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Kolumne

Bitcoin: Ein Schwarzer Schwan und was man aus der verpassten Chance lernen kann

Wer vor ein paar Jahren mit einem minimalen Investment ein paar Dutzend Bitcoins erwarb, braucht heute eigentlich gar nicht mehr arbeiten. Was man aus dem Aufstieg der Kryptowährung lernen kann, fasst Martin Weigert in seiner Kolumne Weigerts World zusammen.

Von Martin Weigert
4 Min.
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(Foto: Shutterstock)

Bis vor Kurzem gab es in meinem Leben keine Entscheidung oder Nicht-Entscheidung, die ich bereut habe. Doch seit dem Aufstieg der Kryptowährung Bitcoin gilt dies nicht mehr. Immer häufiger ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass mir da eine enorme Gelegenheit durch die Lappen ging. Garantiert bin ich nicht der Einzige.

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Besonders wurmt mich dies, da ich die Entwicklung der Kryptowährung zumindest von der Seitenlinie seit ihren frühen Tagen im Blickfeld hatte. Eine Suche in meinen alten Blogbeiträgen zeigt, dass ich Bitcoin erstmals in einem Rückblick zum Digital-Jahr 2011 erwähnte. Allerdings dauerte es dann bis Februar 2014, bis ich aktiv wurde und mir für einen zu verfassenden Erfahrungsbericht testweise 0,1 Bitcoin zulegte. Ich zahlte damals 50 Euro, der BTC-Kurs lag also bereits bei 500 Euro. Nach vielen Aufs und Abs rangiert er zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bei rund 3.000 Euro.

Und natürlich habe ich in der Zwischenzeit – ebenfalls primär zu Testzwecken – etwa die Hälfte dieser 0,1 BTC wieder ausgegeben. Für sinnloses Zeug, allein zum Ausprobieren. Ich erinnere mich, dass ich einmal auf der Republica-Konferenz jemandem einen Minibetrag schickte, um mein Smartphone-Wallet zu testen. Der Gegenwert entspräche wohl heute 20 oder 30 Euro. Erst vor wenigen Tagen habe ich meinen alten Bitcoin-Besitz von etwa 0,1 BTC wiederhergestellt – natürlich mit einem entsprechend massiven Preisaufschlag.

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Natürlich bringt ein „Hätte, Wenn und Aber“ nichts, zumal es sich glücklicherweise nur um eine verpasste Gelegenheit handelt, nicht um eine fatale Fehlentscheidung mit das Leben ruinierendem Charakter. Dennoch wäre es schon eine feine Sache, in Folge eines einzigen, vergleichsweise mit geringen Kosten verbundenen Entschlusses nun über ein großzügiges „Grundeinkommen“ verfügen zu können; etwa so wie der Herr, von dem hier berichtet wird (man könnte das Kapital aber natürlich auch „produktiv“ einsetzen, etwa zur Unternehmensgründung oder zur Unterstützung andererweitiger Projekte, die einem Sinn stiften).

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Ich schreibe diese Kolumne aber nicht, um mich über meine verpasste Chance zu beklagen, sondern weil sich aus dem Beispiel Bitcoin zwei hochspannende Schlüsse beziehungsweise Lehren ziehen lassen:

1. Rückschaufehler, Verlustaversion und die Bedeutung von Neugier

Es ist immer verlockend, dem sogenannten Rückschaufehler zu verfallen, nach dem Motto: „Man hätte den Erfolg von Bitcoin damals schon erahnen können“. Tatsache ist aber, dass zu keinem Zeitpunkt seit der ersten Bitcoin-Transaktion Anfang 2009 durch den als Satoshi Nakamoto bekannt gewordenen mysteriösen Bitcoin-Erfinder irgendjemand verlässlich vorhersagen konnte, wie sich die Kryptowährung und ihr Wert entwickeln würden.

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Davon abgesehen hätte ich mir damals von mir selbst eine andere Logik gewünscht. Nämlich: „Ich gehe nicht davon aus, dass Bitcoin jemals ein großer Erfolg wird. Aber die Technologie finde ich aufregend, und es tut mir aktuell finanziell nicht weh, mir für 100 Euro ein paar BTC zuzulegen“. Stattdessen habe ich das Geschehen zwar beobachtet, aber mir fehlte anfänglich die Neugier und die Energie, mich selbst heranzuwagen. Vermutlich war auch Verlustaversion im Spiel; also die Tendenz des Menschen, sich über einen Verlust von 100 Euro mehr zu ärgern, als über einen Gewinn von 100 Euro zu freuen. Sich Bitcoins für „echtes“ Geld zu kaufen, wäre mir damals zuerst einmal wie ein Verlust vorkommen. Lektion für mich: noch neugieriger sein und aufpassen, bei Entscheidungen zur Investition kleiner Beträge sich nicht zu sehr von Verlustaversion leiten zu lassen.

2. Wohlstand nur für die, die schon alles haben? Außer damals, bei Bitcoin

Es ist häufig die Rede davon, dass sich materieller/finanzieller Wohlstand nur noch dann erreichen lässt, wenn man bereits erheblichen Wohlstand vorweisen kann. Gerne durch das berühmte Sprichwort „The rich get richer“ zusammengefasst. Bei Bitcoin aber galten andere Regeln. Im Prinzip hatte jede Frau und jeder Mann die Gelegenheit, mit einem minimalen Investment zu einem ansehnlichen finanziellen Polster zu gelangen. Voraussetzung waren lediglich ein Computer/Smartphone mit Internetzugang sowie genug finanzieller Spielraum, um in der Frühphase wenigstens in ein paar Dutzend Bitcoins investieren zu können. In den westlichen Ländern stand diese Möglichkeit somit einem Großteil der Bürgerinnen und Bürger offen. Nur verfügten freilich die wenigsten über hinreichend Informationen zu und Interesse an der neuartigen Technologie, die da gerade entstand. Dafür allerdings ist jede(r) selbst verantwortlich.

Mir geht es nicht darum, die im vorherigen Paragraphen angeführte These zu widerlegen. Es hat aber etwas Faszinierendes, sich vor Augen zu führen, wie niedrig eigentlich die Einstiegsbarriere bei Bitcoin war – wenn man nur Bescheid wusste.

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Ich beziehe mich in dieser Analyse nur auf die Vergangenheit und mache keine Aussagen dazu, wie die Kryptowährung heute zu betrachten ist, oder was man von ihrem aktuellen Kurs halten sollte. Aber wenn uns Bitcoin eines zeigt, dann, dass ab und an ein Ereignis eintritt, welches mit allen sonst gekannten Regeln und Gesetzmäßigkeiten bricht, und welches jeder und jedem vollkommen unerwartete Möglichkeiten einräumt. So gesehen ist Bitcoin ein Schwarzer Schwan. Zumindest dürften das die Personen so sehen, die vor ein paar Jahren für eine niedrige dreistellige Summe aus reiner Experimentierfreude einige der Coins erwarben.

Weitere Kolumnen der Serie Weigerts World findet ihr hier. Ihr könnt die vom Autor täglich kuratierten News zur Netzwirtschaft abonnieren oder seinen wöchentlichen E-Mail-Newsletter mit englischsprachigen Leseempfehlungen beziehen.

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Kommentare (16)

Community-Richtlinien

lola

Du beschreibst sehr schön den Grund warum die Bitcoins so schnell steigen: Die Gier
Und in deinem nächsten Betrag wirst du schreiben, das du es gewusst hat.

Man kann du Kurskurve auf am letzten Höhepunkt starten lassen und an letzen Tiefpunkt enden lassen. Dann ist das gar kein Gewinn zu sehen.

Ein gutes Invest wären der richtige Lottozettel

Martin Weigert

Hmm meinst du nicht, dass du hier zu sehr eine negative moralische Bewertung unternimmst? Der Begriff „Gier“ ist für mich eng mit einem Verhalten verbunden, bei dem ungezügeltes Profitstreben auf Kosten der Allgemeinheit geht. Bislang sehe ich nicht, dass man pauschal sagen kann, dass Bitcoin auf Kosten der Allgemeinheit geht. Das kann sich in Zukunft natürlich noch ändern. Deshalb mache ich im Text auch deutlich, dass es sich um eine Bewertung von Bitcoin vom Zeitpunkt der Entstehung bis heute handelt, nicht um ein Loblied auf Bitcoin als Wertanlage/Spekulationsobjekt ab jetzt und in die Zukunft.

Frank Chendra

Hallo,

ich habe da als ebenfalls Betroffener und Laie ein paar Anmerkungen zu.

– wenn man sich die reine Wachstumskurve von bitcoin anschaut (https://coinmarketcap.com/currencies/bitcoin/) und man trotz aller Warnungen dennoch ein wenig den bisherigen Kursverlauf in die zukünftige Entwicklung mit einbezieht, so könnte man zum Schluss kommen, dass bitcoin weiterhin ein gutes Investment darstellt. Ich habe letztens erst von einer Zielmarge von 10.000€ für Bitcoin von einer bekanten Unternehmensberatung gelesen.

– neben Bitcoin gibt es ja weitere interessante Kryptowährungen, die ähnliche Wachstumsraten aufweisen, allen voran Ethereum. Es gibt ja die bekannte Idee des Index-basierten Investments, dass man also statt nur einer Position sein Investment in mehrere aufsplittet … hier die Wertentwicklung eines Portfolios, bei dem anfang 2016 der Betrag von 1000$ in 5 verschiedene populäre Kryptowährungen angelegt wurde: https://www.cryptocompare.com/portfolio-public/?id=5955

Aus 1000$ nach etwas mehr als anderthalb Jahren einen Betrag von knapp 110K$ gemacht zu haben finde ich schon mehr als interessant. Dabei wurde nicht gehandelt, sondern lediglich die Positionen gehalten. Wer übrigens das Portfolio nach Marktgewichtung der Währungen erstellt hat, kam deutlich „schlechter“ weg („nur“ 66K$). Aber mal ehrlich, damit wäre ich nach einem Jahr auch schon mehr als zufrieden.

– Für wen das zu blöd oder zuviel ist, für den gibt es Services bzw Software wie Coincube.io (ich habe nichts mit denen zu tun, ich mag nur die Idee), die einen beliebigen Betrag nimmt und den nach einem eigenen Risikoprofil unter die Top5, 10,20,30 Kryptowährungen platziert. Interessante Idee, die Software und der Service sind umsonst – ob man Coincube vertraut oder nicht, muss jeder selbst entscheiden, mir gefällt nur, dass man beliebige Beträge auch dynamisch platzieren kann.

– das wirklich wichtige/entscheidende/wertvolle sind nicht die Kryptowährungen als Spekulationsobjekte, sondern die verwendeten Technologien dahinter für anonymisierte Zahlungen und verteilte Buchführungssoftware meiner Ansicht nach.

Zum Schluss aber noch was mit aktuellen Bezug:
jemand meinte mal, dass im Falle eines Atomkrieges Kryptowährungen ja wohl nicht so hilfreich wären wie Geld oder Gold, die man in Lebensmittel oder Medikamente eintauschen könnte…

KingMidas

Wir können vor allem lernen das wir in einem Zeitalter der Phänomene leben, zu denen es in der Menschheitsgeschichte keine Referenz gibt. Das bringt neue Technologie mit sich, es ereignen sich Dinge im Internet und um das Internet, die man bis dato nie kannte und noch nie gesehen hat. Wir sind Zeitzeugen einer sehr speziellen und sehr besonderen Epoche der Menschheitsgeschichte/der Gesellschaft.
Das zu verarbeiten und sich im Gewirr dieser Eindrücke und Informationen zu orientieren ist die eigentliche Herausforderung, wenn Sie mich fragen. Deshalb ist das Gerede der Experten und Internet-Erklärern oftmals nichts als heiße Luft.

Der Querverweis zum Bitcoin-Millinonär lädt natürlich zum Träumen ein, aber wo ist die Erkenntnis?
Die Eintrittsbarriere bei Bitcoin (zur rechten Zeit am rechten Ort) war nämlich nur oberflächlich gesehen gering, aber auf den zweiten Blick gehörte schon ein wenig mehr dazu. Bildungsstand, Alter und gesundheitliche Verfassung waren natürlich wie immer auch hier entscheidend und elementare Faktoren.

Dazu muss man auch ziemlich große Cojones mitbringen, die Investition in die Coins über all die Jahre in Ruhe liegen zu lassen …bei den extremem Schwankungen. Wer hätte bei einem Preis von einem Dollar pro Bitcoin nicht schon sämtlichen Bestand bei einem 200 Dollar Kurs verkauft? Es muss also doch ein gewisser Wohlstand vorhanden gewesen sein, um dieser Versuchung so lange zu widerstehen, oder nicht?

Das war nur ein Beispiel der zahllosen Eventualitäten auf dem Weg zur Rekordkurs. Wie geht es heute wohl den MTGox Opfern deren Bitcoinbestände abgeräumt wurden in Hinblick auf eben diesen?

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende, aber die gerechtere Welt durch Blockchain/und BItcoin sehe ich bis dato noch nicht. Die early adopter halten den Großteil der Bestände, die Mining-farmem in China dominieren aufgrund dem Wettbewerbsvorteil (Strompreis) den Markt. Die Verzerrungen sind genauso extrem wie beim verhassten Fiat-Money, wenn nicht sogar extremer.

Sebastian L.

Aber so richtig hat der Autor des Artikels es noch immer nicht begriffen…

Da gibt es zig Möglichkeiten in Bitcoin weiterhin zu investieren oder in eine andere Kryptowährung (Iota, ETH) zu investieren, und er nutzt die Möglichkeit nicht.

Wenn der Bitcoin in ein paar Jahren dann bei 50.000,- Euro steht, oder Iota bei 100,- Euro, dann wird wieder geweint und davon erzählt, was man aus verpassten Chancen lernen kann.

Na klar, kann man jetzt einwenden, es ist doch absurd, dass ein Btc auf 100.000,- € steigen wird.

Aber, war es nicht 2009 auch absurd, anzunehmen, dass der Btc auf 3.000,- Euro steigen wird?

Der Markt steht immer noch ganz am Anfang und da dürften noch einige schwarze Schwäne auf diejenigen warten, die sich mit der Thematik intensiver beschäftigen.

In diesem Sinne: Nicht heulen, sondern handeln :-)

Der_Da

Hier schließe ich mich zu 100% an. Es spricht nichts dagegen jetzt noch 100€ in Bitcoin oder einen anderen Coin seiner Wahl zu investieren. Ggf. auch in mehrere. Ja, man kann diese 100€ verlieren aber wäre das wirklich so schlimm? Sofern man etwas Spielgeld übrig hat und es verschmerzen kann dieses möglicherweise zu verlieren, ohne dann direkt am Hungertuch zu nagen, sollte man es ruhig versuchen. Sonst ärgert man sich in 5 Jahren vielleicht wieder.

Ich persönlich gehe davon aus dass der Kurs weiter steigen wird denn wenn die Idee dahinter weltweit akzeptiert wird, geht es gar nicht anders. Natürlich gibt es auch Faktoren die dies verhindern könnten aber selbst dann kann man sagen „tja, wenigstens habe ich es versucht“. Klingt in meinen Augen besser als „hätte ich es bloß versucht“ ;)

Martin Weigert

Geheult wird hier gar nicht. :)

Ich

Ist halt wie bei Aktien: Man kauft nie zum besten Zeitpunkt, und man verkauft nie zum besten Zeitpunkt! #isso Und Sebastian L. schon schreibt: Nach dem Artikel MUSS der Autor doch jetzt Geld in was investieren. Deshalb die Frage an die Autor: In welche Anlage haben sie nun investiert?

Martin Weigert

Wie im Artikel erwähnt bin ich ja nun wieder bei 0,1 BTC. Das genügt mir aktuell. Sofern der Kurs unter 2000 USD fällt, werde ich ggf nochmal „nachkaufen“. Denn (und das ist pure Spekulation) mein Erwartung ist nicht, dass der BTC-Wert dauerhaft weit darunter liegen wird.

Eventuell könnte ich mir auch vorstellen, ein paar Ether zu kaufen.

Sebastian L.

Hui, jetzt fällt es einem schwer, ernst zu bleiben.

Dafür, dass angeblich die Lektion gelernt wurde, in Zukunft neugieriger zu sein und die Verlustaversion zu überwinden, doch ein ganz schön konservatives Verhalten. Ich würde sogar sagen, ein Verhalten, dass Ausdruck extremer Verlustaversionen ist. Da bleibt doch der Eindruck: Das ein predigen und nach etwas anderem handeln.

Wenn der Btc nochmals unter 2.000,- $ fällt, dann war es das m.E. mit der Sache. Aber: Das wird auch in mittelfristiger Zukunft nicht passieren.

Wie wäre es, mal total crazy zu sein, und ein paar Iota zu kaufen? Das würde mal von Neugier zeugen. Andere Technik als der Bitcoin und die meisten anderen Währungen, steckt wirklich noch in den Babyschuhen und hat eine visionäre Technik.

Martin Weigert

IOTA höre ich zum ersten Mal, aber ich schaue mir die gerne näher an.
Davon abgesehen melde ich mich bei dir, wenn ich weitere Investionstipps oder kluge Worte benötige :)

Sebastian L.

Mach das gerne! :-) Bin jetzt auch ruhig.

TTT

Wer Glück hatte und früh dabei war, kann sich jetzt freuen.
Vielleicht steigt er auf 100.000€ vielleicht ist er in drei Jahren weg.

Wenn man es wüsste, wäre man ja schon vor ein paar Jahren eingestiegen…

https://anycoindirect.eu/de/kaufen/bitcoins?discref=88f1640d-3d38-4063-9a45-3631d48ea045

Norbert

Ein sehr guter Beitrag. Ich habe das erste Mal im Jahr 2012 von Bitcoin gehört. Damals lag der Preis pro Bitcoin unter 15 Euro. Ursprünglich wollte ich damals eine größere Menge davon kaufen, weil ich das Gefühl hatte, das etwas Großes daraus wird. Skepsis und Misstrauen haben den Kauf verhindert, auch deshalb weil die Vorstellung echtes Geld für virtuelle, nicht existierende Geldeinheiten auszugeben mir absurd vorkam. Eine Entscheidung die ich heute sehr stark bereue. Die Menge die ich kaufen wollte, hätte heute den Wert von knapp einer Million Euro. Hätte, hätte.., da ist das berüchtigte Wort wieder. Ich gebe offen zu: die Kursentwicklung löst bei mir schon fast Schmerzen aus, weil ich oft an die verpasste Chance denken muss.

Ich fürchte, dass man so eine Chance wohl nie wieder im Leben bekommt. Es gilt: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Ob Bitcoin tatsächlich dauerhaft ein Zahlungsmittel sein kann bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass viele Menschen fast risikolos reich geworden sind, während viele (so wie ich) auf den Zug, der damals noch hielt, nicht aufgesprungen sind.

Sebastian L.

Nicht über die verpasste Chance trauern, sondern neue Chancen suchen.

Der Kryptomarkt steht jetzt im Vergleich zum Markt der Telekommunkation etwa bei der Erfindung des Telefons mit Wählscheibe. Da ist noch soviel Luft nach oben, dass es einem gelingen wird, mit entsprechenden Recherchen und etwas Weitblick Renditen einzufahren, wie auf keinem anderen Markt. Bitcoin hat in den letzten drei Tagen nochmals 20 Prozent zu gelegt. Ein Wert, der im Aktienbereich nur sehr schwer in einem Jahr und in den konservativen Sparmodellen unmöglich in 5 Jahren zu erreichen ist.

Iota hat 300 Prozent in den letzten drei Wochen gemacht und NEO geht auch gut durch die Decke.

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