News

Artikel merken

Iran: Bitcoin-Miner sollen landesweite Stromausfälle verursacht haben

Irans Regierung gibt Krypto-Farmen die Schuld an den anhaltenden Stromausfällen im Land. Bei Razzien wurde jetzt Hunderte von ihnen geschlossen und ihr Equipment konfisziert.

1 Min. Lesezeit

Irans Hauptstadt Teheran hat mit Stromausfällen zu kämpfen. (Foto: vanchai tan / Shutterstock.com)

Teheran und andere iranische Städte wurden in den vergangenen Wochen immer wieder von Stromausfällen getroffen. Die iranische Regierung gibt den Mining-Farmen im Land die Schuld an den Stromausfällen. Nach Angaben der Associated Press hat die iranische Polizei rund 1.600 Mining-Farmen im Land geschlossen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim News Agency berichtet, wurden bei den Razzien etwa 45.000 Mining-Computer beschlagnahmt.

Da die Strompreise in dem vorderasiatischen Staat von staatlicher Seite subventioniert werden, ist Krypto-Mining im Iran äußerst populär. Nach Erhebungen der Universität Cambridge ist der Iran das Land mit der sechstgrößten Mining-Kapazität weltweit. Neben illegalen Mining-Farmen gibt es auch legale Anbieter. Insgesamt hat der iranische Staat mehr als 1.000 Genehmigungen für den Betrieb solcher Anlagen vergeben. Tatsächlich genutzt werden die Genehmigungen aber nur von rund Zweidutzend Anbietern.

Nachdem ein Video einer dieser legal betriebenen Krypto-Farmen in den sozialen Medien für Aufregung sorgte, nahm die Regierung jetzt auch diese vom Netz. Kryptowährungen selbst sind im Iran beliebt, weil sich durch die anonymen Online-Zahlungen Sanktionen gegen iranische Banken umgehen lassen.

Iran: Kritiker sehen Vorgehen gegen Mining-Farmen als Ablenkung von den eigentlichen Problemen

Kritiker werfen der Führung in Teheran vor, mit dem Vorgehen gegen die Krypto-Miner von strukturellen Problemen bei der Stromversorgung ablenken zu wollen. Laut dem Telekommunikationsministerium macht Krypto-Mining nur zwei Prozent des Energieverbrauchs des Landes aus. „Bitcoin war hier ein leichtes Opfer“, zitiert die Associated Press den ehemaligen Politiker Kaveh Madani. Seiner Meinung nach haben „Jahrzehnte des Missmanagements“ zu einer wachsenden Kluft zwischen Energieproduktion und Stromnachfrage geführt.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Ebenfalls interessant: Eine Bitcoin-Transaktion verbraucht mehr Strom als ein Einpersonenhaushalt im Monat

Das könnte dich auch interessieren

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Digitales High Five
Holger Schellkopf (Chefredakteur t3n)

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder