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„ficken“ und Co. – die 10 meistgenutzten Passwörter 2018 in Deutschland

„123456“ ist das beliebteste Passwort in Deutschland – ein Mega-Fail! (Bild: Shutterstock-Shutteratakan)

Schwache Passwörter wie „123456“ sind nicht totzukriegen. Dabei gehen Nutzer damit ein großes Risiko ein – vor allem, wenn die Passwörter für mehrere Dienste verwendet werden.

Viele werden sicher Jahr für Jahr den Kopf schütteln, wenn das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam wieder einmal Deutschlands beliebteste Passwörter veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich in der Top 10 deutscher Passwörter 2018 kaum etwas getan. Am beliebtesten sind weiterhin schwache und unsichere Zahlenreihen, schreibt das HPI.

Nutzlose Zahlenreihen und sinnlose Begriffe als Passwörter schützen nicht

Noch 2016 gingen wir davon aus, dass die Ziffernfolge „123456“ endgültig aus dem Ranking verschwunden sei, da sie „landläufig als unsicher“ gelte. Schon in der 2017er-Auflage der meistgenutzten Passwörter war das eigentlich nutzlose Passwort zurück – und wie. „123456“ fand sich an der Spitze des HPI-Passwortrankings. Diese Spitzenposition verteidigte die Zahlenreihe auch in diesem Jahr. Beinahe ebenso sinnlos sind freilich Begriffe wie „ficken“, „hallo“, „passwort“ oder „master“, die es aber allesamt in die Top 10 schafften.

HPI-Direktor Christoph Meinel bezeichnet Passwörter wie diese als „Einladung zum Identitätsdiebstahl“. Meinel: „Derart schwache Passwörter gleichen Haustüren, an denen von außen ein Schlüssel steckt.“ Zwar gebe es keinen 100-prozentigen Schutz vor Identitätsdiebstahl, es müsse Kriminellen aber so schwer wie möglich gemacht werden, an das eigene Passwort zu gelangen, so der HPI-Direktor. Insbesondere die Mehrfachnutzung von Passwörtern für unterschiedliche Dienste sei leichtsinnig.

Top 10 deutscher Passwörter 2018

  1. 123456
  2. 12345
  3. 123456789
  4. ficken
  5. 12345678
  6. hallo123
  7. hallo
  8. 123
  9. passwort
  10. master

Die Liste der beliebtesten deutschen Passwörter wird einmal pro Jahr aus dem Datenbestand des HPI-Identity-Leak-Checkers erhoben. Dort können Nutzer prüfen, ob ihre Identitätsdaten durch kriminelle Cyberangriffe erbeutet wurden. Insgesamt hat das HPI nach eigenen Angaben 2018 mehr als 60 Millionen Identitäten aus 120 Datenlecks in die Datenbank eingepflegt.

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