie eine Employee-Assistance-Program (EAP)-Therapie an. EAP ist ein kurzfristiges Beratungsangebot, das Konflikte im unmittelbaren Umfeld lösen soll. Gjøvik reichten diese Maßnahmen offenbar nicht: Sie wollte stattdessen ein Gespräch mit ihren Vorgesetzten sowie neue, klarere Regelungen – woraufhin Apple sie auf unbestimmte Zeit beurlaubte.

Kontakte gekappt

Der Tropfen, der für Gjøvik das Fass zum Überlaufen brachte, war die Sperrung aller internen Slack-Channels, auf denen sie sich mit anderen Mitarbeiterinnen ausgetauscht hatte. Außerdem wurde sie ihren eigenen Angaben zufolge dazu angehalten, während der Untersuchung keine anderen Apple-Mitarbeiterinnen zu treffen. Danach entschied sich Gjøvik offenbar, den Fall auf Twitter zu veröffentlichen. In einem Tweet zeigt sie den Screenshot eines Chatverlaufs mit einem Manager, der sie dafür lobt, während einer Präsentation ihre Stimme nicht angehoben zu haben. Diese Art von Tone-Policing hielt Gjøvik für unangebracht. Gjøvik sagt, sie habe 558 weitere Beweise für ihre Behauptungen eingereicht.

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User:innen auf Twitter reagieren unterschiedlich, Gjøvik hat auch mit Backlash zu kämpfen. Einige Nutzer:innen sind der Meinung, die Managerin solle die Hand, die sie füttert, nicht beißen. Es gibt aber auch Solidaritätsbekundungen:

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Gjøvik betätigt sich schon seit längerer Zeit aktivistisch, zusammen mit anderen Mitarbeitenden wehrte sie sich gegen Apples Öffnung der Büros, die ihrer Meinung nach zu früh kam und die Gesundheit der Mitarbeitenden gefährdet hätte.

Dieses Jahr hatte Apple schon mehrere Auseinandersetzung mit seinen Angestellten: Im Februar musste der Mitarbeiter Antonio Garcia Martinez wegen frauenfeindlicher Aussagen in seinem Buch die Firma verlassen. Es hatte eine Petition für dessen Entlassung gegeben.

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Würde „indefinite paid administrative leave“ nicht bedeuten das sie sich in einer „unbefristete bezahlten Freistellung“ befindet anstatt in „unbezahlten Urlaub“ ?

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