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Analyse

Calm Company: So klappt es mit dem konzentrierten Arbeiten

Mit Großraumbüros sparen Unternehmen Platz und Geld. Doch das ständige Bimmeln und Gequatsche lenkt die Mitarbeiter von ihrer Arbeit ab. Was können Unternehmen tun, damit endlich Ruhe einkehrt?

Von Sofie Czilwik
2 Min.
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(Foto: Photocase / steffflach)

Montagmorgen, alles wie immer. Jacke ausziehen, Kaffee holen, Laptop aufklappen. Während man sich noch kurz mit den Kolleginnen über das Wochenende austauscht, wird am Nebentisch schon über ein IT-Problem geschimpft. Einer fährt seinen Schreibtisch unter stetigem Summen hoch, die andere bekommt einen Hustenanfall, in der Ecke wird ein Geburtstagsständchen gesungen. Der normale Großraumtrubel. Kein Problem: Durch Noise-Cancelling-Kopfhörer wird das Volumen innerhalb von Sekunden aufs Minimum gedreht. Doch mit der Ruhe ist es spätestens dann wieder vorbei, wenn der Mail-Account und der interne Chat geöffnet werden.

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Dass Arbeitnehmer in Büros so häufig während ihres Workflows unterbrochen werden – durch einfliegende Mails, durch Chat-Nachrichten, durch Termine –, ist ein Problem. Immer schwieriger wird es für sie, sich durchgängig auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Schätzungen zufolge braucht es mindestens 30 Minuten, um sich auf eine komplexe Aufgabe durchgängig zu konzentrieren. Aber nicht mal das ist mehr gegeben, wenn man mit halbem Ohr den Gesprächen der Kollegen lauscht und eigentlich die Mail an den Kunden rausschicken will. Studien belegen, dass viele Mitarbeiter an einem Acht-Stunden-Tag im Schnitt zwei Stunden wirklich hoch konzentriert und produktiv arbeiten. Das bedeutet: Jeder einzelne ist gestresst, denn durch die ständige Ablenkung schaffen sie wenig. Und das ganze Team arbeitet wenig effizient.

(Abbildung: t3n)

Lasse Rheingans will diesen Stress in seinem Unternehmen vermeiden. Deshalb wurde jede noch so kleine Störung aus dem Arbeitsalltag in seiner Kommunikationsfirma in Bielefeld verbannt. Angefangen mit der Kommunikation selbst. Mal kurz mit den Kollegen quatschen – nicht während der Arbeitszeit. E-Mails schreiben – macht keiner mehr. Das klingt streng, aber dafür arbeiten die Mitarbeiter von Rheingans nur bis 13 Uhr.

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Aber ist diese radikale Unterdrückung jeder Störung in Unternehmen sinnvoll? Und wie gehen Teams damit um, die im Tagesgeschäft dringend etwas besprechen müssen? Mariam Misakian und Sarah Sommer zeigen in der t3n 59 Möglichkeiten auf, wie das Grundrauschen in Firmen vermindert werden kann.

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