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Ratgeber

Was macht eigentlich ein Business-Intelligence-Analyst?

Business-Intelligence-Analysten brauchen auch kommunikatives Talent. (Foto: SFIO CRACHO/Shutterstock)

In der Reihe „Was macht eigentlich ... ?“ stellen wir regelmäßig einen Beruf aus der digitalen Wirtschaft vor und erklären, was zu seinen Aufgaben gehört und was man für den Job mitbringen sollte. Diese Woche: der Business-Intelligence-Analyst.

Der Business-Intelligence-Analyst macht aus Daten Erkenntnisse: Er kämpft sich durch Datenberge und unterstützt seine Kollegen bei der Entscheidungsfindung.

Aufgaben

Der Business-Intelligence-Analyst erhebt Daten, visualisiert sie und wertet sie systematisch aus, um daraus geschäftsrelevante Erkenntnisse zu generieren. Oft ist auch die Entwicklung von Modellen, etwa zu Prognosezwecken, Bestandteil seiner Tätigkeit.

Verwirrung entsteht gelegentlich bei der Frage, was der Unterschied zwischen Business-Intelligence und Business-Analytics sei. Die Grenze wird meist entlang der zeitlichen Ausrichtung gezogen: Business-Intelligence erhebt demnach den Ist-Stand, während Business-Analytics stärker darauf ausgerichtet ist, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren. In den meisten Fällen nehmen Business-Intelligence-Analysten Aufgaben aus beiden Bereichen wahr.

Der Business-Intelligence-Analyst ist in der Regel auch für technische Aspekte der Datenauswertung zuständig. Er legt etwa die Anforderungen an BI-Lösungen fest, konzipiert oder entwickelt gegebenenfalls sogar eigene Applikationen und trägt Sorge dafür, dass die eingesetzten Software-Lösungen auch tatsächlich helfen, die gewünschten Insights zu liefern. Außerdem pflegt er die Datenbasis.

Das Profil

Von Business-Intelligence-Analysten wird in der Regel ein Studienabschluss in Informatik, einem wirtschaftswissenschaftlichen Fach oder Wirtschaftsinformatik erwartet. Aber auch etwa Mathematiker oder Physiker haben gute Chancen auf eine Analysten-Karriere. Darüber hinaus gibt es auch Fort- und Weiterbildungsangebote, die speziell auf Business-Intelligence zugeschnitten sind. Ein routinierter Umgang mit Excel und Tableau wird in den meisten Fällen ebenso vorausgesetzt wie VBA- beziehungsweise SQL-Kenntnisse. Auch R-, Python- und Java-Know-how sind gern gesehen. Gut aufgestellt ist, wer Alooma, Apache oder den Oracle Data Integrator bedienen kann. Neben Software- und Programmierkenntnissen gehören auch kommunikative Skills, etwa die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte herunterzubrechen und verständlich zu erklären, sowie gute Englischkenntnisse zum Anforderungsprofil.

Business-Intelligence-Analyst-Data-Dashboard
Daten-Kenner – der Business-Intelligence-Analyst. (Grafik: Shutterstock / Graphic Farm)

Mit wem der Business-Intelligence-Analyst zusammenarbeitet

Durch die zunehmende Vernetzung werden in immer mehr Kontexten Daten erhoben – im Unternehmen selbst und durch Dritte. Das bietet für verschiedenste Unternehmensbereiche – vom Vertrieb/Marketing und Kundenservice über Reporting und Controlling bis zum Recruiting – ganz neue Möglichkeiten. Um diese Potenziale voll auszuschöpfen, benötigen die jeweiligen Fachabteilungen Zugriff auf die relevanten Daten. Die Aufgabe des Business-Intelligence-Analysten besteht dann darin, in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen zu definieren, welche Daten jeweils wichtig sind, wie diese ausgewertet werden müssen und welche Systeme dafür eingesetzt werden sollen. Insofern arbeitet der Business-Intelligence-Analyst an der Schnittstelle von Fachabteilung und IT.

Einige der Erkenntnisse, die Business-Intelligence-Analysten aus Daten generieren, sind für die strategische Weiterentwicklung von Unternehmen hoch relevant. Deshalb stehen die Analysten häufig auch in engem Kontakt mit der Unternehmensführung und Strategie/Business-Development.

Gehalt

Laut Gehalt.de verdient die Hälfte der Business-Intelligence-Analysten zwischen 44.403 und 67.564 Euro brutto pro Jahr. Je ein Viertel verdient mehr beziehungsweise weniger. In großen Konzernen sind zum Teil auch sechsstellige Gehälter möglich.

Herausforderungen

Zugleich Chance und Herausforderung sind die immer größer werdenden Datenmengen. Insbesondere die Übersetzung der komplexer werdenden Zusammenhänge in Aussagen, die für Data-Laien verständlich sind und den Fachabteilungen bei ihrer täglichen Arbeit konkret helfen, wird dadurch erschwert. Ein Ansatz, der in dieser Hinsicht großes Potenzial birgt, ist Data-Storytelling. Dabei werden Daten in eine Erzählung eingebettet, um Zusammenhänge zu verdeutlichen und Interesse zu wecken. Auch visuell werden die Daten dann besonders ansprechend dargestellt.

Offene Stellen als Business-Development-Manager findet ihr zum Beispiel auch auf t3n.de/jobs.

In der Reihe „Was macht eigentlich ... ?“ stellen wir euch regelmäßig einen digitalen Beruf mit seinen Aufgaben, Voraussetzungen und Herausforderungen vor. Alle Teile der Reihe findet ihr hier.

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2 Reaktionen
Piotr

Das stimmt gewissermaßen.
Die Parallelen zum "Data Scientist" sind schon groß.
Trotzdem ist mit die davon getrennte Berufsbezeichnung "Business-Intelligence-Analyst" durchaus schon häufiger untergekommen.

Hier wird - auch in näherer Relation zu Ausbildungs- und Studiengängen - allerdings nicht explizit unterschieden:
Data-Scientist -> https://www.it-talents.de/blog/it-talents/was-macht-eigentlich-ein-data-scientist

Gruß Piotr

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Dirk Heche

Das war einer der schlechtesten Artikel, die ich zum Thema Data Analytics / Advanced Analytics seit langem gelesen habe. Ich habe in meinem Leben - und ich arbeite seit mittlerweile rund 20 Jahren im Bereich Data-Warehousing, BI, AI und allgemein Data-Analytics - noch nicht einmal den Titel "Business-Intelligence-Analyst" gehört.

Interessant wäre hier das Profil des Data Scientist gewesen, der zunehmend als Nachfolger der klassischen (Data-)Analysts im BI-Umfeld auftritt. Und deren Gehalt liegt auch deutlich höher, insbesondere in den Ballungsräumen.

Sorry, das war nichts.

Dirk

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