Anzeige
Anzeige
News

„Die meisten meiner Ingenieure waren high“: Wie einer von Ataris größten Flops entstanden ist

In den 70ern erschien ein Atari-Gerät, das heutzutage nur noch wenige kennen. Kein Wunder, schließlich war es einer der größten Flops für den Hersteller. Laut dem Atari-Gründer wurde das Gerät nur gebaut, weil die verantwortlichen Ingenieur:innen high waren.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

Einer der größten Atari-Flops ist in Vergessenheit geraten. (Foto: Shutterstock/ Anderson Reis)

1977 erschien mit dem Atari Video Music ein besonderes Stück Hardware. Der Videospielhersteller hatte damit einen der ersten Musikvisualisierer auf den Markt gebracht. Die Idee war, dass Kund:innen ihre Musikanlage an den Atari Video Music anschließen und das Gadget dann mit dem Fernseher verbinden sollten.

Anzeige
Anzeige

Sobald Musik abgespielt wurde, hat der Atari Video Music diese als bunte Formen und flackernde Grafiken auf dem Fernseher dargestellt. Im Video seht ihr, wie die Maschine in Aktion aussah. Allerdings solltet ihr das Video nicht anschauen, wenn ihr empfindlich auf flackernde Lichter reagiert.

Anzeige
Anzeige

So entstand der Atari Video Music

In einem Interview mit Time Extension verriet der Atari-Gründer Nolan Bushnell mehr über das Gerät, seine Entstehungsgeschichte und die enttäuschenden Verkaufszahlen. Laut Bushnell gab es einen besonderen Grund, warum seine Ingenieur:innen die Maschine so gut fanden: „Wir haben festgestellt, dass die meisten meiner Ingenieure die ganze Zeit high waren, während sie daran gearbeitet haben.“

Anzeige
Anzeige

Vor dem Release der Konsole gab es Gespräche, das Gerät bei Sears anzubieten. Sears war damals eines der größten Handelsunternehmen der USA. Einer der Verantwortlichen von Sears kam zu den Atari-Ingenieur:innen, um sich das Atari Video Music anzuschauen. Er war allerdings nicht so angetan und fragte, was die Ingenieur:innen geraucht hätten, um ein solches Gerät zu entwickeln. Einer der Ingenieure soll daraufhin einen Joint angezündet und diesen präsentiert haben (via Landley).

Warum war der Atari Video Music nicht erfolgreich?

„Es war ein finanzielles Desaster“, so Bushnell. Laut dem Atari-Gründer wurden in der ersten Produktion rund 2.000 Atari Video Music hergestellt. Von diesen haben sie etwa zehn zum vollen Preis von rund 170 US-Dollar verkauft. Dieser Preis entspricht heute etwa 855 Dollar. Für Kund:innen war das damals also eine Menge Geld, um sie für einen reinen Musikvisualisierer auszugeben.

Anzeige
Anzeige

Zudem stellten Bushnell und sein Team irgendwann fest, dass ihre Idee einen Haken hatte: Es gab nur wenige Menschen, die ihren Fernseher und ihre Musikanlage im selben Raum hatten. Das war nur in kleinen Apartments der Fall.

Dennoch konnte der Atari Music Video in einigen Gebieten Erfolge feiern. So wurden viele Kabelfernseher mit dem Gerät ausgestattet. Reine Audiosender konnten dadurch visualisiert werden. Zudem kam der Visualisierer in einigen Musikvideos zum Einsatz. Die Band Devo hat den Atari Video Music etwa in The Day My Baby Gave Me A Surprise genutzt, um Hintergründe zu generieren.

Diese alten Konsolen und Retro-Games sind heute viel Geld wert Quelle: robtek / shutterstock
Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Ein Kommentar
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Alfons Darmstuhler

Diese Genderkacke macht mir Kopfblähungen.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige