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Apple Watch Series 2 im t3n-Test: Endlich Smartwatch und Fitnesstracker vereint

(Foto: Apple)

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Wie bei Smartphones zeigen sich auch bei Smartwatches Stärken und Schwächen erst im Alltag. Wir haben die Apple Watch Series 2 ein paar Wochen im Dauereinsatz gehabt und verraten euch, für wen sich das Gadget lohnt.

An Smartwatches scheiden sich die Geister – das gilt umso mehr für die Apple Watch, die von Kritikern oft als „verlängerter Arm“ des iPhones beschimpft wird. Das trifft allerdings für die zweite Generation zumindest im Bereich Fitnesstracking dank verbautem GPS-Modul nur noch bedingt zu. Dennoch: Wer dem Konzept einer Smartwatch offen gegenübesteht und dazu noch ein iPhone sein Eigen nennt, wird einige Neuerungen der Apple Watch Series 2 im Vergleich zum Vorgänger begrüßen. Die Watch ist nicht nur spürbar schneller, sondern bietet unter anderem auch ein helleres Display und ist wasserdicht.

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Apple Watch Series 2: Die meisten Änderungen finden sich unter der Haube

Optisch unterscheidet sich die neue Smartwatch aus Cupertino kaum vom Vorgänger. Wer genau hinsieht, stellt jedoch fest, dass die Neue minimal höher und schwerer ausfällt. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben: Krone und Buttons finden sich an den gewohnten Positionen und die Fassungen für die Armbänder hat Apple ebenfalls nicht verändert. Auch die Apple Watch Series 2 ist in einer Aluminium- und einer Edelstahl-Version erhältlich. Dazu kommt eine neue Ausführung in Keramik.

Äußerlich lässt sich kaum ein Unterschied zwischen Apple Watch Series 2 und ihrem Vorgänger erkennen. (Foto: Apple)

Äußerlich lässt sich kaum ein Unterschied zwischen Apple Watch Series 2 und ihrem Vorgänger erkennen. (Foto: Apple)

So gering die äußerlichen Unterschiede sind, so viel hat sich unter der Haube getan. Die zweite Generation der Apple Watch bietet mit dem S2 einen neuen Dual-Core-Prozessor, 512 Megabyte Arbeitsspeicher und acht Gigabyte Flash-Speicher für Daten und Apps. Während unseres Tests haben wir neben einer höheren Geschwindigkeit der Uhr auch feststellen können, dass die Akkulaufzeit im Vergleich zum Vorgänger länger ausfällt. Wir haben das 38-mm-Modell getestet und sofern wir kein GPS zugeschaltet hatten, hielt die Apple Watch Series 2 bei etwa gleichem Nutzungsprofil wie die erste Generation statt einem Tag rund anderthalb Tage durch.

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Apple Watch Series 2 als Smartwatch

Die neue Apple Watch ist im Kern immer noch eine Smartwatch und bietet alle gewohnten Features der Vorgängerin: Der Nutzer kann Ziffernblätter austauschen, die Funktionalität via Widgets (Komplikationen) erweitern, Mitteilungen erhalten, Siri nutzen, Anrufe annehmen und Apps installieren.

Der Unterschied zur ursprünglichen Apple Watch liegt darin, dass alles jetzt flüssiger funktioniert. Das liegt in erster Linie an dem verbesserten Dual-Core-Prozessor der Series 2, der laut Apple bis zu 50 Prozent schneller arbeiten soll. Allerdings ist auch watchOS 3 maßgeblich an dem Performance-Boost beteiligt.

Fitnesstracking zu Land und zu Wasser

Im Bereich Fitness ergeben sich die auffälligsten Neuerungen. Dank des verbauten GPS-Moduls und dem wasserdichten Gehäuse eignet sich die Apple Watch Series 2 tatsächlich als Fitnesstracker. Die Workout-App der Smartwatch zeichnet sowohl Schwimmeinheiten in offenen Gewässern als auch im Schwimmbad auf. Dabei werden nicht nur Bahnen und zurückgelegte Distanz aufgezeichnet, sondern auch der Schwimmstil. Sobald der Nutzer ein Workout im Wasser startet, wird der Touchscreen der Uhr gesperrt, damit das Gadget weder auf Wassertropfen noch auf Wasserdruck reagiert. Beendet der Nutzer das Workout, gibt die Apple Watch einen hochfrequenten Ton aus, der eingetretenes Wasser mittels Vibration aus dem Lautsprecher befördert.

Dank wasserdichtem Gehäuse lässt sich die Apple Watch Series 2 jetzt auch zum Aufzeichnen von Schwimmeinheiten nutzen. (Foto: Apple)

Dank wasserdichtem Gehäuse lässt sich die Apple Watch Series 2 jetzt auch zum Aufzeichnen von Schwimmeinheiten nutzen. (Foto: Apple)

Neben dem wasserdichten Gehäuse ist das dedizierte GPS-Modul eine willkommene Neuerung, denn so kann der Nutzer das iPhone beispielsweise beim Joggen oder Biken daheim lassen und sein Workout trotzdem aufzeichnen. GPS gehört bei einer Sportuhr oder einem ernstzunehmenden Fitnesstracker einfach zur Grundausstattung, ist jedoch nicht dafür bekannt, den Akku von Gadgets zu schonen – so auch bei der Apple Watch Series 2. Nach rund fünf Stunden kontinuierlicher GPS-Nutzung macht die Smartwatch schlapp.

Varianten und Preise der Apple Watch Series 2

Die neue Smartwatch aus Cupertino kommt in drei Material-Ausführungen und zwei Größen. Die 38-mm-Version aus Aluminium ist mit rund 420 Euro die günstigste Option. Die Ausführung in Edelstahl kostet in dieser Größe rund 650 Euro, während die Keramik-Version mit rund 1.450 Euro zu Buche schlägt. Die Preise für die 42-mm-Version belaufen sich auf rund 450, 700 und 1.500 Euro.

Wie gewohnt bietet Apple viele unterschiedliche Modelle der Smartwatch an. (Foto: Apple)

Wie gewohnt bietet Apple viele unterschiedliche Modelle der Smartwatch an. (Foto: Apple)

Zusätzlich will Apple die ursprüngliche Apple Watch mit einem schnelleren Prozessor und einem geringeren Preis attraktiv halten. Das Modell ist als Apple Watch Series 1 ab rund 320 Euro erhältlich.

Fazit

Die Apple Watch Series 2 ist sicher nicht der von einigen erwartete „große Wurf“, sondern eher ein solides Upgrade. Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Neue im Vergleich zum Vorgänger einige wirklich sinnvolle Verbesserungen und Zusatz-Features bietet. Besonders im Bereich Fitnesstracking macht die Series 2 dank GPS-Modul und wasserdichtem Gehäuse eine deutlich bessere Figur als die Series 1. Positiv stechen zudem der merklich schnellere Prozessor und das deutlich hellere Display hervor.

Die neue Apple Watch bringt auch einen verbesserten Akku mit, um dem verbauten GPS-Modul und dem helleren Display Rechnung zu tragen. Auch wenn die Laufzeit bei Nichtnutzung von GPS besser als beim Vorgänger ist, kommt der Nutzer in den meisten Fällen nicht umhin, seine Watch abends zu laden – zumindest wenn er sie am kompletten Folgetag ohne Einschränkungen nutzen möchte.

Besonders Nutzer, die auf Fitnesstracking-Funktionen Wert legen, sind mit der Series 2 besser beraten. (Foto: Apple)

Besonders Nutzer, die auf Fitnesstracking-Funktionen Wert legen, sind mit der Series 2 besser beraten. (Foto: Apple)

Ein Upgrade von der ersten Apple Watch lohnt sich aber in jedem Fall selbst dann, wenn man auf GPS und wasserdichtes Gehäuse verzichten kann. Die Smartwatch lässt sich wesentlich flüssiger bedienen und fühlt sich generell schneller an. Das hellere Display macht ebenfalls einen guten Eindruck, auch wenn es weiterhin bei direkter Sonneneinstrahlung schwer zu lesen ist. Wer eine Smartwatch mit Fitness-Funktionen benötigt, ist mit der Series 2 ebenfalls gut bedient. Nutzer, die auf GPS, wasserdichtes Gehäuse und das hellere Display verzichten können, sollten sich die neu aufgelegte Series 1 ansehen, die ebenfalls mit dem schnelleren Prozessor ausgeliefert wird und dabei rund 100 Euro weniger als die Series 2 kostet. Egal für welches Modell man sich entscheidet – Voraussetzung bleibt weiterhin ein iPhone.

Disclosure: Die Apple Watch Series 2 wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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Ein Kommentar
Khoa Nguyen
Khoa Nguyen

Soviele Features brauche ich nicht wirklich bei einer Uhr. Meine Polar M400 (vgl. https://keep-runnin.com/sportausruestung/polar-m400-sportuhr-im-test/ ) kostet vielleicht nur ein Bruchteil davon, hat aber Funktionen wie Trainingstracking, Erholungsphasen, Pulsmessung, Herz-Frequenzmessung, Inaktivitätsalarm, Benachrichtungen. Aber vielleicht habe ich auch keine großen Bedürfnisse.

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