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Blockchain-Pilotprojekt: Die USA bekämpfen Medikamentenfälschung

(Foto: Shutterstock)

Die US-amerikanische Food and Drug Administration startet ein Blockchain-Projekt zur Überprüfung der Echtheit von Medikamenten. Dazu schloss sich die Behörde für Lebens- und Arzneimittel jüngst mit dem Blockchain-Unternehmen ID-Logiq aus Kalifornien zusammen.

Die Blockchain-Technologie eignet sich bekanntlich für mehr als für Finanztechnologien im Sinne von Bitcoin und Co. Ihre grundlegende Eigenschaft, Daten für immer in Blöcken festzuschreiben und damit für alle und jeden frei zugänglich zu machen, macht sie vor allem für die Überprüfung von Lieferketten und die Echtheit von Daten nützlich.

Pilotprojekt zur Verifikation von Medikamenten

So etabliert sich die Blockchain-Technologie auch nach und nach zu einem Echtheitsgarant in der Pharmaindustrie. In diesem Sinne beginnt nun die US-amerikanische Food and Drug Administration ein Pilot-Projekt, um mittels der Blockchain Medikamente auf ihre Echtheit hin zu überprüfen.

Wie man einer aktuellen Pressemitteilung entnehmen kann, kooperiert die Behörde für Lebens- und Arzneimittel dafür mit dem kalifornischen Blockchain-Startup ID-Logiq. In Zusammenarbeit will die Behörde mit dem Unternehmen ein System entwickeln, mittels dessen sie die „nationale Sicherheit der Medikamenten-Lieferkette und zukünftige Interoperabilität von sicherem elektronischem Datenaustausch“ sicherstellen kann.

Die Blockchain-Lösung aus dem Hause ID-Logiq soll dahingehend dafür sorgen, dass Medikamente verifiziert und nachverfolgt werden können. Zudem soll das Pilotprojekt mit einer Möglichkeit aufwarten, die eine systemübergreifende Lösung für Medikamentenhersteller schafft. Mit Fokus auf die Blockchain-Lösung gibt sich Tim Le, Gründer und CEO der Prescription Services, zuversichtlich: „Die ID-Logiq-Lösung ist einzigartig, da sie auf Patientenorientierung und Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet ist. Die schlüsselfertige Komplettlösung ermöglicht es dem medizinischen Fachpersonal, unseren Patienten die neuesten, digitalen, vernetzten Gesundheitsdienste anzubieten. Die mobile App bietet unseren Patienten ein immersives Benutzererlebnis.“

Gefälschte Krebsmedikamente mit tödlichen Folgen

Letztlich handelt es sich bei gefälschten Medikamenten um eine Problematik, die mitunter tödlich enden kann. Wie die FDA an anderer Stelle mitteilt, hatte sie in diesem Zusammenhang etwa mit gefälschten Krebsmedikamenten zu kämpfen. Letztere wurden unter dem Markennamen Altuzan verbreitet, enthielten jedoch keinerlei Wirkstoff. Ein ganz ähnlicher Fall ereignete sich vergangenes Jahr auch in Deutschland. Wie Correctiv berichtet, fälschte ein Apotheker aus Bottrop über Jahre Krebsmedikamente, um sich dadurch an seinen Kunden zu bereichern. Der Ausgang war für die Betrugsopfer mitunter tödlich.

Dieser Artikel erschien zuerst bei BTC Echo.

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