Ratgeber

Brave Rewards: So funktioniert das Belohnungssystem für Seitenbesucher

Brave hat sich viel vorgenommen. (Grafik: Brave)

Der Blockchain-Browser Brave bringt mit den Rewards und seinen BAT-Kryptotoken ein Bezahlsystem mit, das mehreren Zwecken dient. Unter anderem werden auf diese Weise Nutzer für das Anschauen von Werbung bezahlt. Wir zeigen euch, wie das geht.

Der vom JavaScript-Erfinder Brendan Eich entwickelte und auf dem Chromium-Projekt basierende Browser Brave will sicheres, die Privatsphäre wahrendes Surfen im Netz der Netze mit Werbung verbinden. Dazu setzt Brave auf eine eigene Werbeplattform, die die vorhandenen Ads auf Websites komplett blockt. Statt der vorhandenen Werbung will Brave dann datenschutzkonforme Ads ausspielen, sofern der Nutzer dem System zustimmt.

So startet ihr mit dem Geldverdienen in Brave

Das Konsumieren von Werbung im Brave-Browser ist also vollkommen freiwillig. Es setzt voraus, dass sich teilnahmewillige Nutzer zu Brave Rewards, dem browsereigenen Zahlsystem, anmelden und ein paar Konfigurationsschritte durchlaufen. Genau das werden wir jetzt gemeinsam tun.

Der erste Schritt besteht darin, den Browser herunterzuladen und zu installieren. Wie üblich erkennt die Brave-Download-Seite, mit welchem System ihr unterwegs seid und schlägt euch automatisch die richtige Version vor.

Nach der Installation schlägt Brave direkt vor, dass ihr Brave Rewards aktiviert. Hier klickt ihr also auf Enable Rewards.

Schritt 1: Brave Rewards aktivieren. (Screenshot: t3n)

Schritt 1: Brave Rewards aktivieren. (Screenshot: t3n)

Kryptotoken können auch gespendet werden

Auf der folgenden Seite erklärt euch Brave, was ihr nach der Teilnahme an den Rewards mit den BAT, den Basic Attention Tokens, alles tun könnt. Wir interessieren uns in diesem Beitrag hauptsächlich dafür, wie uns Brave dafür bezahlt, dass wir Werbung anschauen.

Ihr könnt die Kryptowährung auch dafür verwenden, Seiten, die ihr gern besucht, eure BAT automatisiert zu spenden. In diesem Falle zählt Brave die Seiten, die ihr besucht und verteilt die BAT, die ihr in eurer Wallet sammelt, einmal im Monat im Anteilsverhältnis auf diese Websites. Dabei könnt ihr einzelne Seiten auch ausschließen. Ihr habt letztlich die volle Kontrolle darüber, wohin eure BAT fließen. Diese Funktion lässt sich abschalten, sodass ihr die BAT in eurer Wallet für euch selbst sammeln könnt.

Wollt ihr dennoch mal einer Seite oder einem Account auf Youtube, Twitch oder einigen anderen Diensten gezielt ein paar BAT zukommen lassen, könnt ihr das manuell über das sogenannte Tipping tun. Dabei sendet ihr einen von euch festzulegenden Betrag direkt an den jeweiligen Publisher.

Schritt 2: Teilnahme an Brave Rewards bestätigen. (Screenshot: t3n)

Schritt 2: Teilnahme an Brave Rewards bestätigen. (Screenshot: t3n)

Publisher müssen sich für das System naheliegenderweise ebenfalls anmelden. Sonst können sie die ihnen zugedachten BAT nicht erhalten. BAT, die ihr an Publisher sendet, die nicht am System teilnehmen, bleiben in eurer Wallet.

BAT-Wallet liegt im Browser

Die Wallet, also die Sammelbörse für eure Krypto-Token, existiert nur im Browser auf eurem Gerät und kann von außen nicht eingesehen werden. Das ist einerseits gut, anderseits ein Problem, weil ihr auf diese Weise eure BAT nicht zu echtem Geld machen könnt. Was wir aber für unseren Use-Case des Geldverdienens per Surfen doch brauchen.

Brave arbeitet zu diesem Zweck mit dem Dienst Uphold zusammen. Ihr habt aus eurer Brave-Wallet heraus jederzeit die Möglichkeit, diese bei Uphold zu verifizieren.

Schritt 3: Verifizierung der Wallet ist Voraussetzung für die Geldentnahme. (Screenshot: t3n)

Schritt 3: Verifizierung der Wallet ist Voraussetzung für die Geldentnahme. (Screenshot: t3n)

Wenn ihr diesen Vorgang durchlaufen wollt, müsst ihr euren Personalausweis zur Hand haben und in einem respektablen äußeren Zustand sein, denn im Laufe des Verifizierungsvorgangs werdet ihr ein Selfie von euch machen müssen. Ebenso ist ein Foto von Vor- und Rückseite eures Personalausweises hochzuladen.

Schritt 4: Verifizierung der Wallet startet. (Screenshot: t3n)

Schritt 4: Verifizierung der Wallet startet. (Screenshot: t3n)

Habt ihr das erledigt, verfügt ihr über eine voll funktionsfähige Wallet, die ihr auch verwenden könnt, um die BAT aus euren Surfgängen zu Geld zu machen.

Wie viel Werbung wollt ihr sehen?

Nun legen wir in den Einstellungen der Brave-Rewards noch fest, wie oft Brave uns mit Werbung konfrontieren darf. Wir können aus einem Bereich von gar nicht bis fünf Ads pro Stunde wählen.

Schritt 5: Einstellen der gewünschten Ads-Anzahl. (Screenshot: t3n)

Schritt 5: Einstellen der gewünschten Ads-Anzahl. (Screenshot: t3n)

Brave verspricht, die Werbung zu passenden Zeitpunkten zu liefern, sodass der Workflow möglichst nicht unterbrochen wird. In unserem Test hat das schon deshalb funktioniert, weil Brave aktuell fast ausschließlich Werbung per Browser-Notification ausspielt. Das sieht dann so aus:

So sehen die Brave-Ads bislang aus. (Screenshot: t3n)

So sehen die Brave-Ads bislang aus. (Screenshot: t3n)

Ein Klick auf die Benachrichtigung öffnet die Seite des Werbetreibenden in einem neuen Brave-Tab. Die Werbetreibenden rekrutieren sich aktuell offenbar vorwiegend aus der Krypto- und der Games-Branche. Jedenfalls wurde uns nichts anderes angezeigt. Inwieweit Brave künftig das vorhandene Werbeinventar auf den besuchten Seiten durch eigenes ersetzen wird, ist zwar unklar, scheint jedoch wenig wahrscheinlich, weil es dafür ein überaus gezieltes und breit gefächertes Portfolio an Werbe-Assets bedürfte.

Im Verlaufe eurer Surfhistorie sammeln sich nun immer mehr BAT-Token in eurer Wallet, die ihr stets seht, wenn ihr einen neuen Tab öffnet. Jedenfalls gilt das, solange ihr den Standard-Tab nicht verändert.

In jedem neuen Tab seht ihr den Zustand eurer Wallet. (Screenshot: t3n)

In jedem neuen Tab seht ihr den Zustand eurer Wallet. (Screenshot: t3n)

Im obigen Screenshot seht ihr den rechts angeordneten Block mit den prognostizierten Einnahmen und Ausgaben der laufenden Periode. Oben am Ende der Adresszeile platziert Brave das BAT-Icon. Klickt ihr darauf, könnt ihr die besuchte Seite entweder von der Verteilung ausnehmen oder sie gezielt unterstützen.

Hinter dem Icon verbirgt sich die Steuerung der Auszahlung an Publisher. (Screenshot: t3n)

Hinter dem Icon verbirgt sich die Steuerung der Auszahlung an Publisher. (Screenshot: t3n)

Den Zustand eurer Wallet könnt ihr überdies stets in den Browser-Einstellungen unter Brave Rewards einsehen.

Angeschaute Werbung, nächste Auszahlung - alles in den Einstellungen. (Screenshot: t3n) (Screenshot: t3n)

Angeschaute Werbung, nächste Auszahlung – alles in den Einstellungen. (Screenshot: t3n) (Screenshot: t3n)

Letzte Einstellungen

Um nun zu verhindern, dass Publisher unser hart erarbeitetes Kryptogeld automatisch wieder zugespielt bekommen, müssen wir zuletzt noch in den Einstellungen das Feld Auto-Beitrag auf Aus stellen.

Hier schalten wir die automatische Verteilung ab. (Screenshot: t3n)

Hier schalten wir die automatische Verteilung ab. (Screenshot: t3n)

Nun erfolgt keine automatische Zuteilung mehr. Wollt ihr Publisher gezielt mit BAT unterstützen, geht das aber trotzdem. Dazu klickt ihr auf der betreffenden Website auf das BAT-Icon in der Adressleiste. Hier habt ihr nun die Möglichkeit, direkt Token zu spenden oder einen monatlichen Betrag für genau diese Website einzugeben.

Neben den Werbe-Notifications werdet ihr in Kürze möglicherweise Sponsored Images sehen. Die werden in der Rotation der Hintergrundbilder stattfinden, die bereits jetzt in neuen Tabs zu sehen sind. Bislang verwendet Brave dafür nur gemeinfreie Unsplash-Inhalte. Künftig sollen Werbetreibende die Fläche buchen können. Auch das wäre eine unaufdringliche Art der Werbung.

Ein Beispiel für eine Werbung als Sponsored Image. (Screenshot: Brave)

Ein Beispiel für eine Werbung als Sponsored Image. (Screenshot: Brave)

Fazit: Geld verdienen mit Brave ist nicht schwierig

Wenn ihr den Beitrag in die Tat umgesetzt habt, dann verfügt ihr jetzt über einen Browser, der euch während des Surfens für das Anschauen von Werbung bezahlt. Die Beträge sind zwar gering, aber Kleinvieh macht eben auch Mist. Dabei gibt es keine echten Nachteile, denn da Brave auf Chromium basiert, steht euch das Ökosystem des Chrome-Web-Store in vollem Umfang zur Verfügung.

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