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Britische Corona-Warn-App soll bis zu 900.000 Infektionen verhindert haben

Corona-Warn-App. (Foto: t3n)

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Hilft sie? Hilft sie nicht? Sinn und Nutzen von Corona-Warn-Apps wurden schon vielfach diskutiert. Wissenschaftler haben jetzt berechnet, wie viele Infektionen die britische App verhindert haben soll.

Derzeit mehren sich die Anzeichen, dass wir uns am Beginn einer dritten Welle der Corona-Pandemie befinden. In diesem Zusammenhang kommt immer wieder auch die Frage nach der Corona-Warn-App auf – bringt sie überhaupt was? Britische Forscher können diese Frage jetzt mit einem klaren Ja beantworten.

Britische Corona-Warn-App soll bis zu 900.000 Infektionen verhindert haben

Gemeinsam mit der Oxford-Universität haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Alan-Turing-Instituts untersucht, welchen Einfluss die britische Corona-Warn-App auf die Verbreitung von Covid-19 hat. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass durch die App von Oktober bis Dezember 2020 zwischen 200.000 und 900.000 Infektionen verhindert worden sein dürften. Die große Spanne der verhinderten Infektionen ergibt sich dabei aus der Tatsache, dass zwei gegensätzliche Berechnungsmodelle verwendet wurden.

Generell scheint in Großbritannien die Akzeptanz der App nach einigen Startschwierigkeiten hoch zu sein. Mit 22 Millionen Downloads hat sich rund jeder dritte Brite die App heruntergeladen. Je nach Region nutzen zwischen 24,8 und 33,2 Prozent der Menschen die App regelmäßig. Weiterhin fanden die Forschungsteams heraus, dass sich etwa 72 Prozent der infizierten App-Nutzenden bereit erklärt hatten, ihr Testergebnis über die App zu teilen.

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Im Vergleich zur manuellen Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter schneidet die App sogar etwas mehr als doppelt so gut ab. Interessierte können die Studie, die noch nicht den Peer-Review-Prozess durchlaufen hat, bei GitHub herunterladen.

Lassen sich die Zahlen auf Deutschland übertragen?

Eine vergleichbare Studie für Deutschland gibt es bislang nicht. Die deutsche Corona-Warn-App wurde Stand Februar 2021 25,7 Millionen Mal heruntergeladen; wie viele davon die App aktiv nutzen, ermittelt das Robert-Koch-Institut nicht. Auch erhebt hierzulande niemand, wie viele pro Covid-19-Fall über die App gewarnt werden – und ob diese Menschen dann wiederum positiv testen. Die britische Warn-App kann außerdem über Teile der Postleitzahl auch Angaben zur regionalen Verbreitung des Virus und der Verwendung der App machen.

Studien aus Spanien und der Schweiz deuten aber ebenfalls darauf hin, dass Tracing-Apps die manuelle Kontaktverfolgung zumindest unterstützen. So darf wohl vorsichtig davon ausgegangen werden, dass auch die deutsche Corona-Warn-App dazu beiträgt, die Ausbreitung von Covid-19 zu verringern.

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